Neuenkirchen hat keine Mühe mit Sinsen
von Jakob Schulze Pals
(05.05.24) Neuenkirchen musste in Sinsen gewinnen, Neuenkirchen hat in Sinsen gewonnen. Beim bereits abgestiegenen TuS 05 zeigte der Aufstiegsaspirant eine Leistung, die das Prädikat „souverän“ allemal verdient hatte und machte mit dem 2:0 (1:0)-Sieg einen weiteren Schritt in Richtung Westfalenliga. „Ein Sieg, der im Prinzip niemals gefährdet war“, resümierte Neuenkirchens Co-Trainer Philipp Hölscher folgerichtig.
Sinsen stand tief und überließ den Gästen die Murmel. Eine Taktik, die bei akuter Ideenlosigkeit des Gegners durchaus funktionieren kann. War aber nicht so. „Wir haben den Ball gut laufen lassen und sind geduldig geblieben“, so Hölscher. Von Sinsen kam offensiv ohnehin nichts, also ging es bloß darum, die Lücke zu finden. „Es war ein bisschen wie im Training. Ein klassisches Angriff-gegen-Abwehr-Spiel“, erzählte Hölscher. Joshua Roß probierte sich einmal, Nick Petlach – die Abschlüsse verfehlten noch ihr Ziel.
Mitte des ersten Durchgangs war es dann aber eine Ecke von Petlach, die den Weg ins Tor fand. Julian Rauße kam am ersten Pfosten angerauscht und köpfte zur Führung ein. In der Folge ließ der SuS die Partie gemächlich ziehen. Als dann auch noch ein Sinsener wegen wiederholten Meckerns die Ampelkarte sah, liefen die Dinge endgültig im Sinne des Spitzenreiters. Ein Highlight gab’s noch. Nach einer Ecke des TuS landete der zweite Ball bei Rene Pöhlker. Der lief mit dem Ball bis zur Mittellinie und traf dann per Bogenlampe über den Keeper hinweg ins verwaiste Tor. Auch schön: Mit Malte Nieweler und Julian Knocke wurden beim SuS nach längeren Verletzungspausen noch zwei Leistungsträger eingewechselt, die zuletzt schmerzlich vermisst wurden.
TuS 05 Sinsen – SuS Neuenkirchen 0:2 (0:1)
0:1 Rauße (26.), 0:2 Pöhlker (83.)
Bes. Vorkommnis: Gelb-Rote Karte für einen Sinsener wegen Meckerns (69.).




































