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Bezirksliga 12 - Anschwitzen

Volkan Haziri (M.) spielt mit dem SV Burgsteinfurt eine bombastische Rückserie. Foto: Lehmann

Der Volkan ist explodiert


Von Christian Lehmann

(05.05.22) Wenn sich Volkan Haziri den Ball zum Freistoß zurecht legt, schlottern den gegnerischen Torhütern in der Regel die Knie und der Schweiß rinnt in Sturzbächen von der Stirn. Elf Tore hat der 21-jährige Defensiv-Allrounder in dieser Saison bereits erzielt, acht (!!!) davon nach einem direkten Freistoß. Donnerlottchen! Der Sommer-Neuzugang vom TuS Altenberge hat ein wenig gebraucht, um in der Kreisstadt warm zu werden, zählt nun aber zu den wichtigsten Säulen im Team - und hat Anteil daran, dass die Stemmerter weiterhin hoffen dürfen, Spitzenreiter Concordia Albachten noch abzufangen. Heute Abend im Topspiel gegen den SC Greven 09 kann das (laut Quotient) beste Team der Rückserie mit einem Sieg dem Primus noch ein bisschen näher auf die Pelle rücken.

"Greven kann sich auf eine aggressive Truppe einstellen, die Bock hat, zu gewinnen", sagt Haziri, der ursprünglich aus Borghorst stammt und in der Jugend des einstigen SVB-Rivalen Preußen Borghorst ausgebildet wurde, ehe er in der C-Jugend zum TuS Altenberge wechselte. Am Großen Berg schaffte er es in der ersten Mannschaft nicht, nachhaltig auf sich aufmerksam zu machen - was nicht am fußballerischen Talent, sondern womöglich auch einer gewissen Gemütlichkeit gelegen haben könnte. Auch SVB-Coach Christoph Klein-Reesink, für den sein Schützling zu den Senkrechtstartern der Saison zählt, weiß, dass er Haziri ein bisschen kitzeln musste, ehe es zur Leistungs-Explosion kam. "Er soll schön bescheiden bleiben und an die ersten Wochen der Saison denken", sagt er mit einem Grinsen im Gesicht.

Tatsächlich dauerte es ein paar Wochen, ehe sich Haziri akklimatisiert und ein gutes Fitnesslevel erreicht hatte. "Ab dem fünften Spieltag hat es bei mir Klick gemacht", erinnert er sich selbst. In der Hinrunde wurde er zumeist im Mittelfeldzentrum eingesetzt, zuletzt kam er vermehrt als Innenverteidiger zum Zug - was ihn am Toreschießen, meist am ruhenden Ball, nicht hinderte. "Ich spiele da, wo mich der Trainer aufstellt. Mir gefallen beide Positionen, aber am liebsten spiele ich natürlich im Mittelfeld", sagt "Wolle", wie Haziri teamintern gerufen wird. In Sachen Freistoßtechnik hat er sich - wie so viele Jungs seiner Generation - einiges bei Cristiano Ronaldo abgeschaut. "Das Ventil liegt bei mir immer oben", verrät er.

Ob die Kreisstädter mit seiner Hilfe die Concorden noch abfangen, vermag er nicht zu sagen. Er verspricht aber, ihnen das Leben so schwer wie möglich machen zu wollen. "Wir haben Bock und geben Gas. Albachten macht es clever, gewinnt auch die knappen Spiele. Wir wollen aber dranbleiben und haben die Qualität im Kader, um in der Landesliga zu spielen. Wenn es in dieser Saison nicht klappen sollte, dann greifen wir halt in der nächsten an."

 

Bezirksliga 12, der 30. Spieltag

SV Mesum II - Germania Hauenhorst II (Sonntag, 13 Uhr)
Das Derby im Hassenbrock ist doppelt heiß, da beide Teams im Kampf um den Klassenerhalt noch dringend Punkte benötigen. Die Gastgeber haben mit 39 Zählern zwar ein komfortables Acht-Punkte-Polster auf die Abstiegszone, darauf ausruhen möchten sich Pascal Wilmes und Co. allerdings nicht. Die Germania hat noch ein Spiel weniger auf dem Konto und sechs Zähler Vorsprung auf BW Aasee auf Tabellenplatz 14. Das direkte Duell beider Teams, deren Spielstätten nur 2,9 Kilometer auseinander liegen, ging zuletzt vornehmlich an die Hauenhorster, die bei den 13 jüngsten Begegnungen achtmal als Sieger den Platz verließen, zweimal gewannen die Mesumer.
Hinspiel: 1:1
Heimspiel-Tipp: 0:1
Haziri: 2:1

TuS Recke - SuS Neuenkirchen II (Sonntag, 15 Uhr)
Die Hausherren kommen in der Rückrunde bisher überhaupt nicht aus den Socken, nur zehn Punkte sammelte die Mannschaft von Thomas Mersch und Hendrik Börgel seit Jahresbeginn - auf weniger kommen nur der SV Bösensell und der SC Hörstel. Mit 41 Zählern ist der Tabellenachte dennoch nicht in akuter Abstiegsgefahr, mit einem Dreier wäre wohl endgültig Ruhe im Karton. Auch die Neuenkirchener, die nur zwei Zähler hinter Recke auf Platz elf liegen, brauchen nur noch ein paar Pünktchen, um auch in der kommenden Spielzeit in der Bezirksliga zu spielen. 
Hinspiel: 2:2
Heimspiel-Tipp: 2:1
Haziri: 3:1

Concordia Albachten - Cheruskia Laggenbeck (Sonntag, 15 Uhr)
Womöglich sehen wir in der nächsten Saison diese beiden Teams nicht mehr wieder in der Liga. Bei den Gästen ist das mit Sicherheit so, sie steigen nach vier Jahren wieder in die Kreisliga A ab. Albachten hingegen setzt zum Sprung in die Landesliga an. Fünf der letzten sechs Spiele hat Sebastian Hänsels Team zuletzt gewonnen, nur beim 0:4 beim Spitzenspiel in Burgsteinfurt gab's einen Rückschlag. Die Cherusker haben sich trotz des feststehenden Abstiegs rehabilitiert und im Jahr 2022 mehr als dreimal so viele Punkte geholt wie in der katastrophalen Hinrunde.
Hinspiel: 2:1
Heimspiel-Tipp: 1:0
Haziri: 5:0

SC Hörstel - BW Aasee (Sonntag, 15 Uhr)
BWA klammert sich an den letzten Strohalm und muss beim bereits abgestiegenen Schlusslicht unbedingt gewinnen, um noch für den Klassenerhalt infrage zu kommen. Fünf Punkte beträgt aktuell der Rückstand auf GW Gelmer, das sogar noch zwei Spiele mehr in der Hinterhand hat. Im Falle eines Sieges hätte BWA eine ausgeglichene Rückrunden-Bilanz, auswärts feierte die Truppe von Trainer Andre Kuhlmann fünf ihrer neun Saisonsiege. Hörstel stellt mit nur 28 eigenen Treffern die schwächste Offensive und mit 117 Gegentoren die schwächste Defensive der Liga.
Hinspiel: 2:3
Heimspiel-Tipp: 1:2
Haziri: 1:2

SV Bösensell - SV Burgsteinfurt (Sonntag, 15 Uhr)
Die schwächste trifft auf die beste Rückrunden-Mannschaft. Bösensell wartet immer noch auf den ersten Sieg in 2022 und könnte, wenn es heute gegen Borghorst und Sonntag gegen den SVB ganz schlecht läuft, nach dem Wochenende schon so gut wie abgestiegen sein. Volkan Haziri und Co. bauen auf ihre starke Offensive. Gemeinsam mit dem Borghorster FC haben die Gäste die meisten Tore in der Rückrunde erzielt.
Hinspiel: 1:2
Heimspiel-Tipp: 1:3
Haziri: 0:3

GW Gelmer - SC Greven 09 (Sonntag, 15 Uhr)
Sollte es heute Abend gegen den TuS Recke für GWG nicht zu einem Punktgewinn reichen, wird's so langsam kribbelig für die Gelmeraner. Gerrit Göckings Team spielt im Saison-Finish unter anderem noch gegen Burgsteinfurt, die ISV und Konkurrent BW Aasee. Zuhause holte Gelmer 23 von 36 Punkten. Gegner Greven ist allerdings ein Brett, das die Hausherren in zuletzt sechs Spielen kein einziges mal durchbohren konnten.
Hinspiel: 0:2
Heimspiel-Tipp: 1:2
Haziri: 1:3

Arminia Ibbenbüren - Emsdetten 05 (Sonntag, 15 Uhr)
Mit Arminia Ibbenbüren könnte sich am Sonntag nach Laggenbeck und Hörstel das dritte Team aus dem Fußballkreis Tecklenburg aus der Liga verabschieden. Dass es so kommt, bezweifelt selbst im Schierloh kaum noch jemand. Nur 24 Punkte aus 29 Spielen und 37 erzielte Tore - das ist jeweils ligaweit der drittschwächste Wert. Für die Nullfünfer geht's nun wohl nur noch um die Goldene Ananas, sie sind mit 42 Punkten so gut wie gesichert, können aber auch nach oben nicht mehr viel reißen.
Hinspiel: 0:2
Heimspiel-Tipp: 1:2
Haziri: 0:1

Borghorster FC - SC Münster 08 (Sonntag, 15.30 Uhr)
Der BFC zählt zu den wenigen Teams der Liga, die daheim weniger Punkte geholt haben als auswärts. In der Rückrundentabelle steht die Mannschaft von Florian Gerke und Michael Straube schlechter da als die Nullachter, die mit nur zwei Niederlagen im neuen Jahr Platz vier belegen. Die letzten vier Begegnungen mit dem BFC beziehungsweise Vorgängerverein Preußen Borghorst entschied Nullacht für sich.
Hinspiel: 1:3
Heimspiel-Tipp: 1:3
Haziri: Der Schlieckmann hat letzte Woche gesagt, man tippt nicht auf Stemmert. Also muss ich sagen, man tippt nicht auf Borghorst - obwohl das mein Heimatverein ist und ich dort viele Jungs noch kenne. Nullacht ist gut drauf - 0:1.

TGK Tecklenburg - Ibbenbürener SpVgg (Sonntag, 16 Uhr)
Im Verfolger geht es auch um den inoffiziellen Titel des besten TE-Teams. Beim 0:4 in Burgsteinfurt offenbarten die Kobbos erstmals in der bis dato so bärenstarken Rückrunde deutliche Schwächen - und auch Probleme im Bereich der taktischen und generellen Disziplin. Nach nun drei Spielen ohne Sieg ist mit der ISV ein weiteres Liga-Schwergewicht zu Gast am Kahlen Berg. Die ISV ist nach vier Siegen aus den vergangenen fünf Spielen wieder ziemlich gut unterwegs und möchte mindestens Platz vier verteidigen. Die Kobbos könnten im Falle eines Sieges mit zwei Toren Unterschied jedoch vorbeiziehen.
Hinspiel: 1:2
Heimspiel-Tipp: 1:2
Haziri: 1:3



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Kreisliga A Münsterland

Pl. MannschaftSp. TorePkt.
1    Germ. Horstmar 1    5:0 3  
2    SF Gellendorf 1    6:3 3  
3    GWA Rheine 1    5:2 3  
4    Oeding 1    4:1 3  
5    FSV Ochtrup 1    4:2 3  

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