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Quickies

Der BSV Brochterbeck um Nivethan Thayaharan (r.) blieb im ersten Spiel unter Maik Slootz ungeschlagen. Gegen den SV Uffeln (hier Mirco Rethmann) hieß es nach 90 Minuten 1:1. Foto: Lehmann

Steinbecker Flaute hält an


Von Fabian Renger

(09.04.24) Die dritte Niederlage am Stück, die sechste aus den letzten acht Spielen: Der Trend ist aktuell definitiv nicht GW Steinbecks Friend. Woran liegt's? "Sehr schwer zu beantworten", so GWS-Co-Trainer Timo Schmiemann. "Aktuell haben wir kein Rezept und keine Begründung dafür, woran es liegen kann. Es ist der absolute Wurm drin, defensiv und auch offensiv. Mittlerweile ist das aber auch ein Selbstvertrauen-Ding. Es muss sich jeder an die eigene Nase fassen." Personeller Natur ist die Misere nicht: Es gibt so gut wie keine Langzeitverletzten mehr, abgesehen von wenigen Ausnahmen wie etwa Oliver Schmerge. Beim 2:3 in Velpe feierte beispielsweise Bastin Determeyer sein Comeback.

In Velpe enstanden die Gegentreffer auf eher unglücklichem Wege. Beim 0:1 misslang der Versuch, hinten rauszuspielen und endete in einem desaströsen Fehlpass.  Beim späteren 2:2 lag ein Querschläger im Mittelfeld vor, beim 2:3 ließ sich Steinbeck vom Kellerkind leicht auskontern. "Es ist die totale Verunsicherung drin, das ist der absolute Wahnsinn", seufzte Schmiemann. Zuletzt gab es Pleiten gegen Halverde, Hopsten und eben Velpe. Nach dem heißen Derby gegen den Vorletzten aus Recke geht's für GWS in Kürze nacheinander gegen Bevergern, Uffeln und Esch I. Oha. Noch sieht die Tabelle akzeptabel aus. Steinbeck ist Vierter, der Relegationsplatz drei (Arminia Ibbenbüren II) ist nur drei Punkte entfernt. Das erscheint möglich. Der Zug auf Platz zwei (Stella Bevergern) ist jedoch inzwischen abgefahren. Acht Punkte holt Steinbeck wohl nicht mehr auf.

"Wir haben aktuell keine Ansprüche, da oben ein Wörtchen mitreden zu dürfen. Mit der Statistik spielen wir eher wie ein Absteiger", so Schmiemann, der derzeit keinen Blick auf Tabellen oder Ergebnisse wirft. "Vielleicht ist so ein Derby genau so ein Spiel, wo wir mal den Bock umstoßen können."

Quickies, 22. Spieltag

TuS Recke II - TGK Tecklenburg 4:4 (2:2)
So ein ganz normales Fußballspiel, das kriegen die Kobbos wohl nicht mehr hin in diesem Leben. Aber Reckes Coach Bernd Suthoff schickte erstmal Lob in Richtung Berg: "Im Endeffekt war's ein unheimlich faires Spiel von zwei Mannschaften, die ums nackte Überleben kämpfen." Unheimlich fair - und auch unheimlich abwechslungsreich. In der ersten Viertelstunde ging Recke nicht nur in Führung, sondern auch verschwenderisch mit den Großmöglichkeiten um (Luka Tenberg traf den Pfosten, Leander Steffen schoss vorbei). "Irgendwann hatten wir einen Bruch im Spiel", stöhnte Suthoff. Durch zwei Standards (Strafstoß/Ecke) lag Recke plötzlich hinten. Mit dem Halbzeitpfiff schlugen die Hausherren wieder zurück: Ein schöner Spielzug über Rechtsaußen und am Ende schoss Philipp Windoffer zum 2:2 ein. Ein maximal unterhaltsames Match. In der zweiten Halbzeit ging's so weiter. Reckes Defensivverhalten blieb konfus, die Kobbos zogen auf 4:2 davon. Suthoff ging All-In, stellte auf Dreierkette um und warf alles nach vorne. Mit Erfolg: Erst verkürzte Tenberg, dann lief die Nachspielzeit, in der Erik Goecke aus dem Gewühl heraus zum 4:4 abstaubte. Wahnsinn. Fast wäre gar noch das 5:4 gelungen. "Für mich ist der Punkt zu wenig, aber es ist gut, dass die Jungs den Kopf nicht in den Sand gesteckt haben. Jetzt heißt es: Kräfte mobilsieren und ab ins Derby gegen Steinbeck", so Suthoff.
Tore: 1:0 Tenberg (13.), 1:1 Kocaman (33./FE)
1:2 Sundermann (40.), 2:2 Windoffer (45+1.)
2:3 Löneke (62.), 2:4 Kocaman (78.)
3:4 Tenberg (83.), 4:4 E. Goecke (90+2.)

SC VelpeSüd - GW Steinbeck 3:2 (1:2)
Dank des vierten Siegs in Folge kletterten die Velper auf Platz zwölf. Stark. "Es ist noch ein harter Weg, wir haben noch acht Spiele und es wird schon eine enge Nummer bis zum Ende", so Velpes Coach Dominik Sickendieck. Seine Elf kam nicht gut rein und ging trotzdem durch Christian Zwinger in Führung - profitierte dabei aber von einem kapitalen Fehlpass der Gäste. Im Laufe der ersten Halbzeit verpassten Markus Hinterberg und Christian Zwinger eine weitere Hütte für die Hausherren (Latte/GWS-Keeper Cedric Chronz parierte). Steinbeck war treffsicherer. Malte Goltsche und Jannes Determeyer sorgten für die Halbzeitführung des aktuell strauchelnden Tabellenvierten. "Wir waren in der zweiten Halbzeit besser als Steinbeck und hatten das Spiel unter Kontrolle", so Sickendieck. Das Problem: Daniel Nagel und auch Marcel Teepe scheiterten abermals an Chronz. GWS hatte indes Probleme, ins letzte Drittel zu kommen. Der 2:2-Ausgleich durch Nagel war schließlich verdient. Und einen hatte Velpe noch parat: Konter über rechts, Flanke von Pierre Teepe an den Pfosten zu Cornelius Robin - 3:2, 89. Minute. Velpe ist jetzt viertbestes Rückrunden-Team.
Tore: 1:0 Zwinger (22.), 1:1 Goltsche (26.)
1:2 J. Determeyer (38.), 2:2 Nagel (70.)
3:2 Robin (89.)

Teuto Riesenbeck III - SW Esch 0:5 (0:2)
Teuto hatte die Grün-Weiße Nacht von Samstag in den Knochen und kam für wenig bis nichts Zählbares gegen den Ligaprimus aus Esch in Frage. Zwei fixe Tore und eine beruhigende 2:0-Führung nach 21 Minuten spielte Esch natürlich in den Karten. "Wir haben es bis zur Halbzeit und auch in der zweiten Hälfte gut heruntergespielt", so SWE-Coach Emanuel Beckmann-Smith. Mangels Alternativen stellte er mit Timo Beyer einen Sechser in den Sturm. "Das hat er vorne sehr gut gemacht und sich sehr gut zwischen den Ketten bewegt", lobte "Becks". Beyer bedankte sich mit dem Treffer zum 3:0 und einem Assist vorm 1:0. Aarton Kortmeyer war ebenfalls an drei Toren beteiligt: Zweimal direkt, einmal indirekt, den Elfer zum 4:0 holte er raus. Läuft also in Püsselbüren. Die 100-Tore-Marke ist nun auch geknackt. Der Vorsprung auf den Relegationsplatz beträgt inzwischen 16 Punkte. Bei noch acht ausstehenden Spielen kann allmählich mit dem Rechnen begonnen werden.
Tore: 0:1 Kortemeyer (4.), 0:2 Oelgemöller (21.)
0:3 Beyer (51.), 0:4 Brinkhues (69./FE)
0:5 Kortemeyer (82.)

Stella Bevergern  - SW Esch II 6:0 (4:0)
Die beste Nachricht der Gastgeber gab's vor dem Spiel. Ben Gashi hat sich trotz anderer Angebote für einen Verbleib bei Stella entschieden. Das teilte er seinen Teamkollegen vorm Anpfiff mit. Es wirkte so, als habe das was aus dem Tabellenzweiten gemacht. "Es war ein überragendes Spiel", lobte Stellas Trainer Thomas Overmeyer. Seine Elf hatte gefühlt 65-70 Prozent Ballbesitz, spielte die Tore prächtig raus. Beim 1:0 waren Chris Jones und Gashi beteiligt, Kevin Schlautmann fungierte als als Vollstrecker. Marcel Spanier erhöhte auf 2:0 nach einer schönen Brustabnahme. Fabiano Niehaus (Abpraller) sowie Pascal Thele (Ecke) erhöhten vor der Pause.  "Es war auch in der Höhe verdient. Wir haben Esch und den Ball gut laufen lassen", so Overmeyer. In der zweiten Hälfte legten Jones und Niehaus noch nach. Unschön: Ausgerechnet Ben Gashi flog später runter. Er hatte sich in einer Diskussion wohl im Ton vergriffen. Ein Wermutstropfen. Da die Verfolger Arminia II (Dritter) und Steinbeck (Vierter) Federn ließen, hat Stella nun fünf Punkte Vorsprung auf Platz drei. "Wir wollen demütig bleiben, aber das war natürlich ein Spieltag wie gemalt", so Overmeyer. Aus Verletzungsgründen muss er nun wohl erstmal auf Linus Kordsmeyer verzichten.
Tore: 1:0 Schlautmann (3.), 2:0 Spanier (9.)
3:0 Niehaus (22.), 4:0 Thele (33.)
5:0 Jones (54.), 6:0 Niehaus (65.)
Bes. Vorkommnis: Gelb-Rote Karte für Bevergens Ben Gashi (Verbale Entgleisung/57.)

BSV Brochterbeck - SV Uffeln 1:1 (0:1)
Maik Slootz ist und bleibt ein Nicht-Verlierertyp. In der Rückrunde der Vorsaison sprang er beim BSV als Interimstrainer ein und blieb in 14 Spielen ungeschlagen. Auch jetzt ist er wieder gefordert - das Debüt ging natürlich nicht verloren. Kann ja auch gar nicht anders. "Man fühlt sich dem Verein und der Mannschaft verbunden", hält Slootz den Ball aber flach. Im Gegensatz zur 2:4-Pleite gegen Hopsten im Nachholspiel unter der Woche machte Brochterbeck jetzt eine bessere Figur. "Insgesamt war's okay. Mit einer besseren Chancenverwertung hätte man vielleicht auch drei Punkte mitnehmen können, aber es war kämpferisch eine Steigerung zu sehen", so Slootz. Beide Teams begegneten sich auf Augenhöhe, auch Uffeln hatte durchaus ein paar nennenswerte Möglichkeiten in petto und ging durch Janek Unnerstall nach 23 Minuten in Führung. Das Brochterbecker Ausgleichstor resultierte schließlich aus einem Eigentor. "JP" Koliska flankte den Ball scharf von Außen auf den langen Pfosten, Kai Brunsing verlängerte die Kugel unglücklich ins lange Eck. Weil Brochterbecks Pitt Hoge und Tom Bruns das mögliche 2:1 verpassten, blieb es dabei.. Brochterbeck bleibt Fünfter und damit 'Best of the Rest'. "Wir wollen natürlich nicht weiter absacken und - wenn möglich -so weit wie möglich nach oben rutschen." Da kann mit Slootz ja nicht viel schieflaufen...
Tore: 0:1 Unnerstall (23.), 1:1 Brunsing (65./ET)

SV Halverde - Arminia Ibbenbüren II 2:2 (1:0)
Gut, wer einen Marco Schneider und einen Tobias Kalkmann in seinen Reihen hat. Schneider brachte den HSV mit 1:0 in Führung. "Ein typisches Schneider-Tor", so Halverdes Mannschaftsverantwortlicher Franz-Josef Garmann. Schneider drehte sich einmal um die eigene Achse und knallte die Kugel nach 33 Minuten ins Netz. "Unser Torgarant. Aber die Jungs knien sich insgesamt schon alle rein", so Garmann. Glücklich war die Führung durchaus. "Arminia war die erwartungsgemäß spielstarke Mannschaft", lobte Garmann. Sein Altherren-Schnapper Burkhard Meyer im Kasten hielt oft die Null fest, dann kam Schneiders Auftritt und die Halbzeitführung. In der zweiten Hälfte drehte Arminia endgültig auf und den Spielstand um - 1:2. Absolut verdient. Doch das war noch nicht der Schlusspunkt. "Dann muss man sagen: Das 2:2 macht auch nur Kalki", freute sich Garmann. Gemeint war Tobias Kalkmann. Der setzte sich auf der linken Seite gut durch und sah, dass Gäste-Keeper Simon Keller zu weit vor seinem Kasten stand. Also fackelte Kalkmann nicht lange und haute den Ball aus einem unmöglichen Winkel aus einer unmöglichen Entfernung in die lange Ecke ins Netz. Minute 74. Der Endstand. "Die Erlösung", so Garmann. "Wir konnten das 2:2 dann mit etwas Glück über die Zeit retten." Es brannte nämlich häufiger noch lichterloh vor Meyer, aber Garmann betonte: "Das Glück ist mit den Fleißigen."
Tore: 1:0 Schneider (33.), 1:1 Brune (51.)
1:2 Heeke (67.), 2:2 Kalkmann (74.)

Außerdem spielten:

SC Hörstel - Falke Saerbeck II 0:5 (0:3)
Tore: 0:1 Beermann (20.), 0:2 Beermann (21.)
0:3 Helmer (28.), 0:4 Röhl (60.)
0:5 Kuchheuser (68.)
Bes. Vorkommnis: Rote Karte für einen Hörsteler (75.)

Cheruskia Laggenbeck II - Westfalia Hopsten II 2:1 (1:1)
Tore: 0:1 Veerkamp (11.), 1:1 Mantler (11.)
2:1 Burghardt (70.)

Velpes Miguel de Jesus Oliveira (l.) und Steinbecks Nico Kewe begutachten den Ball. Foto: GWS


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Kreisliga A Münsterland

Pl. MannschaftSp. TorePkt.
1    SV Mauritz 06 29    124:24 80  
2    FC Nordwalde 29    88:24 74  
3    SG Sendenhorst 30    86:27 74  
4    Germ. Hauenhorst 29    84:28 73  
5    VfL Billerbeck 29    86:25 71  

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