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Landesliga 4

Für Steffen Büchter beginnen die letzten Wochen als Spielertrainer bei der Ibbenbürener SpVgg. In der kommenden Saison übernimmt er den 1. FC Gievenbeck. Foto: Greshake

"Für Steffen eine herausragende Sache"


Von Malte Greshake

(12.03.24) Eigentlich war alles klar. Ganz früh in der Saison hatte die Ibbenbürener SpVgg die Trainerfrage geklärt. Bereits im September des vergangenen Jahres gab Steffen Büchter, der die Erste des Vereins einige Monate zuvor in die Landesliga geführt hatte, die Zusage für eine weitere Saison. Doch in dieser Woche kam alles ganz anders: Büchter wird in der kommenden Spielzeit 2024/25 doch kein Trainer der ISV sein. Stattdessen übernimmt der 28-Jährige den Oberligisten 1. FC Gievenbeck

"Wir wussten, dass sich Steffen als Trainer einen guten Namen gemacht hat", berichtet ISV-Abteilungsleiter Reinhard Börgel. "Aus diesem Grund wollten wir rechtzeitig mit ihm verlängern, damit er uns nicht abhanden kommt." Im Zuge ebenjener Vertragsgespräche trafen beide Seiten eine Vereinbarung. Bei einer Anfrage eines höherklassigen Vereins ließ sich Büchter zusichern, diese in Betracht ziehen zu dürfen. Trotz seiner Zusage. Eine Ausstiegsklausel also. "In einem solchen Fall wollten wir Steffen keine Steine in den Weg legen", fügt Börgel hinzu. "Dass er jetzt in die Oberliga geht, ist für ihn eine herausragende Sache. Auch wenn wir den Kürzeren ziehen. Wir stehen aber zu unserem Wort."

Kein Zwist zwischen beiden Seiten

In der Vorwoche war es nämlich ganz schnell gegangen. Nach Gesprächen mit den Gievenbeckern informierte Büchter erst den Verein und im Anschluss seine Mannschaft. "Steffen hat von Anfang an mit offenen Karten gespielt", betont Börgel. "Und für ihn ist es schließlich auch mehr als nachvollziehbar. Er wohnt in Münster und kann mit dem Fahrrad nach Gievenbeck fahren. Es gibt also keinen Zwist zwischen uns. Wir gehen im Guten auseinander. Auch wenn die Enttäuschung natürlich groß ist."

Büchter selbst unterstreicht ebenfalls, dass er und der Verein immer offen und ehrlich miteinander umgegegangen waren. "Für mich ist es immer die Prämisse, sportlich maximal weitzukommen", sagt der Trainer. "Die Tür stand in in Gievenbeck für mich noch offen und der Verein ist eine attraktive Option. Auch im Hinblick auf die Trainer-A-Lizenz. Nach einem intensiven Austausch mit Torsten Maas (Büchters baldiger Co-Trainer beim FCG, Anm. d. Red.) habe ich mich entschieden, den Schritt zu gehen."

Natürlich wisse Büchter auch, dass seine Entscheidung für einige überraschend kam. "Die Mannschaft hat es aber sehr gut aufgenommen", berichtet er. "Die Jungs wissen mittlerweile auch, wie ich ticke. Wir haben stets untereinander offen kommuniziert. Aus diesem Grund war es auch für alle nachvollziehbar und verständlich." 

Nachfolgersuche hat begonnen

Mittlerweile hat der Verein mit der Suche nach einem Nachfolger begonnen. "Wir haben noch keine Gespräche geführt", erläutert Börgel. "Wir werden uns zunächst intern darüber beraten, was wir für Vorstellungen von dem neuen Trainer haben." Eine Findungskommission werde in der Sache vom Verein ins Leben gerufen. "Auch Steffen wird uns dabei mit seinen Kontakten unterstützen", sagt der Abteilungsleiter.

Zuletzt stellt sich noch die Frage nach der Kaderplanung für die kommenden Saison. Am Ende der vergangenen Woche Öffnet externen Link in neuem Fensterpräsentierte der Verein mit Kevin Hagemann und Kilian Ludwig zwei Neuzugänge, die Büchter zum Verein gelotst hatte. Offensivspieler Hagemann (29) wechselt von Westfalenligist Borussia Emsdetten nach Ibbenbüren. Ludwig kommt aus der U19 des FC Eintracht Rheine und ist ebenfalls für die Offensive vorgesehen. Beide kickten in der Vergangenheit schon bei der ISV.

Kommen die Neuzugänge trotzdem?

"Die Spieler haben ihre Zusage für den Verein gegeben, nicht für den Trainer Büchter", geht Börgel auf die Thematik ein. "Deswegen gehe ich erst einmal davon aus, dass beide zu uns kommen." Grundsätzlich stehen für den Abteilungsleiter in den kommenden Tagen Gespräche mit jedem einzelnen Kaderspieler an. Für alle habe sich schließlich die Situation geändert. "Wir müssen die Gespräche erst führen", so Börgel. "Ich kann mir aber nicht vorstellen, dass einer nicht weitermacht."

Aber zurück ins Hier und Jetzt. Noch stehen Büchter schließlich knapp drei Monate in Ibbenbüren bevor. "Steffen will sich in seiner restlichen Zeit noch einmal richtig reinhängen, um das Ziel - den Klassenerhalt - zu erreichen", erklärt Börgel. Und die Chancen stehen auch nicht schlecht für die ISV: In der Tabelle belegen Büchter und sein Team den zehnten Tabellenrang. Der erste Abstiegsplatz ist derzeit fünf Punkte entfernt. "Gerade, weil die ISV es noch nicht geschafft hat, zwei Saisons hintereinander in der Landesliga zu bleiben, wäre das für die Jungs ein Premiumziel", fügt Büchter abschließend hinzu. "Und für mich ein krönender Abschluss."



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