Westfalenliga 1
2:3 gegen Schermbeck: Coesfeld macht's nochmal spannend
Von Robert Wojtasik
(30.11.14) Es sah es nach einem bitteren Nachmittag aus, dann wurde es noch mal richtig knapp: Eintracht Coesfeld unterlag am Sonntag dem SV Schermbeck mit 2:3 (0:3). "Wir waren dem 3:3 näher als Schermbeck dem 4:2", sagte Eintracht-Coach Erdal Dasdan. "Geht das Spiel zehn Minuten länger, holen wir einen Punkt."
Die Niederlage allein mit der fehlenden Zeit am Schluss zu erklären, wäre allerdings nur die halbe Geschichte. Coesfeld leistete sich in der ersten Halbzeit so manchen Schnitzer, was die Gäste konsequent abstraften. Ein Abschlag von Eintracht-Schlussmann Johannes Kasnatscheew landete vor den Füßen von Tim Dosedal, der sich diese Gelegenheit nicht entgehen ließ (0:1/12.). Jetzt gerieten die Hausherren defensiv erst recht ins Schwimmen und lagen nur sechs Minuten später mit zwei Toren hinten.
Coesfeld beweist Charakter
Nachdem Coesfelds Donovan Sladek, Dennis Paul und Kai Hemsing anschließend beste Torchancen ungenutzt gelassen hatten und Schermbeck unmittelbar vor dem Pausenpfiff das dritte Tor gelang, sah es zur Halbzeit nach einem richtig bitteren Nachmittag für die Gastgeber aus. Die beweisen jedoch nach dem Seitenwechsel Charakter und bliesen zur Aufholjagd.
Von Christian Drees unter Druck gesetzt, patzte Schermbecks Benedikt Helling. Sadek kam an den Ball und verkürzte in der 64. Minute. "Für den Spielverlauf wäre es besser gewesen, wenn das Tor zehn Minuten eher gefallen wäre", so Dasdan. Coesfelds Coach trieb seine Truppe weiter nach vorne, die rannte und versuchte und war nach einem Eigentor von Benedikt Jansen wieder dran (88.). Für mehr blieb aber keine Zeit.
Eintracht Coesfeld - SV Schermbeck 2:3 (0:3)
0:1 Dasdal (12.), 0:2 Nehlson (18.),
0:3 Scheuch (45.), 1:3 Sadek (64.),
2:3 Jansen (88./ET)