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Westfalenliga 1

Hiltrups Nils Kisker (2.v.l.) war mit einem Tor und einer Vorlage der Matchwinner gegen GW Nottuln. Fotos: Lehmann

Nils Kisker spuckt Jens Niehues in die Abschiedssuppe


Von Christian Lehmann

(25.11.23) Natürlich hätte sich Jens Niehues in seinem letzten Ligaspiel lieber mit einem Sieg verabschiedet. Nach der 0:2 (0:0)-Pleite beim TuS Hiltrup trug es der scheidende Trainer von Grün-Weiß Nottuln aber mit Fassung. Anders als im Hinspiel, das die Grün-Weißen noch deutlich mit 6:2 gewonnen hatten, erwiesen sich diesmal die Gäste als effektiver. Neben Hiltrups Matchwinner Nils Kisker hatte ausgerechnet ein Nottulner, der sonst für gewöhnlich die Kohlen aus dem Feuer holt, die meisten Aktien an der neunten Saison-Niederlage: der kickende "Co" Marvin Möllers.

In der 73. Minute war's eigentlich eine komplett harmlose Situation, die zur Führung der Hausherren führte: Kisker löffelte den Ball aus dem Halbfeld in Richtung des zweiten Pfostens. Stürmer Stan Schubert und Rechtsaußen Peter Effing wären aber niemals an den Ball gekommen. Möllers wollte zu seinem Torwart Christoph Hunnewinkel zurück köpfen, bemerkte aber nicht, dass dieser bereits aus seinem Kasten geeilt war - ein Slapstick-Tor getreu dem Motto "Nimm' Du ihn, ich hab ihn sicher!". Nur sechs Minuten später erwies sich erneut die Kombination Kisker/Möllers als toxisch für die Gäste. Hiltrups Achter klaute Nottulns Mittelfeldspieler den Ball im Aufbau, steuerte frei auf Hunnewinkel und überwand ihn mit einem ein wenig verunglückt aussehenden Chip-Ball (79.). Aber gut, drin ist drin. "War genau so gewollt", sagte der Torschütze später. 

Unruheherd Schubert 

Im ersten Durchgang hatten die Gäste mit variablem Positionsspiel und guter Organisation den etwas besseren Eindruck hinterlassen. Schon nach einer Minute scheiterte Max Picht völlig freistehend, kurz vor der Pause parierte dann Romain Böcker einen wuchtigen Freistoß von Dickens Toka glänzend (44.). Die Hiltruper wurden vor allem dann gefährlichen, wenn die Gäste den Ball verloren und Stürmer Stan Schubert an den Ball kam.

Die Hausherren kamen mit richtig Zunder aus der Kabine: Nils Johannknecht nahm es mit der halben Nottulner Hintermannschaft auf, kam durch und scheiterte im Eins-gegen-Eins an Hunnewinkel (48.). In der Folge übernahm aber GWN wieder das Zepter, verzweifelte in Person von Picht am bärenstarken Böcker (58.) und hatte Riesenpech bei einem Kopfball, den Fabian Schöne aus kurzer nicht richtig gedrückt bekam (60.). Dann knallte Kisker den Ball einfach mal vorne rein - und Möllers "vollendete". Nach dem zweiten Gegentore rannte Nottuln wütend an, hatte durch Peter Stüve, der freistehend aus zwölf Metern in Rücklage geriet und den Hiltruper Himmel jagte (87.) sowie erneut Picht, dessen Querpass-Versuch im Fünfer in letzter Minute geklärt wurde (90.), noch beste Chancen. Es sollte aber einfach nicht sein.

Während die Hiltruper die Momentaufnahme Platz drei nun in vollen Zügen genießen können, hofft Nottuln darauf, seinem scheidenden Cheftrainer Niehues nun wenigstens ein tolles Spiel und einen Sieg im Kreispokal gegen den VfL Billerbeck (Mittwoch, 20 Uhr am Helker Berg) als "Trostpflaster" schenken zu können. 

TuS Hiltrup - GW Nottuln     2:0 (0:0)
Tore:
1:0 Möllers (73./ET), 2:0 Kisker (79.)
Hiltrup: Böcker - Calascibetta, Brüggemann, Mittmann, Finkelmann, Yarokha (90. Jankhöfer) - Gockel, Kisker (90.+2 Dreinemann) - Effing (90.+2 Revermann), Schubert (90.+1 Meyering), Johannknecht (85. Lichte)
Nottuln: Hunnewinkel - Schöne, Böckmann,  Schultewolter, Toka - Möllers, Messing - Scheele (84. Bilski), Hesker,  Picht - Stüve

Eng ging's zu am Osttor - nicht nur in diesem Kopfballduell zwischen Joschka Brüggemann und Dickens Toka.

Trainerstimmen

Marcel Stöppel (TuS Hiltrup): Ein toller Abschluss, der den tollen fünf Monaten, die wir mit der Truppe verbracht haben, gerecht wird. Wir stehen deutlich über den Erwartungen. Das war heute ein Spiegelbild. Wir sind nicht die Mannschaft, die den Gegner in Grund und Boden spielt, aber wir haben uns voll reingehauen. Die Jungs geben 90 Minuten Gas, verteidigen mit viel Engagement. Dann entscheidet man auch mal so knappe Spiele. Es war ähnlich wie im Hinspiel: Wer das 1:0 macht, der gewinnt das Spiel. Wir haben eine solide, gute Leistung gebracht - auch wenn wir in der zweiten Halbzeit manchmal ein wenig zu passiv waren. Wir spielen das, was wir können. Das haben wir heute wieder getan. Wir sind so angelaufen, dass wir Balleroberungen im Zentrum haben. Das hat gut funktioniert. Für Nils Kisker freut's mich. Der hat lange nicht mehr getroffen - wurd' mal wieder Zeit. Das 2:0 war sehr wichtig, weil Nottuln brutal gefährlich ist. Wir haben am Freitag Weihnachtsfeier. Ich glaub', das wird viel Spaß machen. Wir haben Woche für Woche hart gearbeitet, die Jungs haben sich die freie Zeit absolut verdient.

Jens Niehues (GW Nottuln): Das Ergebnis ist sehr enttäuschend, keine Frage. Ich glaube, dass wir gerade auch in der zweiten Halbzeit die klar bessere Mannschaft waren, mit Ausnahme der ersten fünf Minuten haben wir nichts zugelassen. Aus dem Spiel haben nur unsere Fehler zu Chancen für Hiltrup geführt. Marvin war ein bisschen angeschlagen. Er wird wahrscheinlich heute Nacht im Bett liegen und sich Vorwürfe machen. Er hat aber schon viele Spiele abgeliefert, in denen er dafür gesorgt hat, dass wir drei Punkte geholt haben. Ich bin mit der Leistung zufrieden. Wir haben ein ordentliches Spiel gemacht, was Positionsspiel und Ballbesitz angeht - aber für Ballbesitz kann man sich nicht viel kaufen. Im Pokal wollen wir jetzt natürlich weiterkommen - aber da bin ich nicht so emotional dabei wie in einem Meisterschaftsspiel.



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