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Halverde-Duo für ein Jahr aus dem Verkehr gezogen


Von Mario Witthake

(13.07.17) Zu Beginn der mehr als dreistündigen Sitzung der Kreisspruchkammer (KSK) zeigte sich der Instanz-Vorsitzende Horst Gerseker noch optimistisch. Mit dem Abstand zum Geschehen des 21. Mai sowie einer Portion Gelassenheit nach Saisonende war er mit seinen vier Kammer-Mitstreitern am Donnertag gewillt, die gewalttätigen Auseinandersetzungen im Opens external link in new windowKreisliga A-Spiel des SV Halverde gegen die Sportfreunde Lotte II aufzuklären. Nach der Urteilsverkündung - die KSK sperrt die beiden angeklagten Spieler des SV Halverde für ein Jahr und brummt ihnen eine Bewährungsstrafe bis zum 24. Juli 2020 auf - blieben viele Fragen jedoch offen.

Zum Beispiel wie es sein kann, dass fünf Zeugen, zwei Beschuldigte und zwei nicht anwesende Personen, deren Erklärungen schriftlich verlesen wurden, jeder für sich gar nicht oder ganz unterschiedlich wahrgenommen hat, wer denn wohl zuerst die Faust geschwungen hat und dann am Boden liegende Menschen getreten hat.

War es einer der beiden aus Albanien stammenden Beschuldigten? War es der in diesem Spiel als Schiedsrichter-Assistent tätige Lotte-Spieler aus dem Kosovo oder war es sein ebenfalls am Donnerstag nicht anwesende und im betreffenden Spiel eingewechselte Teamkollege, über dessen Herkunft und Sprachkenntnisse unterschiedliche Angaben gemacht wurden? Selbst der engagierte Dolmetscher brachte nur wenig Licht ins Dunkel. Er übermittelte lediglich mit aller Deutlichkeit, mit welchen Beleidigungen aus der alleruntersten Schublade sich Spieler beider Teams gegenseitig provoziert hatten.

Dilemma der fremden Sprache

Dies war das Dilemma für die KSK, erklärte Gerseker bei der Urteilsverkündung: Man sei objektiv nicht in der Lage, diese Provokationen zu beurteilen, weil sie in einer fremden Sprache über den Platz hin- und hergeflogen sind. "In der Sprache des Sports steht es hier unentschieden", sagte Gerseker. Diesen Umstand legte das Gremium zugunsten der beiden Halverder aus, ihnen blieb die Höchststrafe von drei Jahren ohne Bewährung erspart.

Das Duo, passend zum Wirrwarr der Vorfälle während der Verhandlung wahlweise als Brüder, Cousins oder Schwager bezeichnet, darf trotzdem bis zum 24. Juli 2018 kein Spiel für Halverde bestreiten, weil es nach Aussage des einzigen objektiven Zeugen - dem Schiedsrichter der Partie - dem Lotter Linienrichter die ersten Schläge zugefügt haben soll. Sollte einer der beiden Spieler in den zwei Jahren nach Ablauf dieses Jahres in Form einer länger als vierwöchigen Spielsperre oder 100-Euro-Geldstrafe auffällig werden, kommen zehn Monate Ausschluss oben drauf.

Noch offen ließen die Klub-Offiziellen des SV Halverde, ob sie das Urteil annehmen oder vor die Bezirksspruchkammer ziehen wollen. Eines steht fest: Auf dem Schützenfest in Halverde wird am kommenden Wochenende der Gesprächsstoff nicht ausgehen.

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