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Landesliga 4 - Doppelpass

Manchmal muss man auch mal mit dem Gesicht im Dreck landen: Neuenkirchens Robin Krümpel (r.) weiß, wie es geht. Foto: Lehmann

Krümpel: "Nur so geht es"


Von Malte Greshake

(14.08.22) Das war wohl der Inbegriff einer richtigen Reaktion: Vor dem Kracherderby gegen Vorwärts Wettringen stand Westfalenliga-Absteiger SuS Neuenkirchen mit dem Rücken zur Wand. Nach nur einem drei Punkten aus vier Spielen musste die Mannschaft von Tobias Wehmschulte und Thorsten Schmidt liefern. Und tat das auch. Mit einem 4:1 wurde der Nachbar nach Hause geschickt. Wir haben mit Neuenkirchens Dampflok Robin Krümpel, der selbst im Derby zum zwischenzeitlichen 3:1 getroffen hatte, gesprochen. Der 29-Jährige hat uns erklärt, wie er und seine Mitspieler rechtzeitig die Kurve bekommen haben. Und was jetzt im Liga-Alltag unbedingt nötig sein wird.

Robin, was machen deine Knochen nach Sonntag?
Krümpel: Die ersten Tage nach dem Spiel war es schon heftig. Aber mittlerweile geht es wieder. Trotzdem merkt man schon, dass man älter wird (lacht).

Vor dem Spiel hattet ihr erst drei Punkt gesammelt, zudem auch die vergangenen drei Ligaspiele in Folge verloren: Wie geil war dann dieser Sieg?
Krümpel: Das hat natürlich brutal gut getan und war richtig wichtig. Unser Kapitän, Julian Knocke, hat ja dann schon im Vorfeld gesagt, dass das Derby zur richtigen Zeit kommt. Mit dem Sieg konnten wir unseren schlechten Saisonstart vielleicht ein bisschen wettmachen. Ein Punkt oder einen Niederlage wären schon hart gewesen. Besonders, weil unser Selbstvertrauen in der letzten Zeit nicht so groß war.

Woran lag es bei euch, dass der Saisonstart so in die Binsen ging?
Krümpel: Wir haben in der Mannschaft viel darüber in der letzten Zeit gesprochen. Bei uns war es vor allem eine Einstellungssache. In den Spielen haben wir uns in den Umschaltsituationen nicht gut angestellt und auch die 50-50-Duelle nicht richtig angenommen. Da kam einfach richtig viel zusammen. Nach dem Auftaktsieg gegen Viktoria Heiden (4:0, Anm. d. Red.) wurde uns ja ganz schnell die Favoritenrolle zugesprochen. Aber dann hat sich der Schlendrian eingeschlichen. Auch darf man nicht vergessen, dass wir eine sehr junge Mannschaft haben und dann die Liga auch erstmal kennen lernen müssen. Da muss jetzt erst einmal ein Rädchen in das andere greifen.

Mit der richtigen Einstellung hat es dann also im Derby hingehauen?
Krümpel: Nur so geht es. Also, ich finde, wer mit einer falschen Einstellung in ein solches Derby geht, der muss sich eine andere Sportart suchen. Generell sollte man aber einfach genauso in jedes Spiel gehen. Die Atmosphäre war dann mit den ganzen Zuschauern trotzdem überragend. Zwischendurch mussten wir dann natürlich auch verteidigen und ordentlich leiden. Aber wir haben es geschafft, den Schalter umzulegen. Und meiner Meinung nach haben wir dann auch verdient gewonnen.

Fast 1200 Zuschauer waren da. Öffnet externen Link in neuem FensterIm "Spiel der Woche" von Tino Wermeling sah das schon eindrucksvoll aus. Hast du schon einmal vor einer solchen Kulisse gespielt?
Krümpel: Wir haben ja in der der letzten Saison im Kreispokalfinale gegen Eintracht Rheine gespielt, was auch schon richtig geil war. Das hört sich zwar immer doof an, aber genau für solche Spiele lebst du dann als Fußballer einfach. Das war schon besonders.

War das jetzt der Startschuss für euch? Am kommenden Sonntag steht das Spiel gegen die SpVg Beckum an.
Krümpel: Da geht es dann weiter, da müssen wir wieder direkt die richtige Einstellung finden. Egal, ob es 50 oder 1200 Zuschauer sind. Die Neuenkirchener Fans wollen einfach sehen, dass wir in jedem Spiel kämpfen und unser Herz auf dem Platz lassen. Wenn es dann nicht so läuft, lassen die uns das auch spüren. Aber in einem solchen Fall holen wir auch in der Landesliga nichts. Nur weil wir aus der Westfalenliga abgestiegen sind, heißt das nicht, dass wir direkt alles kurz und klein schießen. Die Jungs in dieser Liga können auch kicken. Aber wir haben gut trainiert und haben uns jetzt den Schub und das Selbstbewusstsein geholt.

Habt ihr denn als Absteiger den Druck oder sogar die Pflicht, direkt wieder in die Westfalenliga aufsteigen zu müssen?
Krümpel: Nein, eine Pflicht gibt es auf keinen Fall. Der Verein oder Vorstand hat uns in dieser Hinsicht nie etwas vorgeben. Natürlich gibt es welche, die sagen, dass wir direkt aufsteigen müssen, weil wir so lange in der Westfalenliga gespielt haben. Aber diese Stimmen kamen dann immer von außerhalb - auch von der Presse. Das Potential, um oben mitzuspielen, hat die Mannschaft aber. Dafür müssen bei uns nur alle fit sein. Malte Nieweler beispielweise hat gerade immer noch Probleme mit seinem Knie. Lukas Bahlmann hat die Seuche am Fuß und Joshua Roß steigt auch nach seinem Leistenbruch erst in zwei Wochen wieder ins Training ein. Wenn dir solche Leute im Training fehlen, wird es dann schwierig. Aber wenn alle wieder bei 100 Prozent sind, ist bei uns die Qualität auf jeden Fall vorhanden.



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