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Kreisliga A

Und schon wieder hat's geklingelt: Antonius Nagelmann (l.) freut sich mit Marius Moormann (r.) und Co über einen Treffer. Fotos: Rolf Grundke/Rolfinaction

Mettingen war einfach geil auf das Spiel


Von Fabian Renger

(23.09.22) Wer zur Halbzeitpause keine Ahnung hatte, wie es steht, und sich danach erkundigte, machte erstmal große Augen. Eintracht Mettingen hatte Arminia Ibbenbüren zu Gast. Die Gäste hatten bislang jeglichen Gegner aus dem Weg geräumt und kamen mit der Referenz von sieben Siegen aus sieben Spielen an die Nordstraße. Umso erstaunlicher war der Zwischenstand nach der ersten Hälfte: Mettingen 3, Arminia 0. Dabei blieb es auch nach 90 Minuten. Und die Mettinger hatten es verdammt eilig, bereits nach 23 Minuten war der Endstand hergestellt. Wie zum Geier war das denn möglich?

"Die positive Stimmung der letzten Spiele konnten wir auf den Platz übertragen", erklärte Mettingens Co-Trainer Torsten Kreyenhagen. "Die Jungs sind mit Herz dabei." Kreyenhagen vertrat den urlaubenden Cheftrainer Pascal Heemann, dem die Cocktails auf Kreta wohl besonders gut geschmeckt haben dürften. Falls er das Spiel per Liveticker verfolgt haben sollte, wird er seinen Augen kaum getraut haben: Bereits nach 80 Sekunden zappelte der Ball erstmals im Netz.

"Geht natürlich beschissen los"

Arminias Tobias Wennemann mutierte zum Unglücksraben. Erst rutschte er weg, danach verursachte er gegen Eintrachts Reserve-Leihgabe Antonius Nagelmann auf der rechten Seite einen Foulelfmeter. Marius Moormann verwandelte (1.). "Geht natürlich beschissen los", kommentierte Arminias Coach Benjamin Hettwer. Mag er wohl laut sagen. Gerade Mettingens längere Bälle ins letzte Drittel wollte Arminia eigentlich bestmöglich verhindern. Gleich nach dem ersten klingelte es.

Die Gäste kamen überhaupt nicht in Fahrt, gar nicht auf Betriebstemperatur. "Im Kollektiv", merkte Hettwer an. Die Offensivreihe um Domenik Breuer um Co fand kaum ein Durchkommen, war fast durchgehend abgemeldet. Zwei Breuer-Gelegenheiten aus dem Nichts waren vor der Pause notiert. Sonst blieb Ibbenbürens Chancenkonto leer. Auch und vor allem, weil Mettingen schlichtweg geil war auf dieses Spiel. Mettingens Galligkeit imponierte, die Kommunikation untereinander stimmte ebenfalls. Die zuletzt vier Siege in Folge hatten spürbar Auftrieb gegeben. Abermals Moormann (19.) sowie Mirko Baune (23.) erhöhten nach schönen längeren Schlägen rasch auf 3:0. "Wir standen gut in unseren Ketten drin", lobte Kreyenhagen seine Defensive.

Nach der rasanten Anfangsphase (Kreyenhagen: "Wir hätten nach 25 Minuten auch schon 5:0 führen können") samt weiterer ausgebliebener Tormöglichkeiten (u.a. Mirko Baune scheiterte an Arminias Keeper Robin Peters) ließen es die Hausherren dann etwas ruhiger angehen. Nach dem intensiven Beginn aber völlig in Ordnung für den Mettinger Übungsleiter.

Doppel-Torschütze Marius Moormann (l.) im Duell mit Arminias Henry Conermann.

Im zweiten Abschnitt passierte dann nicht mehr ganz so viel. Arminia nahm sich vor, die Aggressivität und Laufbereitschaft zu steigern. Beides funktionierte in Hettwers Augen immerhin. Offensive Durchschlagskraft war jedoch bei seinen Farben weiterhin Mangelware. Da kam kaum mal was durch. Obwohl: Naja...

Denn als Arne Rohlmann mal seinen Turbo auf der rechten Seite zündete und von der Grundlinie in die Mitte reinflankte, lag der Ball plötzlich im Tor. Aus einem Kuddelmuddel heraus hatte Alex Wübker ins Netz getroffen (58.). Referee Stefan Schönfelder, der sich für eine konsequente Spielleitung der kurzen Leine entschied, winkte jedoch ab. Handspiel. Kein Anschlusstreffer.

"Mettingen war die ganz klar stärkere Mannschaft"

Und damit auch keine mögliche Spannung mehr. Peters schoss - irgendwie sinnbildlich - einen eigenen Abwehrspieler ab und produzierte beinahe ein Gegentor (68.). Bei Arminia war irgendwie der Wurm drin. Mettingen machte derweil nicht mehr als nötig, kam durch Moormann (80.) und Tim Gilhaus (81.) zu zwei Abschlüssen, die man mit viel gutem Willen als Halbchance betiteln könnte. Ansonsten gab's hier und da noch ein kleines Scharmützel, aber das war's dann auch an Unterhaltungswert.

Die zweite Hälfte hatte Kreyenhagen spielerisch nicht mehr gefallen, aber das war ihm dann auch wumpe. Fünfter Sieg in Serie, wieder zu Null. Selbst Hettwer zog den Hut: "Ich habe immer wieder betont, dass wir mit Rückschlägen leben müssen. Mettingen war einfach die ganz klar stärkere Mannschaft." Und wenn man dann noch bedenkt, dass bei den Gastgebern Leute wie Levin Damer oder Jan-Niklas Misch noch fehlten...

Eintracht Mettingen - Arminia Ibbenbüren 3:0 (3:0)
1:0 Moormann (2./FE), 2:0 Moormann (19.)
3:0 M. Baune (23.)



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