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Ab sofort nicht mehr Trainer in Roxel: Kay Sparenberg.

Nach eineinhalb Jahren abgenutzt? Sparenberg nicht mehr BSV-Trainer


Von Fabian Renger

(14.12.18) Gäbe es eine Statistik der am häufigsten verwendeten Begründungen für Trainerwechsel im Sport, der Begriff "Abnutzungserscheinungen" wäre mit Sicherheit unter den Top Five. Dass jedoch bei einem Coach bereits nach rund eineinhalb Jahren eben solche festgestellt werden und man ihm den Stuhl vor die Tür setzt, ist wohl eine Seltenheit. Joschka Krummenerl, Männerwart der Handballer des BSV Roxel, macht damit den Anfang. Am Donnerstagabend trennte sich der Bezirksligist von seinem Übungsleiter Kay Sparenberg.

"Das ist untypisch für uns. Wir sind eigentlich auf längerfristige Engagement aus", sagt Krummenerl und verweist unter anderem auf die Amtszeit von Bodo Dreger, Sparenbergs direktem Vorgänger. Dreger war über vier Jahre im Amt, auch dessen Vorgänger hätten in ähnlichen Zeiträumen an der Seitenlinie für die Kleeblätter Kommandos auf die Platte gerufen. Von einem Missverständnis zu sprechen, das wäre aber nun wohl auch zu hoch. Schließlich galt, so hieß es damals von der Tilbecker Straße, Sparenberg als Öffnet externen Link in neuem Fenster"absoluter Wunschkandidat" als Trainer beim BSV. 18 Monate später liest sich dessen Bilanz jedoch eher überschaubar gut: In der ersten Saison schlitterte die Mannschaft auf Rang zehn ins Ziel, in dieser Spielzeit sieht's zappenduster aus. Nur ein Sieg in elf Spielen gab es bisher für den BSV - das ist natürlich katastrophal.

Das Warten auf den zweiten Sieg...

"Wir warten seit September auf einen Sieg", sagt Krummenerl. "Wir brauchen endlich mal wieder ein positives Gefühl und müssen den Bock umstoßen." Tatsächlich: Der einzige Saisonsieg datiert vom 23. September gegen die Warendorfer SU. 23:19 hieß es damals für die Kleeblätter. Richtige Packungen kassierten sie indes eher selten, zweimal gingen die Partien nur mit einem Tor Unterschied verloren (gegen Hohne/Lengerich und Sparta Münster) oder mit zwei (Ibbenbürener SpVg). Enge Kisten. "Wir kriegen unser Spiel einfach nicht über 60 Minuten transportiert", keimte bereits in den vergangenen Wochen der Entschluss bei Krummenerl und seinen Vorstandskollegen die Idee, auf der Trainerposition tätig zu werden.

"Dass wir keine Mannschaft sind, die ganz oben angreift, ist uns bewusst. Wir sind aber auch keine, die dort unten stehen muss", meint der Männerwart. Der 33-Jährige hatte nicht nur das Gefühl von Abnutzungserscheinungen. Da war noch mehr. "Wir hatten das Gefühl, dass gewisse Vorgaben nicht mehr umgesetzt werden und wir unter unseren Möglichkeiten spielen", erläutert Krummenerl. Nicht alles wie beispielsweise Ansagen ans Deckzungszentrum käme immer so bei der Truppe an, wie es ankommen müsste. Daher nun der Schlussstrich.

"Längerer Prozess"

Ein wenig komisch mutet der Zeitpunkt an. Zwei Tage vorm letzten Spiel des Kalenderjahres sich vom Trainer zu trennen? Krummenerl streicht noch einmal klar heraus:"Das war ein längerer Prozess." Und keine Entscheidung, die unmittelbar mit der Öffnet internen Link im aktuellen Fenster28:34-Pleite gegen Everswinkel am vergangenen Dienstag zutun habe. 

Vorerst übernimmt Krummenerl die Truppe gemeinsam mit Niels Grüber, ein ehemaliger Spieler des Teams. Beide werden am Samstag in Recke auf der Bank Platz nehmen. Wer es dann künftig auf die Dauer übernimmt? "Abwarten. Wir haben keinen Zeitdruck", sagt Krummenerl, der auf die vielen erfahrenen Kräfte in seiner Mannschaft verweist. "Da haben wir genug handballerisches Grundverständnis im Kader..."

Sparenberg, den Krummenerl ausdrücklich als "guten Typen" bezeichnet, war für eine Stellungnahme am Freitag leider telefonisch zu erreichen.



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