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Für Marius Kleine Schonnefeld und Eintracht Ahaus geht es im Derby gegen den FC Epe um wichtige Punkte. Foto: Lehmann

Verlieren verboten


Von Jakob Schulze Pals

(23.02.24) Marius Kleine Schonnefeld ist nicht nur studierter Bauingenieur aus Legden, sondern seit zweieinhalb Jahren auch Verteidiger in Diensten des SV Eintracht Ahaus. Und fragt man seinen Trainer Frank Wegener ist er noch viel mehr als das. „Ein Spieler mit absoluter Vorbildfunktion bei uns“, adelt ihn der Coach. „Auf und neben dem Platz ein Teamplayer ohne Ende und natürlich eine verlässliche Größe in unserem Spiel.“

Seitdem Wegener ihn im Sommer 2021 aus der Kreisliga A zur Eintracht holte, hat sich Kleine Schonnefeld zur festen Größe im Defensivverbund der Ahauser entwickelt. Abzusehen war das nicht unbedingt, erzählt er. „Ich kann mich noch sehr gut an mein erstes Landesligaspiel erinnern. Da durfte ich als Rechtsverteidiger direkt 90 Minuten gegen Sendens damaligen Stürmer Niklas Castelle ran. Nach dem Spiel dachte ich mir nur: Wenn das jetzt jeden Sonntag so läuft, kann ich im Winter direkt wieder in die Kreisliga gehen.“

Direkt ins kalte Wasser

Lief’s aber nicht. Erstens, weil Castelle heute Regionalliga spielt und zweitens, weil Wegener Kleine Schonnefeld trotzdem konsequent vertraute. „Dank der Truppe und des Trainers war die Eingewöhnung dann doch unkomplizierter als gedacht.“ Heute stehen 55 Landesligapartien zu Buche. Wovon die letzten zehn aber nur noch wenig Spaß gemacht haben. Denn Ahaus verlor davon ganze acht und krebst nach einem guten Saisonstart relativ überraschend im unteren Mittelfeld der Tabelle herum.

„Dabei haben wir zum Ende der Hinrunde teilweise besser gespielt als am Anfang“, merkt der Abwehrmann an. „Häufig hat uns das Spielglück gefehlt oder wir haben uns selbst um den Lohn gebracht.“ Ohnehin richten sie in Ahaus den Blick jetzt nach vorne. Bringt ja eh nix! Nachdem das Duell gegen den SC Altenrheine am vergangenen Wochenende abgesagt wurde, ist der Pflichtspielauftakt ins Jahr 2024 mit einem 1:0-Sieg im Pokal über den SuS Stadtlohn schon mal gelungen.

Und am Sonntag folgt direkt das nächste Highlight. Der FC Epe ist zu Gast in der Augenklinik Ahaus Arena. Derby! „Gerade aufgrund der Nähe, aber auch mit Blick auf die Tabelle ist da verlieren verboten!“, stellt Kleine Schonnefeld klar. „Wir haben im letzten Jahr zu Hause ein 1:5 kassiert, haben also auch noch eine Rechnung offen.“ Und auch Wegener läuft schon heiß: „Das wird ein megageiles Spiel mit vielen Zuschauern.“ 

Anschwitzen, der 18. Spieltag

VfL Senden – SpVg Beckum (So., 15 Uhr)
Nein, sagte Sendens Trainer Rabah Abed nach der jüngsten Heimniederlage gegen Deuten (1:2), wie man dieses Spiel verloren hat, das könne er sich ganz und gar nicht erklären. Sie sind mal wieder etwas ratlos beim VfL. Nicht zum ersten Mal in dieser Spielzeit. Spielerisch ist das zumeist schwer in Ordnung, was Senden auf den Rasen bringt. Nur irgendwie will der Ball zu selten ins Tor und landet gleichzeitig überdurchschnittlich häufig im eigenen. Kein guter Mix. Da kommt der nächste Gegner nicht gerade gelegen. Oder vielleicht doch? Keine Ahnung, wer weiß das schon? Die Spielvereinigung aus Beckum ist so ungefähr die größte Wundertüte in dieser Wundertüten-Liga. Aus den vergangenen fünf Partien holten die Beckumer vier Siege. Auch Torjäger Ogün Gümüstas (17 Treffer) scheint gerade Zeit zu haben, traf zuletzt doppelt. Trotzdem: Was den VfL da am Sonntag erwartet, weiß eigentlich niemand so genau.
Kleine Schonnefeld: 2:1
Heimspiel-Tipp: 3:1

Eintracht Ahaus – FC Epe (So., 15 Uhr)
„Da sein, wenn die Bayern schwächeln.“ Diesen Satz wollte ich schon immer mal in einem Anschwitzen unterbringen. Der FC Epe ist vom großen FC Bayern zwar so weit entfernt wie ich von einer Gehaltserhöhung oder einem Lob. Worauf ich aber hinaus möchte, ist, dass es niemand in dieser Liga so gut versteht, in den besonders wichtigen Spielen konsequent abzuliefern – „da“ zu sein - wie der FC Epe. Gerade erst wieder vergangene Woche geschehen im Tabellennachbarduell mit Ibbenbüren (2:1). Philipp Hörst machte dabei in der 87. vom Punkt den Dreier klar. Mittlerweile verkehrt der FC mit sechs Punkten Vorsprung vor Lokalrivale und Abstiegsplatzinhaber Vorwärts Epe im gesicherten Mittelfeld. Im Oktober war man noch Letzter, dann kamen die wirklich wichtigen Spiele.   
Kleine Schonnefeld: 2:1
Heimspiel-Tipp: 2:2

TSG Dülmen – SV Dorsten-Hardt (So., 15 Uhr)
Pflichtspielauftakt für die TSG, nachdem das Topspiel beim SuS Neuenkirchen am vergangenen Sonntag den vorangegangenen Regenfällen zum Opfer gefallen war. Dafür testete die Mannschaft von Trainer Manfred Wölpper unter der Woche gegen Landesligist Westfalia Herne. Gab einen 5:3-Sieg, unter anderem mit Toren von Noah Ivanovic und Alexander Kock. Namen, die bereits in der Hinrunde regelmäßig unter den Torschützen zu finden waren. Die TSG ist bereit.   
Kleine Schonnefeld: 2:2
Heimspiel-Tipp: 4:1

Vorwärts Epe – SuS Neuenkirchen (So., 15 Uhr)
Auch Neuenkirchen durfte nicht spielen, auch Neuenkirchen suchte sich einen anderen Spielpartner. Westfalenligist Hiltrup war so gnädig. Bereits der zweite Testkick gegen den TuS in dieser Vorbereitung. Wie schon das erste Aufeinandertreffen (0:0) ging auch dieses Spiel unentschieden aus, 1:1. Bei Kellerkind Vorwärts Epe ist der Spitzenreiter darüber hinaus fraglos Favorit. Vorwärts hat derzeit mit einer dünnen Personaldecke und mangelnder Chancenverwertung zu kämpfen. Aber wenn was geht bei den Eperanern, dann daheim. Elf ihrer 17 Punkte holten sie zu Hause.   
Kleine Schonnefeld: 1:4
Heimspiel-Tipp: 2:3

SG Borken – TuS 05 Sinsen (So., 15 Uhr)
Vorletzter gegen Letzter. Es geht schlicht um Existenzen.
Kleine Schonnefeld: 1:1
Heimspiel-Tipp: 0:0

Rot-Weiß Deuten – Vorwärts Wettringen (So., 15:15 Uhr)
Das Topspiel des Wochenendes. Hier trifft immerhin der Vierte auf den Fünften. Mit Spektakel sollten die Zuschauer aber nicht unbedingt rechnen. Schließlich kassierte Wettringen die zweitwenigsten Gegentore der Liga (24), Deuten nur eines mehr. Beim Erzielen von Toren gehören beide Teams dagegen nur zum unteren Mittelfeld. Wie gemacht also für Taktikliebhaber. Läuft eines der Teams im 4-2-2-2 auf Pressinglinie 1 an und schaltet nach Ballgewinn über den ballfernen Zehner um? Und welche Mannschaft kippt im Ballbesitz in eine Dreierkette mit einem asymmetrischen Linksverteidiger und breitziehendem linken Zehner ab? Fragen, denen ich nachgehe, während ich am Spielfeldrand in eine Bratwurst beiße.   
Kleine Schonnefeld: 0:1
Heimspiel-Tipp: 1:0

Westfalia Gemen – SC Altenrheine (So., 15:30 Uhr)
Heimspiel ausgefallen? Kein Problem für den SCA. Die Mannschaft von Trainer Marc Wiethölter fiedelte stattdessen kurzerhand den A-Ligisten Arminia Ibbenbüren mit 5:0 auseinander. Ein gelungener Aufgalopp für den Pflichtspielauftakt gegen Westfalia Gemen. Der hat es schließlich in sich. Gemen ist Dritter. Doch wenn die Westfalia verwundbar ist, dann auf jeden Fall zu Hause. Vier ihrer sechs Niederlagen kassierten sie daheim. Da geht was.
Kleine Schonnefeld: 2:1
Heimspiel-Tipp: 1:2

Ibbenbürener SpVg – Borussia Münster (So., 15:30 Uhr)
War für beide Teams nur ein mittelprächtiger Start ins Jahr. Borussia Münster spielte zu Hause 0:0 gegen Borken. Da war viel mehr drin. Ibbenbüren ließ sich nach zwischenzeitlicher Führung vom FC Epe abkochen (1:2). Da kommt der ISV ein Heimspiel gerade recht. 15 ihrer 23 Zähler sammelte die Spielvereinigung schließlich zu Hause. Gleichzeitig spielt die Borussia nur ungern in der Fremde. In acht Auswärtspartien erzielten die Münsteraner gar erst fünf Törchen.   
Kleine Schonnefeld: 1:1
Heimspiel-Tipp: 3:2



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Kreisliga A Münsterland

Pl. MannschaftSp. TorePkt.
1    SV Mauritz 06 24    104:19 65  
2    Germ. Hauenhorst 24    78:25 63  
3    SG Sendenhorst 24    72:20 62  
4    VfB Alstätte 24    64:19 62  
5    FC Nordwalde 23    72:22 58  

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