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Oberliga Westfalen/Westfalenliga 1 - Anschwitzen

Nicht mehr wegzudenken aus Mesums Hintermannschaft: "Jule" Wolf. Foto: Teipel

Der Mann, dem die Trainer vertrauen


von Fabian Renger

(10.08.23)  "Das ist eine ganz tolle Sache für uns. Ein dickes Ding. So einen dicken Fisch packen wir nicht so oft an." Das sagte Norbert Tillar, damaliger Trainer des SV Mesum, Öffnet externen Link in neuem Fensterim April 2015 über die Verpflichtung von Julian "Jule" Wolf. Tillar ist längst Geschichte, genauso Stefan Raab, der 2015 noch täglich über die Bildschirme der Nation flimmerte - ja, das ist schon verdammt lang her. Wolf hingegen ist im Hassenbrock geblieben. In diesem Sommer geht er in seine bereits neunte Spielzeit beim SVM. Er ist eine von vielen Konstanten in Mesum - und gemeinsam mit Tobias Göttlich der inzwischen dienstälteste Akteur. Kapitän ist Wolf übrigens auch noch. Das schon seit 2019. Offensichtlich ein Mann, dem die Trainer vertrauen.

"In den letzten ein, zwei Jahren war es so, dass das gar nicht so richtig zur Wahl stand und vom Trainer- und Betreuerstab so vorgegeben wurde", sagt Wolf. "Wenn die Trainer das einem anbieten oder die Rolle in einem sehen, dann nimmt man das wohl auch an." Warum er für die Mannschaftsführung prädestiniert ist? Na, weil auf ihn Verlass ist. Wolf ist keiner, der großes Getöse um sich macht. Lautsprecher mögen andere sein, der 31-Jährige überzeugt mit seiner wohltuendende Ruhe und Gelassenheit auf dem Platz und daneben.

"Das macht schon Spaß"

Seine Kernkompetenz ist die Defensivarbeit. 86 Westfalenliga-Spiele hat er für den SVM inzwischen auf dem Buckel, im Vorjahr war er mit vier Treffern sogar fast schon torgefährlich. Bevor er nach Mesum kam, war er für den VfL Osnabrück II unterwegs. 106 Oberliga-Partien, auch bei den Lila-Weißen war er Kapitän, beinahe wäre er sogar bei den Profis gelandet. Eine Verletzung verhinderte dies. Und so kam der Ibbenbürener über Felix Stehr seinerzeit nach Mesum. "Anfangs war das schon anders als in Osnabrück. Es war alles etwas kleiner", erinnert sich Wolf. Ein kleiner Kulturschock. "Im Laufe der Zeit hat man ganze Drumherum zu schätzen gelernt, dieses Familiäre, es haben sich viele Freundschaften entwickelt."

Also blieb er. Warum auch gehen? "Das macht schon Spaß", sagt er. In Osnabrück ging's früher viel und oft um den Leistungsgedanken, in Mesum geht's nach den Spielen eher zum Griechen oder mit einem Mannschaftskollegen auch mal zum Fußballschauen. "Das Miteinander in der Mnnschaft, das macht den Reiz in Mesum aus." Kann er ja also gleich bis zum Laufbahnende bleiben, oder? Mit 31 muss man das ja schonmal fragen dürfen. "Ich hab ja nicht mehr so viele Spielzeiten vor mir. Ich hab mir gesagt, dass ich jedes Jahr schaue, was mein Körper so macht", holt Wolf aus. Von großen Verletzungen blieb er meistens verschont. "Deswegen hoffe ich, dass ich noch ein paar Jahre spielen kann - und womöglich auch in Mesum." Zum Wolhfühlfaktor passt auch, dass es neben ihm mit Göttlich, Milan Hartke oder seinem Kapitänskollegen Chris Strotmann eine große Fraktion und Fahrgemeinschaft aus dem Kreis Tecklenburg gibt. 

Der dicke Fisch von 2015 muss und darf jetzt aber erstmal mit uns anschwitzen. "Ein sehr kompetenter Mann, der kennt die Ligen auswändig", sagt sein Coach Marcel "Cello" Langenstroer. "Ich gucke schon viel in den Ligen, das stimmt schon. Ich kenne schon ein paar Mannschaften und Spieler. Aber was das Tippen angeht, vermag ich das erst am Sonntagabend zu beurteilen..." Dann wollen wir doch mal sehen.

Oberliga Westfalen

SF Lotte - Westfalia Rhynern (So., 15 Uhr)
Das letzte Duell der beiden Teams endete mit einem 6:3 pro Lotte. Es war ein aberwitzges Duell im Mai, der Aufstieg war aufgrund der Ergebnisse auf den anderen Plätzen jedoch futsch. Der Jubel fiel entsprechend übersichtlich aus. In dieser Saison gelten die SFL als Aufstiegsfavorit Nummer eins. Und was passiert? Sie stolpern im Westfalenpokal und fliegen gleich mal gegen einen Landesliga-Aufsteiger raus. Lotte kann sich immerhin jetzt voll auf die Liga konzentrieren...
Heimspiel-Tipp: 2:1.
Wolf: 2:0. Nach dem Pokalaus müssen sie ein bisschen was machen.

Preußen Münster II - Victoria Clarholz (So., 15 Uhr)
Das Spiel können wir uns eigentlich auch sparen. Von 19 Duellen seit 2012 gewannen die Preußen 15, die Clarholzer siegten bloß einmal - es war das bisher letzte Duell im vergangenen Mai. Der Start einer neuen Serie? 
Heimspiel-Tipp: Nein. Clarholz reist zwar an, hat aber keine Schnitte. Die Münsteraner bleiben mit 4:1 siegreich.
Wolf: 3:1

TSG Sprockhövel - FCE Rheine (So., 15 Uhr)
Der letzte Post auf der TSG-Insta-Seite ist 311 Wochen (!) Wochen alt. Das war im November 2017. Auf der Abteilungs-Webseite finde ich nur News aus dem Jahr 2022. Immerhin die facebook-Seite ist halbwegs aktuell, um nach Infos zu schauen. Dort gibt es seit kurzer Zeit Dauerkarten zu erwerben. Öffnet externen Link in neuem FensterUnd die sind ganz schön hässlich. Sonst so? Die TSG ist treffsicher. 33 Tore erzielte die Truppe in neun Partien in der Vorbereitung. Rainer Sobiech sollte seine Defensive vorwarnen...
Heimspiel-Tipp: 1:0.
Wolf: 2:3

FC Brünninghausen - SpVgg Vreden (So., 15 Uhr)
Der FC Brünninghausen ist zurück in der Oberliga. Vier Jahre hat das gedauert. „Die Jungs haben gut mitgezogen, die Beteiligung war top, es ist gut Feuer drin", sagt Spielertrainer Florian Gondrum Öffnet externen Link in neuem Fenstergegenüber den Ruhr Nachrichten. Vor allem über die Mentalität wolle man kommen, aber "nicht nur den Ball nach vorne bolzen." Gondrum ist Stürmer und einer von zwei Kaderspielern, die das letzte Oberliga-Abenteuer (2016-2016) miterlebt haben beim FCB. Gondrum hat in seiner Vita 101 Westfalenliga-Spiele (55 Tore) sowie 91 Oberliga-Partien (40) in seiner Vita stehen. Spricht für ihn, das hab ich nicht vorzuweisen.
Heimspiel-Tipp: 2:2. Knackiger Auftakt. 
Wolf: 0:2

SpVgg Erkenschwick - 1. FC Gievenbeck (So., 15.15 Uhr)
Interessant: 42,3 Prozent Öffnet externen Link in neuem Fensterder FuPa-Leser halten den FCG für den Absteiger Nummer eins. 120 Leute haben dafür abgestimmt. Ich sage: Diese 120 Leute haben doch keine Ahnung und die 49ers halten die Klasse! Sie werden sich als Art kleines gallisches Dorf wehren gegen die Großeinkäufer von der Autobahn oder aus Dortmund. Schön finde ich ja auch, dass Johan Scherr wieder/immer noch da ist und die Gievenbecker als Kapitän anführen wird. Warum das nicht so selbstverständlich ist, Öffnet externen Link in neuem Fensterkönnt ihr hier nach lesen.
Heimspiel-Tipp: Fck that, ihr FuPa-Abstimmer! 0:2
Wolf: 2:2

Westfalenliga 1

SV Rödinghausen II - SV Mesum (So., 15 Uhr)
Wie sich der ehemalige ISV-Akteur Lennard Bladt in Rödinghausen so schlägt? Offenbar bestens. Beim 12:1-Testspielsieg über den Bezirksligisten SV Eidinghausen-Werste traf Bladt am vergangenen Wochenende sechsmal. Muss man ihm nachmachen. Auch wenn ich das Leistungsvermögen des SV Eindinghausen-Werste nicht einzuschätzen kann. Öffnet externen Link in neuem FensterMesums Performance gegen RW Ahlen am Dienstagabend war derweil ebenfalls nicht zu verachten, mit etwas mehr Fortune oder Cleverness wäre da sogar eine Überraschung drin gewesen.
Heimspiel-Tipp: Mesums Saisonauftakt geht in die Buchse. 1:0.
Wolf: Da halte ich auf jeden Fall gegen. Ich glaube, ich hab noch keinmal in Rödinghausen verloren und immer gewonnen. [er glaubt richtig...] Wir gewinnen 3:1. Christian Biermann trifft. Yannik Willers, wenn er gut frühstückt. Und Luca Bültel.

Delbrücker SC - Westfalia Kinderhaus (So., 15 Uhr)
WTF? Der DSC spielte im Westfalenpokal am Sonntag beim SV Kutenhausen-Todtenhausen 07. Endstand: 13:12 für Delbrück im Elfmeterschießen. Nach regulärer Spielzeit hatte es 2:2 gestanden. Dann begann ein Elfmeterschießen, bei dem die ersten 20 (!!!!!!) Schützen allesamt getroffen hatten. Es sollen dabei Torhüter im Tor gestanden haben. Selbst DSC-Coach Detlev Dammmeier, immerhin Ex-Profi, Öffnet externen Link in neuem Fensterstaunte auf der Vereins-Webseite: „So habe ich das noch nicht erlebt." Wir auch nicht. War das getürkt? Wermutstropfen: DSC-Mittelfeldmotor Niklas Huschen zog sich (mindestens) einen Nasenbeinbruch zu.
Heimspiel-Tipp: 3:1. Kinderhaus kassiert so viele Gegentreffer wie in den letzten zehn Saisonspielen der Vorsaison zusammen. Krise!
Wolf: 1:1

Borussia Emsdetten - 1. FC Nieheim (So., 15 Uhr)
Für uns ist der Aufsteiger 1. FC Nieheim noch ein Buch mit sieben Siegeln. Borussen-Coach Roland Westers hat den Auftaktgegner dagegen beim letzten Test in Augustdorf (5:2) beobachtet und einige Erkenntnisse gewonnen. Die teilt er mit uns aber nur bedingt: "Das ist eine sehr spielstarke Mannschaft, die sicherlich nicht unverdient in der Liga mitkickt. Es gibt aber sicherlich Punkte, an denen wir ansetzen können. Aber man weiß ja nie, welche Aussage so ein Test hat. Wer uns in der Vorbereitung gesehen hat, der dürfte auch wohl gedacht haben, da steht der erste Absteiger bereits fest..."
Heimspiel-Tipp: 2:1. Laumann und Mladenovic drehen einen Rückstand um.
Wolf: Borussia ist trotz durchwachsener Vorbereitung da und gewinnt 1:0.

GW Nottuln - TuS Hiltrup (So., 15 Uhr)
Besonders schön finde ich es, wie derzeit die Neuzugänge der Nottulner Öffnet externen Link in neuem Fensterauf Instragram vorgestellt werden. Tolle Fragen gibt es da, mit wem man nicht in den Kreis möchte beispielsweise. Oder wen man auf eine einsame Insel mitnehmen würde. Besonders Keeper Jonas Gottheil hat diese Frage hochanalytisch beantwortet.(vermutlich ist er großer Fan von Cast Away, Wilson und Tom Hanks) Gewinner der Kategorie 'Bester Abschluss' ist indes Felix Hesker. Aber nun gut, das ist jetzt keine Neuigkeit.
Heimspiel-Tipp: Runderneuerte Hiltruper holten einen Zähler und wissen nachher nicht, warum. 1:1.
Wolf: 1:2. Ich glaube, dass Hiltrup ganz gut aufgestellt ist in der kommenden Saison. 



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Kreisliga A Münsterland

Pl. MannschaftSp. TorePkt.
1    SV Mauritz 06 30    129:28 83  
2    FC Nordwalde 30    92:27 77  
3    SG Sendenhorst 31    91:28 77  
4    Germ. Hauenhorst 30    87:30 76  
5    VfL Billerbeck 30    88:28 71  

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