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Bezirksliga 12 - Anschwitzen

Finn Liebert (r.), hier noch im Trikot der Ersten von Westfalia Kinderhaus, hat nach schweren Zeiten an der Großen Wiese sein Glück gefunden. Foto: Lehmann

Das Ende der Leidenszeit


Von Christian Lehmann

(22.02.24) Das war ein dolles Ding am vergangenen Wochenende! Kellerkind Westfalia Kinderhaus II sorgte beim bis dato nahezu makellosen Tabellenführer SV Burgsteinfurt für die Mega-Überraschung zum Re-Start. Sogar noch spezieller als für die Teamkollegen dürfte sich der 3:2-Auswärtssieg für Westfalias Finn Liebert angefühlt haben. 58 Minuten stand der Mittelfeldspieler als "Achter" auf dem Platz, ehe er völlig entkräftet erlöst wurde und in den Schlussminuten von der Bank aus mitzitterte.  

"Ich habe nach Absprache mit unserem Trainer Gerrit Rolwes die Intensität in den Testspielen langsam gesteigert, stand zuletzt gegen Wolbeck 75 Minuten auf dem Platz. Da hätte ich auch noch länger gehen können. In Burgsteinfurt war die Intensität aber nochmal eine ganz andere", erzählt uns der 25-Jährige. Was viele nicht wissen: Die vergangenen Jahre waren für den früheren Westfalenliga-Spieler alles andere als leicht, die zwei Jahre beim SC Greven 09 von immer wieder neuen Rückschlägen geprägt.

Nach mehreren Corona-Infektionen klagte Liebert, der im Januar 2022 von der Großen Wiese in die Schöneflieth wechselte, mehrfach über Herzprobleme und ein ungutes Gefühl. "Da hat auch der Kopf mitgespielt", verrät er uns. Im vergangenen Dezember musste der gebürtige Münsteraner gar mit Vorhofflimmern ins Krankenhaus. Mittlerweile spielt die Gesundheit aber wieder mit und Liebert kann seinem Hobby wieder nachgehen. "Mit dem Herzen ist alles top. Ich darf meinen Körper wieder zu 100 Prozent belasten", sagt der technisch starke Antreiber, der demnächst ein Studium der Immobilienwirtschaft aufnimmt. An Mannschaft und Trainer bei den Nullneuner lag's übrigens nicht, dass Liebert in der Winterpause nach K-Town zurückkehrte. "Zu den Jungs habe ich ein richtig gutes Verhältnis, Patrick Fechtel oder Kevin Landas sind gute Kumpels von mir. 

Den Bezug zu seiner Heimat Kinderhaus hatte Liebert auch während seiner Zeit in Greven nie verloren. Donnerstags nach dem Training und sonntags nach dem Spiel ließ er sich stets an der Hütte blicken. In seinem neuen Team kannte er die meisten Nasen ohnehin schon, einige der jüngeren Spieler hat er sogar schon selbst trainiert. Ansprüche, nochmal in die erste Mannschaft zurückzukehren, stellt Liebert nicht. "Ich will erstmal wieder voll fit werden, Spaß haben, meinem Körper wieder vertrauen und der Zweiten beim Klassenerhalt helfen. Alles weitere ist kein Muss." Der Anfang ist getan, in Burgsteinfurt überzeugte das Team trotz der beiden Gegentore vor allem defensiv - mit diesem Ansatz will die Westfalia auch in den kommenden Wochen wichtige Punkte im Kampf um den Klassenerhalt einheimsen. 

 

Bezirksliga 12, der 18. Spieltag

SC Münster 08 - Wacker Mecklenbeck (Donnerstag, 20 Uhr)
Die Nullachter haben daheim in dieser Saison als einziges Team noch kein Spiel verloren und sind auch aufgrund der Bilanz in den direkten Derby-Duellen mit Wacker favorisiert. Von 16 Partien gewannen die Kanalkicker neun, viermal behielten die Veilchen die Oberhand. Allerdings konnten die Ostmünsteraner nur eine der vergangenen fünf Begegnungen für sich entscheiden.
Heimspiel-Tipp: 3:3
Liebert: Flutlicht kann Nullacht - 3:1.

Westfalia Kinderhaus II - Emsdetten 05 (Sonntag, 13 Uhr)
"Die können schon knickern, aber ich glaube, dass wir nicht chancenlos sind", sagt Finn Liebert vor dem Heimspiel gegen den Tabellendritten. Vor allem bei Dettener Standards sollte die Kinderhauser Hintermannschaft wachsam sein, Tim Merker und Marius Schomaker sind ligaweit inzwischen gefürchtet ob ihrer messerscharf getretenen Ecken, die schon mehrfach zu Toren geführt haben. Bei den Kollegen der Emsdettener Volkszeitung hat das Duo nun sogar eine Öffnet externen Link in neuem Fenster"Eckball-Challenge" gemacht. Das Resultat: Die Standards von Rechtsfuß Merker sind noch ein bisschen gefährlicher als die seines Teamkollegen, drei von fünf Ecken zwirbelte er direkt rein.
Heimspiel-Tipp: 1:1
Liebert: 2:2

Falke Saerbeck - BSV Roxel (Sonntag, 15 Uhr)
Mit einem bockstarken Auftritt beeindruckten die Saerbecker zuletzt beim 1:1-Remis den SC Münster 08, nun soll das nächste Team aus der Domstadt dran glauben. Auch Roxel schaffte es zuletzt gegen Mesums Reserve nicht, trotz spielerischer Überlegenheit mehr als nur einen Punkt rauszuholen. Im Hinspiel an der Tilbecker Straße ließen die Kleeblätter überhaupt nichts anbrennen und gewannen mit 3:0.
Heimspiel-Tipp: 1:3
Liebert: 1:2

Concordia Albachten - Germania Horstmar (Sonntag, 15 Uhr)
Als letztes Team steigt nun auch Aufsteiger Horstmar in die Restserie ein. Durch den Mesumer Punktgewinn rutschte das Team von Spielertrainer Niklas Melzer am vergangenen Wochenende wieder auf den letzten Platz ab - in den letzten drei Spielen vor der Winterpause hatte der TuS aber sieben Punkte geholt. In der Vorbereitung ließ es der Aufsteiger dann richtig krachen, in keinem der sechs Testspiele erzielten die Horstmar weniger als drei Tore. 17 eigenen Treffern standen allerdings auch 16 kassierte gegenüber. Albachten überzeugte zum Auftakt in Borghorst und brennt darauf, möglichst schnell einen Puffer zur Abstiegszone herauszuschießen. 
Heimspiel-Tipp: 4:2
Liebert: 3:1

TGK Tecklenburg - Borghorster FC (Sonntag, 15 Uhr)
Auch ohne ihren Unterschiedspieler Tugay Gündogan überzeugten die Kobbos in Greven, allerdings verpassten sie beim 3:3-Remis einen Befreiungsschlag im Abstiegskampf. Trotz des Ausgleichstreffers von Aljoscha Kottenstede in der Nachspielzeit war Neu-Trainer Vragel da Silva sehr einverstanden mit dem Vortrag seiner Mannschaft. BFC-Coach Roland Jungfermann warnte seine Jungs zuletzt vor zu großer Sorglosigkeit, im Falle einer Niederlage aufm Berg müsste sich der BFC in der Tabelle wieder nach unten orientieren. Fünf von sechs Begegnungen gegen Tecklenburg haben die Grün-Weiß-Schwarzen gewonnen, in der Hinserie blamierten sich die Kobbos beim 1:8 im Waldstadion bis auf die Knochen.
Heimspiel-Tipp: 2:2
Liebert: 2:4

SC Greven 09 - Teuto Riesenbeck (Sonntag, 15.30 Uhr)
Wenigstens ein Punkt - das dürften sich beide Trainer nach den jeweiligen Remis am vergangenen Wochenende gedacht haben. Fußballerisch haben beide aktuell noch Luft nach oben, in der Vorbereitung deuteten beide ihr großes Potenzial an. Bringen beide ihre P.S. auf die Straße, wird's ein richtig launiger Kick in der Schöneflieth. Die direkten Duelle gingen häufiger an Greven, sechs von zwölf Spielen gewannen die Nullneuner bei drei Niederlagen. Im Hinspiel erzielte Teuto-Schnapper Timo Knüppe ein sensationelles Tor aus dem eigenen Strafraum.
Heimspiel-Tipp: 2:1
Liebert: 2:1 für Greven - Patrick Fechtel trifft doppelt.

SuS Neuenkirchen II - SV Mesum II (Sonntag, 15.30 Uhr)
Die Reserveteams eint die Sehnsucht nach dem Ligaverbleib. Die Hassenbrockler sind mit zwölf Punkten Vorletzter, Neuenkirchen mit nur vier Zählern mehr Zehnter. Für SVM-Trainer Marcel Thies wird's ein ganz spezielles Match. Im Sommer übernimmt er das Traineramt der Zweiten am Haarweg. Die Statistik spricht für die SuS-Boys, die zwölf von 20 Begegnungen für sich entschieden und nur viermal verloren. Während Neuenkirchen nur zwei von neun Heimspielen gewinnen konnte, holten die Mesumer all ihre Punkte in der Fremde.
Heimspiel-Tipp: 2:2
Liebert: 1:1

spielfrei: SV Burgsteinfurt



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Kreisliga A Münsterland

Pl. MannschaftSp. TorePkt.
1    SV Mauritz 06 24    104:19 65  
2    Germ. Hauenhorst 24    78:25 63  
3    SG Sendenhorst 24    72:20 62  
4    VfB Alstätte 24    64:19 62  
5    FC Nordwalde 23    72:22 58  

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