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Oberliga Westfalen/Westfalenliga 1 - Anschwitzen

Mirko Janning (2.v.r.) würde auch am Sonntag liebend gerne natürlich über einen Torerfolg grinsen. Wird schwer: Die Preußen kommt nach Rheine. Foto: Renger

Der Dauerbrenner, das lange Bein und die Sache mit dem 2:2


von Fabian Renger

(14.04.23) Auf den FC Eintracht Rheine ist einfach Verlass. In Schermbeck spielte der FCE 2:2 und erzielte das 2:2 in der 93. Minute. Die beiden vergangenen Heimspiele gegen den ASC Dortmund und die SpVgg Vreden endeten ebenfalls 2:2, wann glich der FCE beide Male aus? Natürlich: In der Nachspielzeit, jeweils in Minute 94, jeweils bildhübsch per Fallrück- bzw. Seitfallrückzieher. Am Sonntag ist Spitzenreiter Preußen Münster II zu Gast am Delsen. Das Hinspielresultat lautete - Trommelwirbel - 2:2. Und der Ausgleichstreffer? Na klar, den machte die Eintracht auch damals in der 91. Minute. Willkommen in der Truman Show...

Selbstverständlich müssen wir deswegen mit einem Rheinenser anschwitzen. Cheftrainer Rainer Sobiech empfahl uns seinen Dauerbrenner Mirko Janning. Der fliege etwas unterm Radar, meint der Übungsleiter. Und das hat Janning nicht verdient. Dessen persönliche Saisonbilanz liest sich nämlich phänomenal: 26 Einsätze, 24-mal über die volle Distanz, seine 2.280 Spielminuten überbietet niemand im Kader. Sehen wir den besten Mirko Janning aller Zeiten? "Es gab mich ja schon auf verschiedenen Positionen. Aber gerade in diesem Jahr hinten drin würde ich das schon unterschreiben", erwidert er lachend.

Früher Mittelfeld, heute runter zur Grätsche

Früher war Janning eher im Mittelfeld zu finden, inzwischen - der 25-Jährige zockt schon seit dem Sommer 2019 beim Oberligisten - ist er quasi unverzichtbar in der Hintermannschaft. Mal rechts hinten, mal zentral, auch mal links.  "Am liebsten zentral, aber an sich spielt das nicht so eine große Rolle", sagt Janning. "Ich glaube, dass es wichtig ist, mit der Erfahrung - wir haben ja noch ein relativ junges Team - und Kommunikation voran zu gehen, in den Zweikämpfen da zu sein."

Zweikämpfe, ein gutes Stichwort. Die kann Janning nämlich. "Da gehe ich auch gerne mal runter zur Grätsche. Das höre ich auch oft von den Mitspielern im Training, dass sie schon wissen, wenn das lange Bein kommt." Meistens klappt das fair: Erst drei Gelbe sahnte der angehende Gymnasial-Lehrer ab. Den Rest nach der Grätsche erledigt er dann mit seinem Aufbauspiel. Da hat er ja Vorkenntnisse.

Preußen? "Das wird 'ne harte Nummer"

Gerade am Sonntag wird Janning nicht langweilig werden. "Das wird 'ne harte Nummer", weiß er. Was die Preußen können, ist hinlänglich bekannt: Spiel- und kombinationsstark, lauffreudig, flexibel in ihren Systemen und im Positionsspiel. Eine hungrige Mannschaft. Janning gibt die Marschroute vor: "Für uns gilt es, alles dagegen zu halten, in die Zweikämpfe zu kommen, den Gegner zu nerven, um dann unsere eigenen Nadelstiche zu setzen."  Die Rheinenser gewannen schließlich keines der vergangenen sechs Spiele (viermal 2:2, zwei Pleiten), da könnte Angst herrschen - aber nicht für Janning. Vorfreude verspüre er statt Angst. "Ich sehe uns auf keinen Fall chancenlos."

Kommen wir damit zum Anschwitzen, wo uns Janning dann mal verrät, woher eigentlich diese skurrile 2:2-Nummer kommt. Das letzte komplette Anschwitzen mitsamt der Westfalenliga bestritt ich gegen Hiltrups Alex Gockel und gewann mit 4:0. Boooom!

Oberliga Westfalen, Anschwitzen 28. Spieltag

TSG Sprockhövel - SpVgg Vreden (So., 15 Uhr)
In der vergangenen Woche der Coup gegen Dritten aus Paderborn, sechs Spiele keine Niederlage (drei Siege, drei Remis), zehn Punkte Vorsprung auf die Abstiegsplätze: Vreden darf sich wohl auf die vierte Saison in der Oberliga freuen. Trainer Engin Yavuzaslan schaut aber erstmal auf den Gang nach Sprockhövel: "Da erwartet uns ein heißer Tanz gegen meinen Trainerkollegen Yakup, den ich sehr schätze. Die haben in Erndtebrück (4:2-Sieg, d. Red.) Selbstvertrauen getankt." Sprockhövel braucht als 15. auch noch jeden Zähler.
Heimspiel-Tipp: 2:1. Vreden erwischt keinen berauschenden Tag.
Janning: Ganz schwer, Vreden ist auch gut drauf. 0:1

1. FC Gievenbeck - FC Gütersloh (So., 15 Uhr)
Der große FCG gegen den kleinen aus Gütersloh - ein schönes, namhaftes Duell. "Wir müssen auf heimischem Grund alles machen, um zu gewinnen", weiß Gievenbecks Übungsleiter Florian Reckels, was da auf seine Elf zu kommt. Die Gäste sind Zweiter - trotz noch einiger ausstehender Nachholspiele. Aber: Wie man Topteams ein Schnippchen schlägt, zeigten die 49ers ja an Gründonnerstag gegen die Preußen. Da war's vor allem die disziplinierte Spielweise gegen den Ball, die den Punkt bescherte. Gegen Finnentrop lief's dann eher weniger gut. Macht's doch nochmal wie am Donnerstag!
Heimspiel-Tipp: Gievenbeck wehrt sich nach Kräften. Das reicht zu einem 2:2-Remis. Eigentlich zu wenig, aber jeder Punkt hilft bei zwei Punkten Vorsprung vor den Abstiegsplätzen.
Janning: 1:3. Wobei ich natürlich hoffe, dass Gievenbeck drin bleibt. 

FCE Rheine - Preußen Münster II (So., 15 Uhr)
Wie können dieser seltsame 2:2-Geschichte denn nun eigentlich einordnen? Wir wissen nicht mehr weiter. "Natürlich ist das positiv, wenn man noch bis zur letzten Minute dran glaubt", sagt Janning zwar, schiebt ein dickes Aber gleich hinterher: "Dass man immer bis zur 93. hinten liegt, muss nicht sein. Es ist nicht immer garantiert, dass so'n Fallrückzieher reinsegelt." Was fehlt denn? "Dass wir das zweite Tor nachlegen", meint der Defensivspieler. Das verpassen die Eintrachtler und bringen sich dann dank nicht so guter Phasen oft selbst in die missliche Lage. Eigentlich ja auf dem Papier eine ganze einfache Lösung...
Heimspiel-Tipp: 1:3. 
Janning: Wir haben Bock darauf, zuhause gegen so einen Gegner nach sechs Wochen endlich wieder einen Dreier einzufahren. Das wird ein knappes Ding. 2:1, mit dem besseren Ende für uns. Luca Ehler ist gut drauf, er macht einen und Georges. Diesmal ohne Fallrückzieher und diesmal treffen wir vielleicht um die 80. herum.

SF Lotte - SV Schermbeck (So., 15 Uhr)
Zehn Spiele lang sind die Sportfreunde bereits ohne Niederlage. Sie sind auf Platz vier hochgestürmt. Und das soll auch gegen den Elften aus Schermbeck so weiter gehen. "Ich erwarte ein Spiel, in dem Kleinigkeiten entscheiden. Der Gegner ist ähnlich wie der ASC, hat viel Power. Aber wenn wir die Power, die wir in den ganzen letzten Wochen auf den Platz bekommen haben, auch da wieder auf den Platz bringen, werden die drei Punkte auch bei uns behalten", gibt sich SFL-Coach Fabian Lübbers zuversichtlich.
Heimspiel-Tipp: Heimspiel, drei Punkte, kein Gegentor. 4:0. Sauberer Sonntag. Am Autobahnkreuz darf weiter von der Regionalliga geträumt werden.
Janning: Lotte hat einen Lauf aktuell: 2:0

Westfalenliga 1

Borussia Emsdetten - Hammer SpVg (So., 15 Uhr)
Wie hält man als Tabellensiebter eigentlich so die Spannung hoch wie die Borussen? Nur eines von den sechs Spielen in 2023 verloren die Dettener, zuletzt gab's den Dreier über Schwergewicht Lünen. "Wir wollen uns immer mehr Etappenziele setzen, als nächstes die 30-Punkte-Marke knacken. Da haben wir gegen Hamm die Möglich, es zu schaffen", sagt Borussias Co-Trainer Bodo Gadomski. Ein Punkt würde schon genügen, wäre aber vor heimischem Publikum gegen den Drittletzten zu wenig.
Heimspiel-Tipp: 2:1. 32 Zähler sind's nun. Stark!
Janning: 3:1

SC Peckeloh - Westfalia Kinderhaus (So., 15 Uhr)
Sieben Punkte aus drei Spielen: Ja, Kinderhaus ist passend zum Aufgalopp beim Spitzenreiter voll im Flow und im Jahr 2023 angekommen. Am Mittwochabend testete die Westfalia kurzerhand bei Preußen Münsters U19 und siegte 3:2. Die Stimmung dürfte also weiterhin top sein. Aber Peckeloh ist die Steigerung einer harten Nuss: Zwölf (!!!!) Gegentore in 22 Spielen. Irre.
Heimspiel-Tipp: Knappes Ding, aber nix zu machen. 1:0. Peckeloh siegt spät und per Standard-Tor.
Janning: 3:0

Preußen Espelkamp - GW Nottuln (So., 15 Uhr)
Früher war alles besser. Einst galt beispielsweise GW Nottuln als Auswärtsmacht. Doch in 2023 ist das nicht mehr der Fall. Sämtliche drei Ligaspiele in der Fremde verloren die Grün-Weißen. Sowieso wartet Nottuln nun schon etwas auf einen Dreier, in den vergangenen vier Punktspielen sprang nur ein Zähler raus. Was'n da los? Verwandelt sich Roland Westers gerade zur 'Lame Duck'? Das können wir verneinen. Beim 0:5 gegen Peckeloh hörte sich das Resultat viel schlimmer als die Leistung, im Pokalfinale stehen die Nottulner ja auch. Also alles cool, nur eine ganz normale Ergebniskrise...
Heimspiel-Tipp: Nix Lame Duck. 1:2.
Janning: 2:2. Torreiches Unentschieden, ist ja ein bekanntes Ergebnis und muss ich ja mindestens einmal tippen.

Lüner SV - SV Mesum (So., 15 Uhr)
Fünf Punkte aus drei Spielen, das ist natürlich eine nette Bilanz. Dreimal keine Pleite. Klingt auch schön. Allerdings hätten es sowohl gegen Hamm als auch Haltern wohl drei sein dürfen/müssen. Beides Teams von unten. Also was ist das nun: Fisch? Fleisch? Oder irgendetwas dazwischen? Die Mesumer sind Fünfter und punktgleich mit dem Vierten aus Lünen, haben allerdings ein Spiel mehr bestritten. Mit einem Sieg würde der SVM also zumindest im Rennen um Platz vier dabei bleiben. Skurril: Die beiden letzten Gegentore kassierte der SVM jeweils in Minute 68. 
Heimspiel-Tipp: 2:0. Kein Gegentor in der 68., dafür in der 67. Minute. 
Janning: Mesum gewinnt mit 2:1 in der letzten Minute.

TuS Hiltrup - SpVgg Erkenschwick (So., 15 Uhr)
Hiltrup vor Augen, Delbrück im Kopf? Vielleicht hilft es dem TuS, dass der inzwischen "nur noch" Tabellenzweite aus Erkenschwick am Mittwoch sein Westfalenpokal-Halbfinalspiel in Delbrück beschreitet. Die Chance zum Titelgewinn ist übrigens groß fürdie Schwicker: Im parallelen Halbfinale stehen sich der ASC Dortmund der FC Gütersloh gegenüber. Zwei ambitionierte Oberligisten, klar, aber: Machbarer als Regionalligisten. Ergo: Da könnte das Spiel am Osttor vielleicht tatsächlich eher nur so mitgenommen werden. (wir wollen dem TuS ja nur Hoffnung machen...)
Heimspiel-Tipp: Hiltrup schafft die Sensation: 2:1. 
Janning: 2:2



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Kreisliga A Münsterland

Pl. MannschaftSp. TorePkt.
1    SV Mauritz 06 30    129:28 83  
2    FC Nordwalde 30    92:27 77  
3    SG Sendenhorst 31    91:28 77  
4    Germ. Hauenhorst 30    87:30 76  
5    VfL Billerbeck 30    88:28 71  

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