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Oberliga Westfalen/Westfalenliga 1 - Anschwitzen

Friedrich "Percy" Schultewolter (r.) studiert Jura, ist Innenverteidiger von GW Nottuln und heute Auserkorener zum Anschwitzen. Foto: Renger

Plötzlich der Älteste unter den Jüngeren


von Fabian Renger

(25.08.23) Den beiden wichtigsten Dingen gehen wir gleich mal zu Beginn auf den Grund. Warum wird Friedrich Schultewolter von GW Nottuln eigentlich "Percy" gerufen? Die (etwas enttäuschende) Antwort: Das hat irgendwas mit der Grundschule zu tun. Damals entstand der Name. "Alle nennen mich so." Warum? Das weiß niemand. Und dann ist da noch die Sache mit dem Eselschießen in den Baumbergen. Er könne mir den Esel der Woche tippen, bietet "Percy" an. Immer Freitag wird der ausgeschossen. "In dieser Woche ist Peter Stüve fällig", sagt Schultewolter und lacht. Wenn dem so wäre, müsste Stüve dann bei sämtlichen Einheiten der nächsten Woche ein pinkes T-Shirt mit einem riesigen Eselkopf tragen. "Da sinkt das Selbstbewusstsein", weiß Schultewolter. Wie gut seine eigene Esel-Statistik ist, haben wir nicht gefragt.

Kommen wir aber nun mal zu ihm. Er ist erst 22 Jahre jung und gehört zum verfluchten Jahrgang, der seine erste Spielzeit als Senior bestritt (2020/21), als Corona uns alle heimsuchte und die Saison Ende Oktober stoppte. Da fehlt dir gleich mal ein Jahr, das habe er auch gespürt, berichtet "Percy". Aber: Wer will schon noch über das böse C-Wort sprechen? Inzwischen ist sein damaliger erster Senioren-Trainer Jens Niehues wieder zurück in den Baumbergen. Und der 1,94 Meter große Innenverteidiger befindet sich in guter Form. "Ich habe eine gute Vorbereitung gespielt und fühle mich fit. Der Trainer gibt mir das Vertrauen, das merke ich."

Hinten drin aktuell gesetzt

Gesetzt ist er derzeit. Die beiden ersten Saisonspiele bestritt er über die jeweils volle Distanz. Dabei gelang ihm bereits ein Saisontor. Insgesamt steht er damit bei drei Treffern in drei Jahren. Torjäger ist er also schonmal nicht. "Auch nicht der allerschnellste, deswegen stehe ich ja hinten drin", gibt er sich selbstironisch. Mit 22 Lenzen aber schon auf 51 Westfalenliga-Einsätze zu kommen, darunter mehrfach über 90 Minuten: Das spricht für sich. "Ich war in den letzten Jahren immer einer der jüngsten", erinnert er sich. Neulich war er im Abschlussspiel-Klassiker 'Alt gegen Jung' der älteste beim Jungteam. Er ist also auf dem Weg zur Führungskraft.  Wobei es durchaus dankbarere Aufgaben gibt, als in den Baumbergen zur Defensive zu gehören.

Niehues ist schließlich ein Fan von Offensivfußball. Lieber gewinnt dieser 6:4 statt 1:0, schickt seine Leute lieber ins Eins-gegen-Eins-Pressing und auf den Gegner. Dass es dann schonmal häufig klingelt (bereits fünf Gegentreffer), ist ja irgendwie logische Konsequenz. Da kann mit Christoph Hunnewinkel auch noch so ein begnadeter wie erfahrener Schlussmann im Tor stehen. Über den könnten wir jetzt auch noch ein Geschichtchen im Bezug aufs Kreisspiel erzählen, aber das würde den Rahmen hier sprengen.

Kommen wir daher zum Anschwitzen. Die Auflösung der Vorwoche: Schubert 2 , Renger 3. Ist okay. "Percy" erzählt uns sofort, wie die Stimmung in Nottuln ist, was sonntags besonders aufregend ist und was im Vorjahr schiefgelaufen ist.

Anschwitzen, 3.Spieltag

Oberliga Westfalen

SF Lotte - FCE Rheine (Fr., 19.30 Uhr)
Derby, Flutlicht, sogar ein 4. Offizieller (Seit wann gibt's das denn???) ist angesetzt: Müssen wir mehr sagen, um Bock zu haben auf diesen Kick?
Heimspiel-Tipp: 3:3.
Schultewolter: Lotte hat überragende neuzugänge. 3:1.

Preußen Münster II - Türkspor Dortmund (Sa., 18 Uhr)
"Überall sind wir der angebliche Geheimfavorit. Natürlich sind wir gut. Aber sind wir gut genug? Das wird sich erst noch zeigen. Im Moment ist das noch nicht der Fall." Türkspors Coach Sebastian Tyrala erklärt Öffnet externen Link in neuem Fenstergegenüber dem RevierSport, was eigentlich vom Saisonstart (nur ein Punkt) zu halten ist. Spannend: Die Personalie Nazzareno Ciccarelli, der in der Vorsaison auf 15 Scorerpunkte für den Regionalligisten RW Erfurt gekommen ist. Einer von vielen großen Namen.
Heimspiel-Tipp: 1:2. Ex-Profi Tyrala jubelt über zwei Standard-Tore.
Schultewolter: 3:0

TSG Sprockhövel - 1. FC Gievenbeck (So., 15 Uhr)
Gerade so (1:0) kam Gievenbeck im Kreispokal in Kinderhaus am Mittwochabend weiter. Die 49ers haben in der Liga noch keinen Punkt abgegeben. Bleibt das in Sprockhövel so? "Sprockhövel ist auch gut gestartet. Aus der Erfahrung vom letzten Jahr wissen wir schon, dass das ein hartes Brett wird", so FCG-Co-Trainer Torsten Maas. Gerade weil danach die Spiele gegen die Preußen und Lotte anstehen, wäre zumindest ein Punkt ratsam wie wichtig. Eingespielt sind die Gäste eh: Zuletzt spielten sie dreimal in Serie mit der selben Startelf.
Heimspiel-Tipp: 2:2. Weiter keine Pleite für den FCG! Mindestens einmal netzt natürlich wieder Louis Martin.
Schultewolter: Ich glaube, das gibt die erste Niederlage. 2:1.

SpVgg Erkenschwick - SpVgg Vreden (So., 15 Uhr)
In Erkenschwick gibt's gerade mächtig Trara neben dem Platz. Eine Gruppe von Problemfans wurde vonseiten Öffnet externen Link in neuem Fensterdes Clubs nun mächtig angegangen. Die negativ aufgefallene Gruppe sei bei den Spielen der Schwicker nicht mehr erwünscht, auch mit Hausverboten wird gedroht. Vreden wird das nicht jucken,die Erkenschwicker Mannschaft hat auch andere Sorgen und wartet noch auf den ersten Sieg.
Heimspiel-Tipp: 1:2.
Schultewolter: Da sehe ich keinen richtigen Favoriten. Das gibt ein wildes Spiel. 3:3.

Westfalenliga 1

Hammer SpVg - GW Nottuln (So., 15 Uhr)
Schultewolter spricht von einem wilden Mix im Kader. Die Neuzugänge waren erfahren (Marvin Möllers, Hunnewinkel, Max Picht) oder halt jung bzw. vielversprechend (alleine sechsmal eigene U19). "Die Stimmung ist aktuell super", freut sich unser Anschwitzgegner. Vor allem der Konkurrenzkampf treibe an. "Wir überlegen sonntags immer vorher, wer könnte und wer sollte in der Startelf stehen." Eigentlich ja ein gutes Zeichen,wenn jeder könnte. Aber: Was war in der Rückrunde des Vorjahres los? Es sei relativ schnell klar gewesen, dass der Tabellenzug in beide Richtungen abgefahren sei, so der Verteidiger. So führte eines zum anderen, die Spannung fiel ab. "Es hat nicht mehr so viel Spaß gemacht", verrät "Percy". Elf Punkte (zwei Siege) gab's in 14 Rückrunden-Spielen. Nur Absteiger Sinsen war schlechter. Die Zeiten sind aber vorbei.
Heimspiel-Tipp: Wie in der Vorwoche muss GWN nach Hamm. Diesmal zur HSV. Das tut mir aufrichtig Leid. Hamm ist verdammt hässlich. 2:2.
Schultewolter: 1:3. Peter Stüve ist in Topform und trifft. Dickens Toka macht sein erstes Saisontor und Max Picht ist auch dran.

FC Nordkirchen - TuS Hiltrup (So., 15 Uhr)
Bitter lief Nordkirchens Auftritt kürzlich Öffnet externen Link in neuem Fensterbeim Aufsteiger in Nieheim. Zwei Standardtore führten zu einer beruhigenden 2:0-Führung (Robin Schwick, Nils Venneker) nach 17 Minuten - nach 90 Minuten stand der FCN ohne Punkte da. Hiltrup sollte bei ruhenden Bällen also besonders auf der Hut sein. Am Donnerstagabend gab es Selbstvertrauen im Kreispokal. (3:0 in Westbevern)
Heimspiel-Tipp: Nordkirchen wartet auch nach dem dritten Spiel in der Westfalenliga noch auf einen Zähler. 1:3. Stan Schubert trifft doppelt.
Schultewolter: Schwierig. Das Ergebnis gegen Hiltrup war einen Ticken zu hoch [6:2 pro GWN], Hiltrup war nicht so schlecht. 1:2.

Borussia Emsdetten - SG Bockum-Hövel (So., 15 Uhr)
Bei der 2:3-Pleite in der Vorwoche beim Aufsteiger Bockum-Hövel war Schultewolter durchaus angetan von der SGBH. "Die haben eine Offensivpower, wie ich sie selten gesehen habe. Vorne hatten sie drei quirlige junge Spieler, allem mit einer Top-Ausbildung."
Heimspiel-Tipp: 1:2. Borussias erste Saisonniederlage trotz Führung und trotz drückender Überlegenheit.
Schultewolter: Spannendes Spiel. 2:2.

TuS Haltern - SV Mesum (So., 15 Uhr)
Zwei Ecken brachen dem SVM gegen Verl das Genick und brachten ihm "nur" ein Remis. Was ich aus dem Spiel mit heraus genommen habe neben mehreren kräftigen Mückenstichen und einem dicken Knöchel: Christian Biermann dürfte kein Fan vom Tempolimit sein. Und wie sich Kevin Ostendorf innerhalb der vergangenen zwölf Monate entwickelt hat von einem Ex-A-Junioren zu einem wirklichen Unruheherd, das hat mir imponiert. Am Dienstagabend Öffnet externen Link in neuem Fensterschlug  Mesum Germania Horstmar in einem Testspiel mit 2:1. Doppelpack: Jan Fislage. Noch so ein Talent mit Zukunft.
Heimspiel-Tipp: Mesum stolpert. 3:2
Schultewolter: Mesum ist immer stark und unangehem zum bespielen. Die haben eine eingeschweißte Truppe. 0:3.

SC Verl II - Westfalia Kinderhaus (So., 15 Uhr)
Kinderhaus filmte den Verler Auftritt in Mesum vorige Woche. So wirklich umgehauen hat mich Verl dabei nicht, abgesehen von zwei Standard-Treffern und einem unbändigen Willen. Dürfte also kein Meisterwerk werden. Aber: Auf Rasen zu spielen ist für solche Zweitvertretungen nochmal was anderes als auf Kunstrasen aufzulaufen. Für Schultewolter war Verl in der Vorsaison der vielleicht spielstärkste Gegner.
Heimspiel-Tipp: Kinderhaus, wie es siegt, singt und lacht. 1:3
Schultewolter: Das sind beide auf jeden Fall Favoriten. 1:2.



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Kreisliga A Münsterland

Pl. MannschaftSp. TorePkt.
1    SV Mauritz 06 30    129:28 83  
2    FC Nordwalde 30    92:27 77  
3    SG Sendenhorst 31    91:28 77  
4    Germ. Hauenhorst 30    87:30 76  
5    VfL Billerbeck 30    88:28 71  

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