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Kreisliga A

Mit Elfmeter-Wut im Bauch zum Sieg


Von Julian Schimmöller

(17.10.21) Es hätte ein Knackpunkt im negativen Sinne werden Können: In der Nachspielzeit der ersten Hälfte kassierte die ISV-Reserve gegen den VfL Ladbergen durch einen strittigen Elfmeter das 2:2 und verpasste so eine Halbzeitführung. Doch die Hausherren wandelten die Wut über die Entscheidung in positive Energie um, zündeten nach der Pause ein wahres Chancen-Feuerwerk und fuhren letztendlich einen hochverdienten 5:2 (2:2)-Heimsieg ein, durch den ein Platz in der oberen Tabellenhälfte vorerst gefestigt wurde.

Besagte Elfmeterszene ereignete sich nach einem Ladbergerner Halbfeld-Freistoß, als sowohl VfL-Angreifer Mete Yilmaz als auch ISV-Torhüter Lukas Egbert den Ball verpassten und zusammenrauschten. Viel mehr als die Bewertung des Zusammenpralls störte die Hausherren aber, dass Yilmaz zuvor aus ihrer Sicht klar im Abseits stand. Referee Jürgen Santel beurteilte das anders und zeigte unter lautstarken Protesten auf den Punkt, Ladbergens Kapitän Marcel Witzke verwandelte sicher (45.+3). "Ich habe dann in der Halbzeit gesagt, dass wir uns nicht weiter mit dem Elfmeter beschäftigen sollen und defensiv konsequenter verteidigen müssen", schilderte ISV-Coach Steffen Büchter, der selber knapp 60 Minuten auf dem Grün stand, seine Kabinenansprache.

Die fruchtete: Die Gastgeber kamen mit Wut im Bauch zurück auf den Platz und ließen Ladbergen kaum Luft zum atmen. Nach einem Büchter-Solo kam Mervin Litaj im Rückraum zum Abschluss und scheiterte an VfL-Schnapper Levin Lukas (46.), zwei Minuten später fand Simon Kock Litaj erneut im Rückraum, diesmal ging der Ball drüber. Erneut keine 60 Sekunden später flankte Litaj, der Querbalken verhinderte ein Eigentor von Patrick Stolz. Die überfällige Führung gelang dann kurz darauf Jost Feldhaus, der von halbrechts ins lange Eck traf (50.).

Starkes Towart-Debüt von Youngster Lukas

Die ISV blieb weiter dran und erhöhte: Niklas Pollok fand mit einen schönen Chipball hinter die Kette Litaj, dessen Querpass Marius Bücker nur noch über die Linie drücken musste (58.). Mehrfach Kock, Pollok und auch Feldhaus ließen anschließend reihenweise dicke Chancen liegen und scheiterten immer wieder an Lukas im VfL-Tor. Der freigeholte A-Junior gab sein Debüt und bekam ein Sonderlob vom Coach Stefan Kilfitt: "Das war ein richtig starker Einstand."

Einmal war im zweiten Durchgang allerdings auch Lukas noch chancenlos: Joker Mahsun Aktürk wurde im Sechzehner von Timon Will abgeräumt, Matze Eiter traf vom Punkt zum 5:2-Endstand (83.). "Ein verdienter Sieg, hinten raus musst du eigentlich sogar noch höher gewinnen", sah Büchter einen klar verdienten Dreier. Dem stimmte auch Kilfitt zu: "Insgesamt war die ISV heute einfach zu stark für uns, vor allem in der zweiten Halbzeit haben die ein richtig starkes Spiel gemacht."

Büker-Verletzung sorgt für Schock

Dafür, dass sein Team im zweiten Durchgang nicht mehr so dagegen halten konnte wie im ersten, hatte Kilfitt Verständnis: "Die schwere Verletzung von Thomas Büker steckt so eine junge Mannschaft wie unsere nicht so mal eben weg, da fehlte vielleicht ein wenig die Konzentration." Büker hatte sich nach rund 35 Minuten übel das Knie verdreht und musste unter großen Schmerzen vom Krankenwagen abtransportiert werden. Gute Besserung an dieser Stelle!

Die Büker-Verletzung war derweil der negative Höhepunkt einer ansonsten unterhaltsamen ersten Hälfte: Will hatte Ladbergen nach Hereingabe von Steffen Weikert in Führung gebracht (12.), Weikert selbst mit einem Pfosten-Freistoß das 2:0 knapp verpasst (16.). Dann drehten Litaj nach Vorlage des omnipräsenten Bücker (23.) und Bücker selbst, der nach Pollok-Vorlage von rechts nach innen zog und ins kurze Eck vollendete (35.), das Spiel. Es folgte der Elfmeter zum 2:2 - und eine furiose zweite Hälfte der Hausherren.

Ibbenbürener SpVg. 08 - VfL Ladbergen 5:2 (2:2)
0:1 Will (12.), 1:1 Litaj (23.)
2:1 Bücker (35.), 2:2 Witzke (FE, 45.+3)
3:2 Feldhaus (50.), 4:2 Bücker (57.)
5:2 Eiter (83.)



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