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Bezirksliga 7 - Anschwitzen

Enno Stemmerich wechselte vor eineinhalb Jahren von Blau-Weiß Aasee zu Westfalia Soest.

Bekannte Gesichter für den "Mannschafts-Opa"


Von Christian Lehmann und Fabian Renger

(08.10.20) Ein bisschen hat Enno Stemmerich schon gebraucht, bis er sich an die vielen neuen Mannschaften in der Bezirksliga 7 gewöhnt hat. Nach seinem Wechsel von Blau-Weiß Aasee zu Westfalia Soest hat der Mittelfeldspieler einen kleinen Kulturschock hinter sich. Dass zur neuen Saison mit dem VfL Wolbeck und der SG Telgte zwei Teams aus der einstigen Bezirksliga 12 rüber gerutscht sind, freut den 29-Jährigen.

"Es ist schön, mal wieder ein paar bekannte Gesichter zu sehen", sagt Stemmerich, der sich in seiner neuen Heimat inzwischen richtig gut zurecht findet. Einen Unterschied zu seinem münsteraner Ex-Klub, bei dem Stemmerich während seiner Studentenzeit kickte, stellt der Pädagoge im physischen Bereich aus. "Bei Aasee hatten wir auch einige schnelle Spieler, aber hier sind fast alle wahnsinnig fix unterwegs. Im Training habe ich da meine Probleme hinterherzukommen", sagt er lachend. "Schuld" daran, dass die Soester soviel Feuer im Hintern haben, könnte der alte Kunstrasenplatz "Ardey" sein. Auf dem platten, stumpfen und körnigen Geläuf war jede Grätsche mit Schmerzen verbunden. Und wer nicht will, dass Montagmorgens die Bettdecke am Oberschenkel festklebt, der läuft halt ein bisschen schneller. Mittlerweile ist die Westfalia aber ins Jahnstadion umgezogen, da tut das Grätschen dann nicht mehr so weh...   

Sich selbst bezeichnet Stemmerich inzwischen schon als "Mannschafts-Opa", am vergangenen Wochenende trug Stemmerich in Abwesenheit des "kämpferischen Leaders" Steffen Hinne-Schneider sogar die Kapitänsbinde. Dieser wertschätzenden Rolle will er auch auf dem Platz gerecht werden. "Ich versuche, die Jungs mit meiner Erfahrung mitzuziehen und zu sortieren, außerdem bin bei uns auch Ansprechpartner für junge und neue Spieler."

Mit dem Abschneiden des Geheimfavoriten - bisher gab's drei Siege, zwei Remis und keine Pleite - kann Stemmerich gut leben. "Obwohl wir zuletzt gegen Neubeckum lange in Unterzahl gespielt haben, hätten wir das Siegtor machen müssen. Mit unserer spielerischen Linie und taktischen Disziplin sind wir aber sehr gut untewegs", findet der Routinier. Einen großen Anteil daran habe auch Trainer Ibou Mbaye: "Er ist herausragend in den Gesprächen mit den Spielern, hat richtig viel Ahnung von Fußball und einen guten Plan."

 

Anschwitzen, der 6. Spieltag

SW Hultrop - TuS Oestinghausen (Samstag, 16 Uhr)
Gegen Wolbeck überzeugte der Oestinghausen. Nicht nur wegen der fünf Hütten, sondern vor allem aufgrund der Einstellung. Im Kreispokal flog die Mannschaft raus, Trainer Dierk Meincke pfefferte einen Appell in Richtung seiner Elf: Bitte macht das besser! Und siehe da: Sie hörte auf alles, was Meincke ihr mit auf dem Weg gegeben hatte.  Vor allem körperlich gegen den Ball agierte die Meincke-Gang hervorragend. Erst als Meincke ein paar Akteuren Spielzeit einräumte, die zuletzt hinten dran waren, war etwas die Puste raus. In Hultrop wird aber physische Arbeit wieder nötig. Mindestens in der Defensive, um den wahnsinnigen Torjäger Tobias Edler einzufangen.
Stemmerich: 0:3
Heimspiel-Tipp: 2:4

Westfalia Soest - SG Telgte (Sonntag, 15 Uhr)
"Es sah aus wie am Flipperautomaten." Telgtes Trainer Frank Busch wohnte in der vorigen Woche einem Match bei, das zunächst wie ein gutes Spiel begann und mit fortwährender Spieldauer immer und immer mieser wurde. Erst brach der Gegner SuS Cappel ein, später auch die Telgter selbst. Die SGT war mit dem Punkt aber zufrieden, ganze neun (!) Spieler haben Busch gefehlt. Das musst du erstmal kompensieren. Soest holte derweil zwar 'nur' einen Zähler in Neubeckum, war aber die bessere Mannschaft. Und das, obwohl Soest 77 Minuten in Unterzahl unterwegs war, Mohamed Lamine Kourouma flog mit Rot wegen einer Notbremse. Für Trainer Mbaye war der Punkt dennoch zu wenig. Soest überlief Neubeckum nämlich auch mit einem Mann weniger...
Stemmerich: Ich kenne Telgte ganz gut. Eine gute Truppe, aber wir gehen da mit gesundem Optimismus ran. Mein Kumpel Marius Schulz ist ja seit dieser Saison nicht mehr dabei. Vielleicht kommt er trotzdem gucken. Wir gewinnen mit 3:0
Heimspiel-Tipp: 2:1

SuS Cappel - BW Sünninghausen (Sonntag, 15 Uhr)
Flipperautomaten - das hatten wir schon angesprochen. Dieses Spiel Cappels in Telgte war sehr seltsam. Und Trainer Benedikt Bilstein musste Seltenes tun: Er wurde in der Halbzeitpause richtig laut. Das macht er sonst eher selten. Aber das Passspiel war ein absoluter Graus. Lauffaul war Cappel obendrein. So kannte Bilstein seine Farben überhaupt nicht mehr. Ganz anders verlief der Sonntag für Fabio Casu und BW Sünninghausen: Der erste Saisonsieg wurde eingetütet. Das tat nach mehrmaligen unglücklichen Spielverläufen richtig gut. Pro-Tipp an Cappel: Bei Eckstößen IMMER auch den kurzen Dienstweg versperren...
Stemmerich: 2:1
Heimspiel-Tipp: 2:1

VfL Wolbeck - RW Westönnen (Sonntag, 15 Uhr)
Zuhause: Hui! Auswärts: Pfui, pfui, oberpfui! Die Wolbecker können sich freuen, zuhause anzutreten. Dort holten sie sechs ihrer bisherigen sieben Zähler und zeigten sich meistens von ihrer schokoladigeren Seite. In der Fremde klappte bislang fast nie was. In Oestinghausen fehlte es auf dem Weg nach vorne an fast allen Ecken und Enden. Bemerkenswert: Nach 82 Minuten tausche der VfL Keeper Marc Klein - warum trägt der eigentlich die Nummer 38? Wir bitten um kreative Lösungen! - gegen dessen Ersatzmann Anis Lardi aus. Doch weder zwickte es in irgendeiner Körperregion noch war Klein zu schlecht drauf: Es war einfach eine Belohnung für den fleißigen Trainingsarbeiter Lardi. Kommt auch nicht alle Tage vor so ein Wechsel. Naja, zur ganzen Wahrheit gehört auch, dass sonst nur der spielende Co Florian Quabeck als Wechseloption zur Verfügung gestanden hätte - und der fühlt sich derzeitig noch nicht so als Verstärkung der Elf...
Stemmerich: Da bin ich gespannt, weil ich Wolbeck als spielerisch sehr stark einschätze. Westönnen ist für mich auch deutlich stärker, als es die Tabelle im Moment aussagt. 2:1, zwei Tore von Robin Westhues.
Heimspiel-Tipp: 2:0

SF Ostinghausen - SVE Heessen (Sonntag, 15 Uhr)
Spitzenspiel in Ostinghausen! Die englische Woche verlief für den SVE Heessen bisher prima. Dem 4:1-Sieg gegen den TuS Freckenhorst ließ das Team von Rouven Meschede am Mittwoch einen 2:0-Erfolg beim TuS Germania Lohauserholz folgen. Nun wartet die nächste schwere Aufgabe auf den Tabellenzweiten. "Wir müssen uns überlegen, wie wir Lars Schröder in den Griff bekommen", warnt Meschede im Vorfeld vor Ostinghausens Ausnahmespieler. Auch Friedrich Böhmer Schulte ist ein Unterschiedspieler, der dem Aufsteiger zu seinem genialen Start verholfen hat.
Stemmerich: 3:1
Heimspiel-Tipp: 1:1

TuS Freckenhorst - Hammer SpVgg II (Sonntag, 15 Uhr)
Als ehemaliger Warendorfer und Westkirchener ist Hamms Coach Robin Grosch besonders heiß auf die Partie im Feidiek. Derzeit sind die weiterhin ersatzgeschwächten Gastgeber auch zu knacken, zuletzt musste die Mannschaft von Trainer Christian Franz Pohlmann zwei Pleiten in Serie einstecken.
Stemmerich: 2:0
Heimspiel-Tipp: 2:0

TuS Germania Lohauserholz - SV Neubeckum (Sonntag, 15.30 Uhr)
Einen tollen Start hat der Aufsteiger aus Neubeckum hingelegt. Dabei kann sich die Mannschaft von Trainer Bengt Pfeiffer auf ihre bärenstarke Defensive verlassen, die in den bisherigen fünf Spielen erst drei Gegentreffer kassierte - Liga-Bestwert. Allerdings ist der Tabellenfünfte mit sechs erzielten Treffern auch nicht gerade als Tormaschine verschrien. Sogar noch zweimal weniger hat Lohauserholz getroffen, die Truppe von Jörg Fiebig und Torsten Skerra steht noch ohne Punkte da. Ein Grund für den schwachen Start: Das Schlusslicht musste Torjäger Gianluca di Vinti zu Westfalia Rhynern ziehen lassen.
Stemmerich: Neubeckum hat mir richtig gut gefallen. Die schmeißen sich in alles rein und geben nie auf. 0:2.
Heimspiel-Tipp: 1:3

SC Sönnern - Westfalen Liesborn (Sonntag, 16 Uhr)
Das letzte - und laut fussball.de-Aufzeichnungen auch einzige - Aufeinandertreffen der beiden Teams endete klar und deutlich 6:0 für den SC Sönnern. Am 15. September war 2019 war das. Frank Vollenberg und Lukas Lohmann schnürten jeweils einen Zweierpack, Yannick Hardes und Fabian Wengler erledigten die weiteren Hütten. Ein Blick in die aktuelle Torstatistik zeigt: Vollenberg (2), Wengler (2) und Hardes (1) waren bisher erfolgreich genauso wie einmal Sven Langenhorst. Lohmann wartet noch auf 'ne Hütte. Kurios: Laut fussball.de haben Wengler und Vollenberg nur jeweils einmal gebutzt. Hmm. Ein Fehler in der Matrix?
Stemmerich: 2:2
Heimspiel-Tipp: 4:4



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Kreisliga A Münsterland

Pl. MannschaftSp. TorePkt.
1    SV Mauritz 06 30    129:28 83  
2    FC Nordwalde 30    92:27 77  
3    SG Sendenhorst 31    91:28 77  
4    Germ. Hauenhorst 30    87:30 76  
5    VfL Billerbeck 30    88:28 71  

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