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Landesliga 4

Tolle Kulisse: Über 300 Zuschauer an der Großen Wiese gaben dem Münster-Derby einen würdigen Rahmen.
Vincent Gogoll (r.) und Co. verteidigten stark gegen die pfeilschnelle Nullacht-Offensive mit Leon Schwarzer.
Nach der Roten Karte gegen Jonas Grütering gab's erhöhten Gesprächsbedarf.

Feuer, Farbe, aber keine Tore im Derby

Von Christian Lehmann

(21.10.18) Obwohl die rund 300 zahlenden Zuschauer, die sich am Sonntag auf den Weg an die Große Wiese gemacht hatten, im Landesliga-Derby zwischen Westfalia Kinderhaus und dem SC Münster keine Tore sahen, wurden sie von den 22 Akteuren auf dem Platz doch fürstlich unterhalten. Das Derby hatte Rasse, Klasse, Farbe - und in Schiedsrichter Julian Weymann einen Spielleiter, der reichlich ins Schwitzen kam.

Die Szene, über die sich vor allem die Nullachter im Anschluss an die Partie aufregen sollten, ereignete sich in der 76. Spielminute. Nullachts Jonas Grütering verdaddelte an der Seitenauslinie den Ball gegen Moritz Knemeyer, sprintete zurück und fällte Jonas Kreutzer, um den Konter zu unterbinden. Für Weymann ein grobes Foul von hinten - Rote Karte! Knifflig, diskutabel, und ärgerlich für die Gäste, die in dieser Phase des Spiels einem Torerfolg am nächsten waren. Als der Referee dann in der Nachspielzeit ein vermeintliches Foulspiel an Dennis Hamsen im Strafraum nicht sanktionierte, war er bei den Nullachtern gänzlich unten durch, obwohl er eigentlich nicht schlecht gepfiffen hatte.

Pielages Defensivtaktik geht auf

Nicht schlecht gespielt hatte indes die Westfalia, bei der Trainer Marcel Pielage im Vorfeld die richtige Taktik gewählt hatte, um die schnellen Spitzen der Ostmünsteraner nicht in die gefährlichen Räume kommen zu lassen. Die Dreierkette um Gerrit Göcking im Zentrum wurde von den Flügelspielern Luca Jungfermann und Dzan-Laurin Alic im Spiel gegen den Ball immer wieder unterstützt, sodass Nullacht häufig gezwungen war, lange Bälle zu spielen. Die besten Torszenen im ersten Durchgang hatten die Kinderhauser. Christoph Hunnewinkel rettete stark gegen Mike Liszka, den Nachschuss brachte Kreutzer nicht im Tor unter (14.). Kreutzer verpasste kurz vor der Pause nach Zuspiel von Corvin Behrens ebenfalls knapp einen Treffer (36.).

Im zweiten Durchgang schnürte Nullacht die Westfalia dann noch weiter in der eigenen Hälfte ein und hatte durch Benni Siegert die Riesenchance auf das 1:0. Der Ex-Preuße zwirbelte den Ball an den Pfosten (54.) und traf wenige Minuten später aus spitzem Winkel erneut das Aluminium (59.). Mit einem riskanten, aber fairen Tackling gegen den einschussbereiten Leon Schwarzer bewahrte zudem Philipp Hollenhorst die Seinen vor dem möglichen Rückstand (70.). Als Grütering schon unter der Dusche stand, hätte Corvin Behrens nach einem der vielen gefährlichen Kinderhauser Standards in der Schlussphase den Lucky Punch setzen können, doch Hunnewinkel meisterte seinen Volleyschuss mit einer Glanzparade (90.).

"Da darf er nicht Rot geben"

"Unser Plan ist aufgegangen", meinte Pielage. "Wir wollten Nullacht kommen lassen, standen hinten gut. Nur ein paar lange Bälle sind durchgekommen. Wir kommen aus keiner leichten Situation und müssen auch mal damit leben, keinen überragenden Ballbesitzfußball zu spielen. Die Nullachter stehen sehr gut in ihrer Ordnung, haben gute Fußballer dabei. Da kann man nicht erwarten, dass wir Harakiri spielen und vorne drauf gehen wie die Irren." 

Sein Kollege Mirsad Celebic ärgerte sich vor allem über den Platzverweis gegen Grütering. "Vor dem Platzverweis gab es drei ähnliche Aktionen von Kinderhaus. Da gibt er einmal Gelb und zweimal gar nichts, bei uns direkt Rot. Das war ein taktisches Foul. Da darf er nicht Rot geben." Mit dem Spiel der Seinen war er hochzufrieden. "Wir hatten sehr viel Ballbesitz, was schwer war bei einem so tief stehenden Gegner mit so viel Laufbereitschaft und Qualität. Wir haben alles versucht, mal mit flachen Pässen, mal mit Chip-Bällen in die Spitze. Die Räume waren mega dicht, Kinderhaus hat es gut gemacht. Es war ein schönes Derby, ich hätte lieber 6:6 gespielt, an uns lag es nicht..." 

Westfalia Kinderhaus - SC Münster 08     0:0
Westfalia: Beckers – Schwinn, Göcking, Wassmann – Gogoll (89. Göbel), Hollenhorst – Jungfermann, Behrens, Alic (80. Liebert) – Kreutzer, Liszka (67. Knemeyer)
08: Hunnewinkel – Celebic, Ricken, Böhmer, Schulte – Wüpping (70. Leser), Alves Duarte – Siegert (87. Lüntz), Breloh (54. Grütering), Hamsen – Schwarzer
Tore: Fehlanzeige
Rote Karte: Nullachts Grütering (76./grobes Foulspiel)

Nein, Benni Siegert ist nicht eingeschlafen. Dazu lieferte das Spiel trotz des Ergebnisses keinen Anlass. Hier ärgert sich der Nullachter nach einem Pfostenschuss.


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