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Landesliga-Relegation

Zwischen Hoffen und Bangen: Bleibt SVB-Vorsitzer Rolf Tschorn (M.) mit seinem Protest bei der VSK im Regen stehen?

SVB-Protest läuft – Regelverstoß oder nicht, das ist die Krux


Von Lutz Hackmann

(25.06.12) Der Puls bei Rolf Tschorn ist in den letzten 20 Stunden zwar schon wieder etwas runtergegangen, aber der Vorsitzende des SV Burgsteinfurt schüttelte noch am Montag den Kopf, wenn er an die Ereignisse beim Landesliga-Abstiegsrelegationsspiel seines SVB gegen den SC Bad Salzuflen in Herzebrock zurückdachte. „So etwas habe ich noch nie erlebt! Und ich bin seit über 30 Jahren in mehreren Funktionen beim SVB!“

Wie Heimspiel-online bereits Öffnet internen Link im aktuellen Fenstergestern ausführlich berichtete, hatte der Schiedsrichter in diesem Match, das nach 120 Minuten mit einem 3:3 ins Elfmeterschießen ging, eben jenes zu früh abgepfiffen, denn die Salzuflener, die zwar im Shoot-out mit 3:2 führten, hätten noch einen verwandelten Elfer zur endgültigen Entscheidung gebraucht. Nach Dolguschins verschossenem Penalty wähnten sich die Salzuflener am Ziel, Fans und Betreuer liefen aufs Feld, der Unparteiische hatte sich wohl entweder ebenfalls verzählt oder aber anstecken lassen, pfiff auf jeden Fall das gesamte Spiel ab. Allerdings wurde er zügig auf seinen Fehler aufmerksam gemacht, tat dies auch den Aktiven kund, doch die SVB-Kicker waren schon auf dem Weg in die Kabine. Nach 40 Minuten der Diskussion wurden dann die letzten drei Elfer über die Bühne gebracht – unter Protest waren die Steinfurter angetreten.

Tschorn: "Würden der Verantwortung nicht gerecht!"

Diesen Protest hat der SVB am Montag nun auch schriftlich formuliert, will ihn nun bei der Verbandsspruchkammer des FLVW einreichen. SVB-Chef Tschorn, selbstredend mit am Platz in Herzebrock, lässt den Film gegenüber Heimspiel-online nochmal ablaufen: „Der Schiri hatte abgepfiffen, von uns waren schon mehrere Leute auf dem Weg in die Kabine, als er sich hat überzeugen lassen, dass noch geschossen werden musste. Wir haben dann beraten: Was machen wir?“, lässt sich Tschorn vernehmen. „Wir haben dann mit Relegationsspielleiter Hans-Dieter Schnippe telefoniert, der hat gesagt, dass er kein neues Spiel will, und dass wir am besten unter Protest weiterspielen. Das haben wir ja dann gemacht. Aber bis dahin waren es ja 40 lange Minuten.“ Am Montagmorgen besprachen der Burgsteinfurter Vorstand und der Förderkreis die Situation und kamen zum klaren Ergebnis: Es wird Protest bei der Verbandsspruchkammer eingelegt. „Wenn wir das nicht tun würden, würden wir ja unserer Verantwortung gegenüber dem Verein nicht gerecht“, konstatiert Tschorn.

Für den Burgsteinfurter kommen jetzt drei Szenarien infrage: „Erstens: Alles bleibt, wie es ist und wir steigen ab. Zweitens: Die Partie wird wiederholt. Wobei sich da die Frage stellt, wann das sein soll“, so Tschorn im Hinblick auf die Wechselfrist, die ja bereits am Samstag endet. „Oder drittens: Um der Ungerechtigkeit entgegenzutreten, wird entschieden, dass es einen zusätzlichen Startplatz in der Landesliga gibt, den wir dann bekleiden. Ich erwarte eine Entscheidung, die die gesamten Kriterien berücksichtigt und würdigt. Vor dem Theater hatten wir ja noch eine Siegchance“, betont Tschorn.

Schnippe sieht´s kritisch

Der Burgsteinfurter Hoffnung, mit dem Protest Erfolg am Grünen Tisch zu haben, tritt allerdings Spielleiter Schnippe entgegen. „Ich kann und werde natürlich keinen Verein von einem Protest abhalten. Aber meiner Erfahrung nach gibt es nach meiner persönlichen Meinung keine Aussicht auf einen Erfolg“, so Schnippe. Warum? „Weil der Schiedsrichter, dessen Bericht ich bereits vorliegen habe, ordnungsgemäß gehandelt hat. Der entscheidende Faktor ist“, erklärte Schnippe am Montag gegenüber Heimspiel-online, „dass er seinen Fehler noch rechtzeitig bemerkt hat. Nach seinem Bericht waren da alle Spieler noch auf dem Feld. Nachdem er das Spiel fortsetzen wollte, und das dem SVB auch gesagt hat, sind die Burgsteinfurter trotzdem in die Kabinen gegangen.“ Abpfiff bedeutet also nicht endgültigen Abpfiff, wenn der Schiri zeitnah seinen Fehler entdeckt. Schnippe: „In der Bundesliga war mal der Fall, dass der Unparteiische die erste Halbzeit zehn Minuten zu früh abgepfiffen hat. Die wurden dann an die zweite Hälfte drangehängt. Meiner Ansicht nach ist das in der Relation nichts anderes! Auch da waren die Teams schon in der Kabine.“

Georg Schierholz (Lippstadt), der Vorsitzende der Verbandsspruchkammer jedenfalls ist gespannt, was auf ihn und seine Beisitzer zukommt. „Liegt ein Regelverstoß des Schiedsrichters vor, wäre der Einspruchsgrund gegeben“, stellt Schierholz klar. Und er garantiert: „Die mündliche Verhandlung wird noch in dieser Woche stattfinden!“ Dann wird sich entscheiden, ob der SV Burgsteinfurt endgültig den Weg in die Bezirksliga antreten muss.

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