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Niklas Pollok (l.) zog die Fäden im Mittelfeld der ISV.

Arminias Derby-Albtraum


von Marlon Esch

(31.08.18) Fünf Minuten war das Spiel alt, als Maximilian Walkenhorst Leon "Leno" Küthe von der ISV im Tor zum ersten Mal prüfte. Danach sahen die rund 230 Zuschauer ein Spiel auf ein Tor - und zwar auf das der Arminia. Steffen Büchter und Marvin Hagemann hatten so richtig Spaß und spielten den Gegner das ein oder andere Mal schwindelig. Dass das Spiel kurz nach der Pause entschieden war, lag auch daran, dass die Arminen Geschenke verteilten. Die ISV fuhr die ersten drei Punkte ein und das mit einem hochverdienten 5:2 (2:0)-Sieg im Derby zuhause gegen Arminia Ibbenbüren. 

Nach Spielende machte Arminias Coach Hubertus Ahmann seinen Jungs noch auf dem Platz klar, dass er so eine Leistung auf keinen Fall nochmal sehen will. Währenddessen feierten die Hausherren zusammen im Kreis den Derbysieg. Es war eine Leistung zum Vergessen - das war nicht nur im Ergebnis erkennbar. "Wir waren heute in allen Mannschaftsteilen enttäuschend", haderte Ahmann. Sein Gegenüber Heiko Becker war dagegen hin und weg von der Leistung seines Teams: "Ich muss meiner Mannschaft heute einfach ein riesiges Kompliment machen - wir waren 90 Minuten Herr der Lage." Besonders die Defensive war in seinen Augen heute mit entscheidend.

ISV nahm das Zepter an sich

Nach dem ersten Ausrufezeichen der Gäste verlagerte sich das Geschehen mehr und mehr in die Hälfte der Arminia. Die DJK ließ zunächst nichts anbrennen, setzte nach vorne aber keinerlei Akzente. Anders als die ISV, die nach rund einer Viertelstunde durch Stefan Brink knapp am 1:0 scheiterten. Über rechts zog Büchter in die Mitte und bediente Brink mit einem Lupfer, der aber Pech im Abschluss hatte. Sechs Minuten später war Brink mit dem Kopf erfolgreicher und nickte eine Flanke von Maurice Bischoff am kurzen Pfosten ein (1:0/21.). Allerdings befand sich Brink in abseitsverdächtiger Position- schwer zu sehen für Schiri Schönfelder.

Zehn Minuten nach der Führung war Hagemann so gut wie durch über der rechten Seite. Nur noch Philipp Spallek hielt mit und stoppte Hagemann im Sechzehner - Elfer und gelb. Eine 50/50-Entscheidung, die auch zur Gunsten Spalleks hätte entschieden werden können, da sich beide vorher einhakten und Spallek zuerst fiel. Im Endeffekt war es egal - Robin Peters im Kasten der Arminia parierte den schlecht geschossenen Strafstoß von Büchter. 

Kurz vor der Pause machte Büchter seinen Fauxpas wieder gut und bediente über rechts startend den mitlaufenden Hagemann auf der anderen Seite. Der nahm den Ball einmal an und zog mittig aus 20 Metern ab. Auf dem feuchten Kunstrasen gab es für Peters keine Abwehrchance mehr - der Ball schlug unten links ein (2:0/45.). Von der Arminia war vor dem Tor seit dem Abschluss in der fünften Minuten nichts mehr zu sehen - Ahmann kritisierte nach dem Match besonders das nicht vorhandene Spiel über die Außen. 

Schnelle Entscheidung

Arminia wollte ein Zeichen setzen und schnell den Anschlusstreffer erzielen - das ging aber nach hinten los. Nach einem misslungenen Angriff der Gäste hatte Niklas Pollok viel Land vor sich und startete den Konter der ISV. Links sah er den startenden Hagemann, der Brink am Fünfer bediente (3:0/50.) - ein Konter wie aus dem Lehrbuch über drei Stationen. Nur zwei Minuten später verunglückte Arminias Christopher Nietiedt eine Kopfballrückgabe, Büchter roch den Braten und spitzelte das Leder über Peters zum vorentscheidenden 4:0 ins Netz - Ahmann tobte. 

Daraufhin versuchten die Gäste irgendwie zurück ins Spiel zu finden. Der eingewechselte Mergim Selimi belebte die Offensive noch einmal, konnte aber im Abschluss nicht überzeugen. In der Schlussphase hatte Arminia Marcel Walsch, hauptberuflich Linksverteidiger, die Schnauze voll und schaltete sich offensiv mit ein. Seine stramme Hereingabe konnte Lennart Oberhaus in der Mitte nicht mehr richtig klären und er drosch das Leder ins eigene Tor (4:1/78.).

"It's too late to apologize"

Ein kurzes Aufbäumen wurde dann aber wieder von Arminias Hintermannschaft selbst im Keim erstickt. Ähnlich wie beim 0:4 verschätzten sich dieses Mal Keeper Peters und Tobias Birke. Julian Wesselkämper bedankte sich und traf ins leere Tor (5:1/79.). Marcel Walsch sorgte dann mit einem harten Flachschuss ins lange Eck nur noch für Ergebniskosmetik (82.).

Die zwei Tore der Arminia stimmten Ahmann dann auch nicht mehr fröhlicher. Die Stimmung bei den Hausherren war dagegen prächtig:"Das Ergebnis spiegelt das Spiel zu 100 Prozent wider", sah Becker den Sieg auch in der Höhe verdient. Die ISV holt die ersten Punkte ausgerechnet im Derby. Arminia muss sich fragen, wie sie in zwei Spielen zehn Gegentore bekommen konnten. 

Ibbenbürener Spvg. - Arminia Ibbenbüren     5:2 (2:0)
1:0 Brink (21.), 2:0 Hagemann (45.),
3:0 Brink (50.), 4:0 S. Büchter (52.),
4:1 L. Oberhaus (78., EG), 5:1 Wesselkämper (79.)
5:2 Walsch (82.)
bes. Vorkommnisse: R. Peters pariert Strafstoß von Büchter (28.)

 

 



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