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Bezirksliga 11

Robin Schwick (l.) war mit dem FC Nordkirchen gerade richtig gut drauf, ehe das Corona-Virus nicht nur die Fußballwelt zum Erliegen brachte.

"Es war der richtige Schritt" 


von Christian Lehmann

(25.03.20) Spätestens seit dem 1. März wissen wir, warum sich der SV Herbern so intensiv um die Dienste von Robin Schwick bemüht hat. Der Gala-Auftritt des 20-jährigen Nordkircheners gegen die Sportfreunde Merfeld ist auch uns in bleibender Erinnerung geblieben. Das Schöne: Dank der Zusammenfassung von Tino Wermeling können wir uns den Streifen immer und immer wieder ansehen. Derzeit ist der quirlige Dribbler des FCN allerdings zur Tatenlosigkeit verdammt, bis auf Weiteres darf kein Fußball gespielt werden. Wie er damit umgeht, was er über die Saison seines Teams denkt und warum er im Sommer zum Nachbarn wechselt, hat uns Schwick im Interview verraten.

 

Hallo Robin! Ihr hattet vor der Saison-Unterbrechung einen richtig guten Lauf. Wie sehr nervt die Pause?
Schwick:
Das kommt echt zum falschen Zeitpunkt - wobei man überhaupt nicht sagen kann, dass es einen richtigen Zeitpunkt für so eine Situation gibt. Für uns lief es allerdings mega gut. Zuletzt haben ja sogar Stadtlohn und Haltern auch mal Punkte gelassen, das war in der Hinrunde so gut wie nie der Fall. Es ist ärgerlich, dass es jetzt nicht weiter geht.

War das Spiel gegen Merfeld dein persönlich bestes in dieser Saison?
Schwick:
Ich glaube schon, dass es mein bestes Spiel war. Ich hatte am Ende der vergangenen und zu Beginn dieser Spielzeit ein kleines Tief. Mittlerweile läuft's aber wieder richtig gut.

Ihr seid nach dem verpassten Aufstieg in der Relegation ambitioniert ins Rennen gegangen. Wieso lief es in der Hinrunde noch nicht so, wie ihr euch das vorgestellt hattet?
Schwick:
Wir hatten mit vielen Verletzungen zu kämpfen. Benny Siegert oder Daniel Krüger zum Beispiel sind für längere Zeit ausgefallen. Durch viele Ausfälle und Wechsel hat auch in der Abwehr die Stabilität gefehlt. Außerdem wussten wir nicht, was auf uns zukommt. Mittlerweile kennen wir in der neuen Liga alle Mannschaften, wir haben auch kaum noch Verletzte.

Du hast nicht immer in Nordkirchen Fußball gespielt...
Schwick: Nein, ich komme gebürtig aus Nordkirchen und habe hier in der F-Jugend angefangen. In der D-Jugend bin ich nach Lüdinghausen gewechselt, Union hat damals in der Bezirksliga gespielt. Von dort aus bin ich dann zu Rot-Weiß Ahlen, ein Jahr habe ich in der A-Jugend beim SV Lippstadt gespielt.

Du wolltest also schon im höherklassigen Amateurfußball Fuß fassen?
Schwick:
Ja, sonst hätte ich mich nicht für den Wechsel nach Lippstadt entschieden. Ahlen lag um die Ecke, da habe ich immer gespielt. Nach Lippstadt war ich teilweise bis zu zwei Stunden unterwegs. Ich wollte gerne in die Bundesliga aufsteigen. Dort habe ich aber kaum gespielt, weil ich eine Knieverletzung hatte. Ich war bei vier Ärzten und wusste nach drei Monaten immer noch nicht, was ich habe. Ein Bochumer Arzt hat dann festgestellt, dass ich einen Riss im Schleimbeutel habe und dass das Knie entzündet und vernarbt ist. Wäre das früher herausgefunden worden, hätte ich eine deutlich kürzere Pause machen müssen.

Danach bist Du dann zurück nach Nordkirchen gegangen?
Schwick:
Der Plan war eigentlich anders. Wenn ich die Chance gehabt hätte, direkt bei einem Westfalen- oder Oberligisten zu spielen, hätte ich das vielleicht auch getan. In dieser Situation war es aber der richtige Schritt, zurück nach Nordkirchen in die gewohnte Umgebung zu gehen. Ich denke, dass das sinnvoll war. 

Dennoch wechselst Du nach der Saison zum SV Herbern? Was waren die Gründe?
Schwick:
Der Hauptgrund war, dass Herbern eine Liga höher spielt und in der Region einen sehr guten Namen hat. Ich will mich da durchbeißen und spielen. Es gab auch weitere Möglichkeiten, aber mit Herbern habe ich mich am sichersten gefühlten. Wir haben einige Ex-Herberner im Team, mit denen habe ich beim Mannschaftsabend darüber gesprochen. Die haben mir auch viel Positives über den Verein erzählt und gesagt, dass es der richtige Schritt ist.

Dein derzeitiger Mitspieler Benjamin Siegert wird Trainer in Herbern. Hat das keine Rolle gespielt?
Schwick:
Nicht direkt. Der Kontakt lief ja nicht über Benny, sondern hauptsächlich über Ludger Staar. Ich weiß gar nicht, ob Benny da ein gutes Wort für mich eingelegt hat.

In der Rückrunde habt ihr bisher einen sehr guten Eindruck hinterlassen. Glaubst Du, dass ihr mit dem FC Nordkirchen nicht vielleicht auch noch den Sprung in die Landesliga packen könnt?
Schwick:
Der erste Platz ist schon ziemlich weit weg (neun Punkte, Anm.). Wer weiß, vielleicht lässt Stadtlohn (sechs Punkte vor dem FCN) ja noch ein paar Punkte liegen. Wir werden jedenfalls - wenn die Saison weitergeht - unsere Hausaufgaben machen.

À propos Hausaufgaben - wie hälst Du dich momentan fit?
Schwick:
Wir haben da klare Vorgaben bekommen, müssen dreimal die Woche mit ordentlichem Tempo Läufe machen und dann einen Screenshot davon in unsere WhatsApp-Gruppe stellen. Wer das nicht tut, muss Strafe zahlen.

Siehst Du Probleme, bei deinem künftigen Verein anzukommen, wenn die Saison verlängert wird? Ihr spielt schließlich in einer 18er-Staffel, womöglich steht sogar noch eine Relegation an...
Schwick:
Darum mache ich mir derzeit keine Gedanken. Das Problem, dass wir eine extrem kurze Sommerpause hätten, würde ja für alle gelten. Wir hatten nach der Aufstiegsrunde der Vorsaison schon eine extrem kurze Pause. Das hat sehr an den Kräften gezehrt und Auswirkungen auf unseren Saisonstart gehabt. Letztendlich wäre es aber auch schade, wenn die Saison komplett abgebrochen wird.



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