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Oberliga Westfalen/Westfalenliga 1 - Anschwitzen

"Malte ist ein ganz wichtiger Faktor für die Mannschaft." Das sagt Vredens Coach Engin Yavuzaslan über Malte Hoffmann (r.). Foto: Renger

Ein Typ, den jeder Trainer haben will


von Jakob Schulze Pals

(02.12.22) tDas runde Leder per Freistoß in die Maschen setzen, gehört bekanntlich nicht zu den Kernkompetenzen eines Verteidigers. Doch Malte Hoffmann, Abwehrmann der SpVgg Vreden, bewies am vergangenen Sonntag beim Auswärtsauftritt bei Spitzenreiter TuS Bövinghausen, dass es eben auch kein Ding der Unmöglichkeit ist. „Unser etatmäßiger Schütze hat gefehlt. Also habe ich mir den Ball einfach geschnappt und reingehauen,“ erklärt Hoffmann das simple Erfolgsrezept. „Im Training nehme ich mir schon regelmäßig mal ein paar Bälle und dann dachte ich, probiere ich’s einfach mal.“

Und der Treffer war nicht nur schön, er war mindestens genauso wichtig. Dreimal war die SpVgg zuvor sieglos geblieben, lag erneut mit 0:1 zurück, ehe Hoffmanns Treffer die Wende und damit den vielumjubelten 3:2-Sieg einleitete. Das zeigt: Hoffmann ist für Vreden wichtig, findet auch dessen Trainer Engin Yavuzaslan. „Malte ist ein ganz wichtiger Faktor für die Mannschaft. Auf und neben dem Platz. Ein Stimmungsmacher. Einfach ein Typ, den sich jeder Trainer nur wünschen kann.“ Jawoll, echte Typen braucht der deutsche Fußball!

Dabei war Hoffmann zwischendurch auch schon mal außen vor. „In der Vorbereitung war ich angeschlagen, konnte nicht das volle Programm mitmachen.“ Pünktlich zum Saisonauftakt wurde er fit, verletzte sich aber nur wenige Wochen später. „Gerade als ich zurückkam, lief es für uns wieder besser. Dann war es erstmal schwer wieder reinzufinden.“ Mittlerweile ist er im Abwehrverbund aber wieder gesetzt. Trotzdem nerven ihn noch gewisse Dinge. Die 31 Gegentore zum Beispiel sind Hoffmann eindeutig zu viele. „Zu Saisonbeginn waren wir ja eine echte Schießbude,“ merkt er an.

Das hat sich zwar gebessert, trotzdem bleibt die Spielzeit der Vredener ein ständiges Auf und Ab. „Ganz grundsätzlich können wir schon zufrieden sein, wie es läuft. Das Saisonziel ist ein einstelliger Tabellenplatz, da stehen wir auf Platz zehn gut da. Aber wir haben eben auch so Dinger drin wie ein 0:6 gegen Finnentrop/Bamenohl, die müssen nicht sein,“ findet Hoffmann. Vor der Winterpause stehen nun noch zwei Partien an. Zu Hause geht’s am Sonntag gegen die Sportfreunde Siegen, ehe ein Rendezvous mit dem ASC Dortmund ansteht. „Es freuen sich zwar alle auf die Pause, aber wir wollen da nochmal alles geben. Zwei Siege würden nochmal sehr guttun.“     

Oberliga Westfalen, 16. Spieltag

TuS Bövinghausen – Eintracht Rheine (Sa., 15 Uhr)
Angesichts der gegenwärtigen Umstände dürfte Kevin Großkreutz gar nicht mal so unglücklich über die Nicht-Nominierung bei dieser Weltmeisterschaft sein. Lieber Oberliga-Spitzenreiter mit dem Bövinghausener TuS als ein blamables Gruppenaus im DFB-Trikot dürfte sich der Kult-Kicker dieser Tage denken. Womit wir auch beim FCE Rheine wären. Da sieht’s ebenfalls solide aus. Zwar fand die drei Partien währende Siegesserie kürzlich in Rhynern (1:2) ihr Ende, aber die Performance stimmte. Hofiert wird Großkreutz am Samstag sicherlich von keinem Rheinenser. 
Hoffmann: 2:0
Heimspiel-Tipp: 4:1

SpVgg Vreden – Sportfreunde Siegen (So., 14:30 Uhr)
Mit Siegen haben die Vredener aus der vergangenen Saison noch eine Rechnung offen, wie Hoffmann erzählt. Wegen einer Spielabsage der Sportfreunde musste die Partie im April dieses Jahres unter der Woche ausgetragen werden. Angesichts des dreistündigen Anfahrtsweges für Vreden eine eher suboptimale Lösung. Und dann gab’s auch noch auf die Mütze. Mit 2:0 führten die Hausherren, als in Minute 88 das Flutlicht versagte. Also Nachholspiel eine Woche später, wieder durften die Vredener angekarrt kommen. Spiel ging dann 5:2 für Siegen aus. Jo!
Hoffmann: 2:0
Heimspiel-Tipp: 5:2

Sportfreunde Lotte – Westfalia Rhynern (So., 14:30 Uhr)
Auch die Sportfreunde aus Lotte haben es am Sonntag mit einem Gegner zu tun, der dem Schönwetterfußballer in mir nicht so zusagt. Zum Glück geht’s hier ja nicht um mich. Kurz zur Situation: Am Autobahnkreuz durchlebten sie einen ziemlich grauen Herbst. Im Oktober ging gar nichts. Doch zuletzt taute der VfL wieder etwas auf. Erst der 3:2-Heimsieg über Gütersloh, dann das Remis in Gievenbeck. Die Richtung stimmt wieder. Beim Gegner genau andersrum. Goldener Herbst, dann dünn. Zuletzt zwei Pleiten.
Hoffmann: 1:2
Heimspiel-Tipp: 1:0

Delbrücker SC – Preußen Münster II (So., 15 Uhr)
Delbrück ist daheim noch sieglos, die Preußen haben auswärts noch nicht verloren. Mit Blick auf die Statistik ist die Angelegenheit am Sonntag recht klar. Doch erstens gibt es im Fußballsport nur selten Klarheit, zweitens verlor Münster am vergangenen Wochenende auch überraschend gegen Kellerkind Sprockhövel (2:3). Delbrück gewann dagegen nach einer halben Ewigkeit mal wieder ein Ligaspiel. 2:0 in Schermbeck. Davor gab’s einen 3:1-Erfolg im Verbandspokal über Westfalenligist Meinerzhagen. So ganz schmal dürfte die Delbrücker Brust am Sonntag also nicht sein. 
Hoffmann: 1:1
Heimspiel-Tipp: 1:1

TuS Ennepetal – 1. FC Gievenbeck (So., 15 Uhr)
In Gievenbeck läuft es zurzeit eher so semi. Seit sechs Pflichtspielen wartet die Mannschaft von Trainer Florian Reckels auf einen Sieg. Am vergangenen Wochenende konnte im Heimspiel gegen Lotte (2:2) immerhin mal wieder gepunktet werden. Mit Ennepetal treffen die 49ers nun auf einen Gegner, dem es noch ein bisschen schlechter geht. Letzter sind die Jungs aus dem Ruhrgebiet. Zuletzt trat TuS-Coach Dragan Petkovic zurück. Vorerst übernimmt Helge Martin interimsweise, zum neuen Jahr wird Sebastian Westerhoff neuer Cheftrainer. Was die Personalrochaden für die sportliche Leistung am Sonntag bedeuten? Schwer zu sagen. Gievenbeck sollte jedenfalls auf der Hut sein. Taumelnde Boxer und so…
Hoffmann: 0:2
Heimspiel-Tipp: 1:4

Westfalenliga, 16. Spieltag

SV Rödinghausen II – Westfalia Kinderhaus (So., 14.30 Uhr)
In der Westfalenliga ist nach dem kommenden Spieltag schon Feierabend – zumindest für dieses Jahr. Bevor es an die Glühweinbude gehen kann, muss Westfalia Kinderhaus noch die Auswärtsaufgabe bei der Zweitvertretung des SV Rödinghausen bewältigen. Ganz entspannte knapp 100 Kilometer Anfahrtsweg runden den Sonntag zusätzlich ab. Immerhin, die Münsteraner dürften leicht favorisiert sein. Kinderhaus hat drei Zähler mehr und den Trend auf seiner Seite. Rödinghausen zuletzt mit zwei Pleiten am Stück, die Gäste holten acht Zähler aus den vergangenen fünf Partien.
Heimspiel-Tipp: 1:3

SV Mesum – Borussia Emsdetten (So., 14.30 Uhr)
Di Da Derby-Time! Läppische fünf Kilometer trennen die Sportplätze beider Mannschaften. Die emotionale Brisanz des Duells erklärt sich da von selbst. Doch auch sportlich hat die Partie etwas zu bieten. In der Tabelle sind beide Mannschaften jetzt nicht so weit voneinander entfernt. Mesum besitzt sechs Zähler mehr, hat aber auch einmal öfter gespielt. Zuletzt konnten beide Teams gewinnen. Und wenn’s sportlich trotzdem nichts hergibt, bietet so ein Derby ja stets zahlreiche Nebenkriegsschauplätze. Ich gehe davon aus, dass das Hassenbrockstadion entsprechend brennen wird.     
Heimspiel-Tipp: 3:3

SC Verl II – TuS Hiltrup (So., 14.30 Uhr)
Der TuS hat kein leichtes Halbjahr hinter sich. Mit den oberen Gefilden der Liga haben sie am Osttor in diesem Jahr wenig zu tun. Ganz im Gegenteil, der Sieg über Kellerkind Sinsen (3:2) am vergangenen Wochenende verhinderte ein Touchieren mit den Abstiegsrängen. Am Sonntag steht die Auswärtsreise nach Verl auf dem Programm. Es gibt angenehmere Touren in der Westfalenliga. Verl ist daheim noch unbesiegt, belegt in der Tabelle Rang drei und ist ganz grundsätzlich keine so verkehrte Truppe. Doch auch dem TuS darf die Statistik Hoffnung machen. Neun ihrer 14 Zähler sammelten die Münsteraner in der Fremde. Um es mit den Worten Adi Preißlers zu beschließen: Grau ist im Leben alle Theorie, aber entscheidend ist auf’m Platz! 
Heimspiel-Tipp: 2:3



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Kreisliga A Münsterland

Pl. MannschaftSp. TorePkt.
1    SV Mauritz 06 30    129:28 83  
2    FC Nordwalde 30    92:27 77  
3    SG Sendenhorst 31    91:28 77  
4    Germ. Hauenhorst 30    87:30 76  
5    VfL Billerbeck 30    88:28 71  

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