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Same procedure as every week: Mesum jubelt. Hier über Niko Winters Treffer zum 4:1.
Simon Overesch (h.) und der SV Mesum hatten gegen Preußen Borghorst die Oberhand.

Nicht von dieser Welt...oder doch?

von Fabian Renger

(08.09.19.)Steffen Schnellenberg, Co-Trainer der Zwoten des SV Mesum, ist ein seltenes Trainer-Exemplar. "Nä, Meckern will ich gar nicht", tanzte er nach dem 5:1 (3:0)-Erfolg seiner Mannen über Preußen Borghorst aus der Reihe. Als Trainer hast du doch eigentlich immer etwas zu meckern. Es sei denn, du bist Trainer eines eher ungewöhnlichen Aufsteigers. "Fünf Spiele, 15 Punkte. Was willst du mehr?!" Ja, ja, hast ja recht, Herr Schnellenberg. Gegen Borghorst war's dennoch lange Zeit kein Galauftritt des neuen A-Liga-Spitzenreiters.

In der Anfangsphase, so ungefähr bis Minute 35, lief gar nichts beim SVM. Mit und gegen den Ball litt Mesum unter einer Krankheit, die Schnellenberg später als "zimeliche Anfangsprobleme" bezeichnete. Die Gäste waren wirklich gut drin, konzentrierten sich auf eine gesicherte Defensive. "Wir haben malocht, malocht, malocht! Die Räume eng gemacht", lobte Preußen-Coach Michael Straube. Sein Problem: Der Zeitraum zwischen der 35. und 42. Minute.

"Geprügelte Hunde" in Borghorster Kabine

Da leisteten sich die Borghorster gleich drei individuelle Fehler auf einen Schlag, von denen drei Mesumer profitierten. Zuerst war Fabio Hülsing in der Folge eines Freistoßes mit dem 1:0 zur Stelle (35.), Tony Henke erhöhte per Kopf nach einem Eckball (38.) und schließlich durfte der jeweilige Vorlagengeber Philip Grewe selbst ran (42.), Lars Jenders hatte ihn die Kirsche in den Fuß gespielt. "Und dann hattest du in der Pause geprügelte Hunde sitzen", berichtete Straube.

In sieben Minuten von Alles auf Nichts. Um Gottes Willen. Nicht gut für die Psyche. Borghorst stand jedoch auf, das Genick war zwar gebrochen, doch der Genesungsprozess schien gut weiter zu ziehen. Der Plan eines frühen Anschlusstores ging auf. Nils Uphoff nickte nach einer Jonas Baumann-Flanke ein (60.). Geht da noch was? Eventuell wäre da was gegangen: Doch weder Mert Karatoprak mit dem Fuß noch Gregorij Krumme per Kopf hatten Glück. Und da war ja noch dieses Mesum.

Winter und Beurich erledigen den Rest

Die Hausherren waren einfach effektiv. Niko Winter legte das 4:1 in die Maschen (75.), damit war jeglicher Widerstand gebrochen. In der Nachspielzeit drehte David Beurich ebenfalls noch jubelnd ab (90+2.). 5:1. Da kannst du so eine Schwächephase tatsächlich mal Schwächephase sein lassen. Herr Schnellenberg, Sie sind vielleicht doch von dieser Welt...

SV Mesum II - Preußen Borghorst 5:1 (3:0)
1:0 Hülsing (35.), 2:0 Henke (38.)
3:0 Grewe (42.), 3:1 Uphoff (60.)
4:1 Winter (75.), 5:1 Beurich (90+2.)

Was will David Beurich (l.) hier nach seinem Tor der breiten Menschheit erzählen mit dieser Geste?


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