Oberliga Westfalen
FCE Rheine trennt sich von Sobiech
von Christian Lehmann
(18.10.23) Das war's für Rainer Sobiech. Am Dienstag nach der 0:5-Klatsche des FC Eintracht Rheine gegen den 1. FC Gievenbeck griffen beim Oberliga-Vorletzten die üblichen Mechanismen der Branche. Der 45-Jährige ist nach Patrick Helmes (SF Siegen), Christian Britscho (SG Wattenscheid 09), Engin Yavuzaslan (SpVgg Vreden) und Christian Knappmann (TuS Bövinghausen) bereits der fünfte Trainer binnen weniger Wochen im Westfalen-Oberhaus, der seinen Stuhl räumt.
"Der Verein reagiert damit auf die enttäuschenden Ergebnisse und magere Punktausbeute. Nach zehn Spielen haben wir im Ergebnis nur sechs Punkte erreicht, zudem ist tendenziell, besonders nach der letzten deutlichen Niederlage in Gievenbeck, nicht erkennbar, dass der Trainer und Mannschaft die negative Entwicklung umkehren können", begründet der Klub die Demission Sobiechs in einer Vereinsmitteilung.
"Eine der schwierigsten Entscheidungen in meiner bisherigen Amtszeit"
"Zusammen mit unserem sportlichen Leiter und dem Vorstand haben wir diesen Entschluss gefasst, uns eint die Sichtweise, dass die Mannschaft nicht nur einen neuen Impuls, sondern auch eine Aufbruchsstimmung und neue Zuversicht benötigt", erklärt der FCE-Vorsitzende Uwe Laurenz. "Das vermeintliche „Alibi“, denn das Binnenverhältnis Trainer zur Mannschaft hat bis zuletzt gepasst, ist nun nicht mehr gegeben und die Jungs müssen sich an die eigene Nase fassen und schleunigst den Fußball in den Mittelpunkt stellen." Für Laurenz persönlich sei es "eine der schwierigsten Entscheidungen in meiner bisherigen Amtszeit" gewesen. "Ich schätze Rainer als Fußballexperten und Menschen. Der sportliche Erfolg muss für uns aber oberste Priorität haben, daher war die Entscheidung unumgänglich. Rainer hat sich aufgerieben in den zurückliegenden Monaten und alles gegeben um die Wende zum Positiven zu schaffen, leider ist das final nicht gelungen."
Sobiech zeigte sich enttäuscht, äußerte aber auch Verständnis für die Entscheidung der FCE-Verantwortlichen: "Natürlich bin ich im Moment sehr enttäuscht, aber aufgrund der aktuellen sportlichen Situation und der ausgebliebenen Ergebnisse kann ich diesen Schritt nachvollziehen. Ich wünsche dem Verein und der Mannschaft nur das allerbeste für die Zukunft."
In den nächsten zwei Wochen wird Vereinslegende Björn Laurenz die Mannschaft betreuen, bis dahin will der Klub eine Nachfolge-Lösung präsentieren. Laurenz kennt den Verein aus seiner Zeit als Spieler und Trainer, sowohl bei der ersten als auch bei der zweiten Mannschaft, wie kaum ein Zweiter. "Er ist über den derzeitigen Leistungsstand im Bilde, wird ab sofort alles dafür tun, gute Ergebnisse zu erzielen. Wir sondieren den Markt, führen Gespräche und werden im Team entscheiden, wer am besten zu uns passt, bezogen auf den Zeitraum sowie das Zeitfenster, dass uns zur Verfügung steht insgesamt keine leichte Aufgabe", heißt es in der Klubmitteilung abschließend.
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