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Westfalenliga 1

Nottulns Henning Klaus (l.) bearbeitet Kinderhaus' Fabian Witt. Foto: Greshake

Toka ist Westfalias Albtraum


Von Fabian Renger

(30.10.22) "Das Kopfkino fängt erst heute Nacht an." Holger Möllers, Trainer von Westfalia Kinderhaus, konnte einem schon fast Leid tun. Seine Mannschaft führte mit 3:1 auswärts bei GW Notulln. Lange hatte diese Führung Bestand. Bis die Hausherren in der 91. und 95. Minute doch noch zuschlugen und sich irgendwie noch einen Punkt krallten. Endstand: 3:3. Falls Möllers in seinen Träumen wirklich von dieser Begegnung träumen sollte, dann wird er vor allem von Dickens Toka Albträume kriegen.

Der erzielte das 3:3 in der 95. Minute. Nottuln kombinierte sich richtig schön durchs Zentrum, es ging "Patsch, Patsch, Patsch" und schon schloss Toka - wohlgemerkt mit seinem schwachen rechten Fuß - ab. Der Rest war Jubel - und weitere fünf Minuten Nachspielzeit, in denen aber nichts mehr passierte. Insgesamt wurde rund 100 Minuten gespielt. Nottulns Oliver Leifken trug zwischenzeitlich eine Platzwunde davon, die Verletzungspause dauerte.

Haverland mit der Hacke

Die Partie begann derweil gut aus Kinderhauser Sicht. Nottuln wirkte anfangs zu lässig im Passspiel und leistete sich ein paar Ballverluste zu viel. Aus einem entstand das 1:0 der Westfalia. Luis Haverland beförderte die Hereingabe von Außen mit der Hacke (!) über die Linie (5.). Ein richtig schönes Tor.

Mit zunehmender Spieldauer groovten sich die Grün-Weißen aber ein. "Wir kriegen dann deutlich mehr Spielanteile, kontrollieren das Spiel, spielen geduldig und machen es eigentlich gut", so GWN-Coach Roland Westers. Uneigentlich machte es Dickens Toka gar nicht gut. Mehrfach ließ der dickere Kopfballchancen liegen. Erst im wiederholten Versuch war es dann doch mal soweit. Eine Ecke musste dafür herhalten, Tokas Köpfchen auch - 1:1 (33.). Ob der Junge heute Nacht Kopfschmerzen hat?

Egal. Anderes Thema. Kurz vor der Pause kam's dann zu einem Kuriosum. Semih Daglar setzte seinen Körper clever ein und behauptete die Kugel etwa zehn von der Grundlinie entfernt. Der Weg war frei, Nottuln hätte eine günstige Situation in der Box gehabt, wenn Daglar weitergelaufen wäre. Doch weil der Kinderhauser Kontrahent strauchelte und liegen blieb, stellte Daglar kurzzeitig den Betrieb ein. Fairplay - allerdings etwas überstrapaziert. Seis drum.

Kinderhaus übernimmt nach der Pause

Nach der Pause war Kinderhaus am Drücker. "Wir haben Nottuln viel höher angelaufen und kamen zu viel mehr Ballgewinnen", berichtete Möllers. Zwei Tore waren der Lohn: Haverland besorgte das 2:1 (63.), Kevin Schöneberg markierte das 3:1 (68.). "Wir haben es versäumt, den Sack zu zu machen", ärgerte sich Möllers. "Uns fehlte die Abgezocktheit, den Deckel drauf zu machen." Jendrik Witt hatte die wohl fetteste Chance, als er freistehend vor GWN-Schnapper Malte Wilmsen den Ball übers Tor beförderte. Ein 4:1 wäre wohl die Entscheidung gewesen.

"Wir kamen nicht richtig für was in Frage", sah auch Westers bis zur Schlussphase eine bessere Gästemannschaft. Doch nach diversen Wechseln bekam seine Elf vorne plötzlich wieder Zugriff. Nach einer Flanke von der rechten Seite köpfte Lennart van Deenen schließlich zum 2:3 ein (90+1.). Jetzt hatte Nottuln Blut geleckt - und kam ja nachher wenigstens noch zum Punkt. Viel Spaß beim Kopfkino, Herr Möllers...

GW Nottuln - Westfalia Kinderhaus 3:3 (1:1)
0:1 Haverland (5.), 1:1 Toka (33.)
1:2 Haverland (63.), 1:3 Schöneberg (68.)
2:3 Van Deenen (90+1.), 3:3 Toka (90+5.)



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