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Oberliga Westfalen

Preußens Marvin Kehl (v.) im Sprintduell mit Gievenbecks Manuel Beyer. Fotos: Renger

Zwei besondere Torschützen, zwei Geschenken - und ein Acker


Von Fabian Renger

(03.03.24) Prächtig war nicht nur das Wetter, sondern auch die Kulisse: 305 Zuschauern verfolgten das Ortsderby zwischen Preußen Münster II und dem 1. FC Gievenbeck. Das ist stattlich. Weniger prächtig war der trockene, holprige Untergrund. Gespielt wurde auf dem neuen Rasenplatz am Berg Fidel. Der forderte seinen Tribut: Preußens Sören Becker war nach dem Warmmachen bereits einsatzunfähig, später galt das auch für seinen Teamkollegen Noah Kloth. Er hielt 16 Minuten durch und musste verletzt runter. Als Trostpflaster fungierte da sicherlich der 3:1 (1:1)-Heimsieg der Adlerträger. Besonders die Torschützen des zweiten und dritten Tors der Gastgeber dürften das Strahlen nicht mehr aus dem Gesicht bekommen haben. Gleich bei zwei Treffern halfen die Gäste jedoch tatkräftig mit.

Beim FCG war zunächst der Blick auf die Aufstellung spannend. Piet Bräunig etwa feierte als Linksverteidiger sein Premiere in der Startelf. Er ist eigentlich noch A-Junior. Genauso wie Niklas Frese, der schon seit Wochen mit dabei ist und überzeugt. Beide machten ihre Sache auch gegen den Ortsrivalen ordentlich. Zu seinem Oberliga-Debüt kam mit Reza Asadollahi obendrein der nächste A-Jugendliche. Sgaenhaft jung war das Aufgebot der 49ers, die u.a. auf Elias Strotmann verzichten mussten.

Blutjunge FCG-Bande

"Wir haben fleißig verteidigt", sah FCG-Trainer Florian Reckels eine ausgeglichene erste Halbzeit mit - wen wundert's - mehr Ballbesitz der Preußen und - wen wundert's - gut gestaffelten und stark verteidigenden Gästen. Beide Teams neutralisierten sich auf einem ordentlichen Niveau, Torchancen gab's hüben wie drüben keine jedoch besonders fetten Dinger. Die beiden Buden der ersten Halbzeit waren entsprechend eher als Zufallsprodukt zu bezeichnen.

Das 1:0 etwa entstand, als sich FCG-Torwart Nico Eschhaus Ansumana Nyassi gegenübersah, einen folgenreichen Fehlpass spielte, der schließlich bei Luca Steinfeldt landete. Aus rund 22 Metern hob er die Kugel über den zurückeilenden Eschhaus in die Maschen (27.). Kaum war der Jubel auf der einen Seite verhallt, brandete er auf der anderen Seite auf. Freistoß von links von Julian Conze. Ein bisschen Gewusel in allerbester Ping-Pong-Manier später, war die Kugel drin. Miclas Mende hieß der Torschüze (29.). 1:1 lautete auch der Halbzeitstand.

Preußen müssen sich umorientieren

"Wir hatten viel mit dem Platz zu kämpfen", war Heim-Trainer Kieran Schulze-Marmeling nicht gerade angetan vom Auftritt seiner Truppe. Wenn du fünf Kontakte brauchst statt nur zwei, ist das irgendwie verständlich. Vielleicht war es aber auch ein stückweit die (nötige) Rotation nach der englischen Woche. Die Preußen hatten auf stolzen sechs Positionen gewechselt und nach Frische aufgestellt. Zur zweiten Halbzeit stellten sie auch ihren Plan um. "Wir haben gewisse Zonen versucht zu überladen", erklärte Schulze-Marmeling. Keine so schlechte Marschroute. Preußen suchte also - ziemlich untypisch - den kompromissloseren Weg in Richtung Tor. Zunächst schien es Erfolg zu bringen. Schulze-Marmelings Männer fanden die Tiefe in der Tat besser.

Schön war das 2:1 rausgespielt: Marlon Schmitz schickte Leon Tasov. Der lief die Grundlinie entlang und legte prima zurück auf Kevin Schacht. Dessen Abschluss saß - 2:1 (61.). Seit dem 8. Oktober wartete der Blondschopf auf sein viertes Saisontor. Er hat einen Abschluss wie ein Pferd, agierte in den Spielen jedoch immer häufiger glücklos. Am Samstag vorm Derby legte Schacht schließlich noch eine Sondereinheit mit Preußens Co-Trainer Daniel Feldkamp in puncto Abschluss ein - das hatte sich definitiv bezahlt gemacht.

Nach dem 2:1 ist Gievenbeck on fire

Allerdings brachte der Treffer den entgegen gesetzten Effekt. Reckels sprach von "15 guten Minuten von uns." Freses Schuss aus 14 Metern sprang Keleb Nwubani an die Hand, reichte aber für keinen Elfmeter. Nach einem unübersichtlichen Getümmel, in dem Gievenbecks Manuel Beyer einer der Hauptdarsteller war, könnte die Kugel über die Linie geflogen sein. So richtig aufzuklären war es aber nicht, erst recht nicht für Referee Dominic Stock, der auch nicht auf Tor entschied. "Wir haben richtig gut gearbeitet und uns richtig gut reinmalocht", lobte Reckels. Wenn da das 2:2 natürlich fällt, wer weiß das schon...

Allerdings fiel es eben halt nicht. Stattdessen fingen sich die jungen Gäste noch das dritte Teil. Wieder war es ein Ei, wieder ein Fehlpass von Eschhaus direkt in die Füße eines Preußen. Mika Keute netzte zum 3:1-Endstand ein (87.). "Der Junge hatte eine tolle Woche", jubelte Schulze-Marmeling. Gegen Türkspor stand Keute 71 Minuten auf dem Acker, gegen Siegen wurde er beim Stand von 3:2 in einer hektischen Phase des Spiels eingewechselt und ünberzeugte. Nun die Krönung mit einer Hütte. Ausgerechnet im Derby sicherlich doppelt und dreifach wohltuend.

Preußen Münster II - 1. FC Gievenbeck 3:1 (1:1)
1:0 Steinfeldt (27.), 1:1 Mende (29.)
2:1 Schacht (61.), 3:1 Keute (87.)

"Ich hab doch nichts gemacht", zeigte hier Ansumana Nyassi. im Hintergrund an. Gievenbecks Niklas Beil (m.) kommt jedenfalls zu Fall. Vielleicht war aber auch Pascal Koopmann (r.) an allem schuld...


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Pl. MannschaftSp. TorePkt.
1    SV Mauritz 06 24    104:19 65  
2    Germ. Hauenhorst 24    78:25 63  
3    SG Sendenhorst 24    72:20 62  
4    VfB Alstätte 24    64:19 62  
5    FC Nordwalde 23    72:22 58  

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