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Oberliga Westfalen/Westfalenliga 1 - Anschwitzen

Justus Kurk (l.) und der 1. FC Gievenbeck spielten heute Abend zur unchristlichen Uhrzeit um 18 Uhr das Eröffnungsspiel der Oberliga. Foto: Lehmann

Es waren dann doch ein paar Karten mehr


von Fabian Renger

(01.09.23) Erstmal müssen wir ein Missverständnis aus dem Weg räumen. So ein braver Junge ist Justus Kurk dann doch nicht. Laut Öffnet externen Link in neuem Fensterseines transfermarkt-Profils soll der 25-Jährige bislang nur drei Gelbe und eine Gelb-Rote gesehen haben. In wohlgemerkt über 80 Oberliga- bzw. Westfalenliga-Spielen für den 1. FC Gievebeck. Wie ist das möglichlich für jemanden wie ihn, der als eher defensiver Sechser sein Tagewerk vollbringt? "Das stimmt nicht", entgegnet Kurk. "Im letzten Jahr hatte ich sechs oder sieben Gelbe, ich war auch mal gesperrt." Glaube nicht alles, was so im Internet steht.

Kurks Vita ist so überschaubar wie Vitas bei den 49ers halt so sind: In der frühesten Jugend war er beim SC Greven 09 unterwegs, 2012 ging es mit 14 nach Gievenbeck. Er biss sich durch bis nach oben. "Ich bin nicht der technisch versierteste, eher einer, der Räume zuläuft", sagt Kurk über sich selbst. Mit 1,93 Meter hat er das Gardemaß für einen Defensivspieler, scheut sich vor keinem Zweikampf. Den Begriff des Staubsaugers mag er aber nicht. "Zu hoch gehangen", findet er.

Der Sechser gehört derzeit zu dem Mannschaftsteil des Tabellenführers, der wohl am meisten dafür sorgt, dass die Saison so gut angelaufen ist. Gerade über diese starke Defensive um die Innenverteidiger Miclas Mende und Manuel Beyer kommt der FCG. Zwei Gegentore waren es bisher in drei Partien, die jeweils gewonnen wurden. Zu Beginn der Vorbereitung, erklärt Kurk, sei es viel um die Defensivarbeit gegangen. Allgemein sei die derzeitige Stabilität aber das Resultat eines andauernden Prozesses. "Die Lehren kommen noch aus der vergangenen Saison. Das hat sich ein bisschen in der Rückserie des letzten Jahres eingestellt." Irgendwann habe man klar auf Viererkette umgestellt. Das half. Bis heute.

Auch die Eingespieltheit tut Gievenbeck natürlich gut. Und die Neuzugänge sind voll eingeschlagen. Beispielsweise Elias Strotmann. Er ist vorne ein absolut belebendes Element, ein Zielspieler, der Bälle festmacht, der immer anspielbar ist. Kurks Coach Florian Reckels sagte das bisher häufiger, Kurk wiederholt das ebenfalls. Strotmann kam aus Mesum. Aus der Westfalenliga. Anderswo, in Dortmund oder in Lotte, wurde höherklassig geshoppt. Die Mittel hat man in Gievenbeck nicht. Braucht es aber auch nicht.

Mentalität schlägt Qualität?

"Das ist ein klassischer Spruch, aber Mentalität schlägt vielleicht auch ein bisschen die Qualität", meint unser Anschwitzkontrahent. Überdies sei Konkurrenzkampf gerade sehr hoch. "Jeder pusht sich. Das tut der Mannschaft gerade gut." Bemerkenswert dennoch: In den ersten beiden Ligaspielen sowie im Kreispokalspiel gegen Kinderhaus vertraute Reckels ein- und derselben Startelf. In der Vorwoche, beim 2:1 in Sprockhövel, tauschte er erstmalig zweimal. Kurk spielte in diesen vier Pflichtspielen übrigens immer durch. Was ihn selbst überraschte - uns aber nicht, wenn man liest, was Reckels einst auf Öffnet externen Link in neuem Fensterder FCG-Webseite über ihn sagte: "Justus ist ein Spieler, den sich jeder Trainer wünscht – zuverlässig, intelligent. Er ist wichtig für die Balance im Team."

Das soll der Chef auch mal zu mir sagen...Kurk, der 20 Stunden bei einer Bank arbeitet und obendrein Wirtschaftsspychologie studiert, nimmt sich trotz Umzugsstress für uns Zeit. Vorbildlich! Notulns "Percy" Schultewolter unterlag ich in der Vorwoche mit 2:4. 

Anschwitzen, 4. Spieltag

Oberliga Westfalen

1. FC Gievenbeck - Preußen Münster II (Fr., 18 Uhr)
Kurk sagt zum perfekten Beginn: "Uns haben viele als Abstiegskandidat Nummer eins getippt. Dass wir jetzt nach drei Spielen neun Punkte sicher haben, damit haben nur wenige gerechnet. Das ist ein fantastischer Start." Der geschätzte Kollege Jonas Austermann schrieb kürzlich einen Öffnet externen Link in neuem Fenstersehr lesenswerten Text über Gievenbecks Louis Martin. Lege ich euch sehr ans Herz. Ansonsten gibt's gar nicht so viel zu sagen. Derby und so. Ich frage mich bloß, wer auf solche Anstoßzeiten kommt? 18 Uhr halte ich selbst an einem Freitag für sehr früh aus Arbeitnehmer-Sicht. Aber das kann dem FCG ja bald eh egal sein. In der Regionalliga werden die Freitagsspiele in der Regel um 19.30 Uhr angepfiffen...
Heimspiel-Tipp: 1:2. Der erste Punktverlust für die Hausherren trotz starkem Kampf.
Kurk: 2:1. Louis (Martin), wenn er wieder fit ist, und Elias Strotmann treffen.

Türkspor Dortmund - SF Lotte (Sa., 16 Uhr)
Für die Sportfreunde kommt es zum Wiedersehen mit ihrem Öffnet externen Link in neuem Fensterletztjährigen Abwehrchef Simon Schubert, der jetzt in Dortmund zockt. Wer den schonmal aus der Nähe gesehen hat, der weiß: Mit dem legst du dich besser nicht an. Der hat nämlich ungefähr eine Ausstrahlung wie Bud Spencer. Dortmund flog am Dienstag gegen Wiedenbrück nach einem 2:4 aus dem Westfalenpokal, war aber knapp dran an einer Überraschung und verschoss u.a. einen Elfer.
Heimspiel-Tipp: 1:3. Lotte bleibt auf Kurs und Dortmund sieglos.
Kurk: 2:3.

SpVgg Vreden - SF Siegen (Sa., 17 Uhr)
Gepfiffen wird das Match von Niklas Simpson. Der trägt a) einen schönen Nachnamen und war b) früher Westfalenliga-Keeper beim DSC Wanne. Simpson pfeift für Victoria Habinghorst, ist 22 Jahre jung und bestreitet sein erstes Jahr in der Oberliga. Ein Schnupper-Spiel dort hatte er am Ende der Vorsaison - in Vreden. Öffnet externen Link in neuem FensterSeine vielversprechende Torwart-Laufbahn ließ er für den Schiri-Dienst übrigens sausen, ist binnen kürzester Zeit aufgestiegen, hat auch Einsätze in der U19-Bundesliga vorzuweisen. Erst im März stieg er zur Westfalenliga auf. Simpson ist offenbar keine Pfeife an der Pfeife...
Heimspiel-Tipp: Simpson sieht sieben Tore. Kranker Kick. 4:3.
Kurk: 1:2

FCE Rheine - SV Schermbeck (So.,15 Uhr)
An Ostermontag gab's die letzte Auseinandersetzung der beiden. Schermbeck ging damals zuhause in Minute 90 mit 2:1 in Front, in der 93. glich Rheines Luca Ehler zum 2:2-Endstand aus. Es wäre ein Ergebnis, das den FCE nicht weiterbringen würde. Eine Niederlage aus drei Saisonspielen ist nicht viel, aber wenn du die anderen beiden Spiele eben Remis spielst - dann ist die Ausbeute zu gering.
Heimspiel-Tipp: 2:1. Rheines erster Saisonsieg. Die Wiedergutmachung nach dem Lotte-Debakel hat haut hin. Ehler und Hölscher treffen.
Kurk: 1:3

Westfalenliga 1

TuS Hiltrup - RW Maaslingen (So., 15 Uhr)
Maaslingens Start ist phänomenal: Sieben Punkte, 8:2-Tore, Tabellenführung. Starke Bilanz für den Aufsteiger. Hiltrup hat sich aber auch eingegroovt. Zeit für den Rückblick aufs letzte Duell der beiden. Öffnet externen Link in neuem FensterDas war am 2. Dezember 2018. Wir empfehlen die Lektüre des Spielberichts zum damaligen Hiltruper 5:4-Erfolg. Das war nämlich kein so gewöhnliches Fußballspiel. Hiltrups damaliger Trainer Carsten Winkler (schöne Grüße!) beendete den Abend am Glas.
Heimspiel-Tipp: Warum nicht wieder eine Prise Wahnsinn? 5:4. Ob Stöppel nachher auch Alkohol braucht, werden wir Sonntagabend erfahren.
Kurk: 2:2

Westfalia Kinderhaus - TuS Haltern (So., 15 Uhr)
Haltern machte einen sehr gut organisierten Eindruck gegen Mesum. Das trifft normalerweise auch auf Kinderhaus zu, war gegen Verl aber nicht so zu sagen. Auffällig: In keinem der bisherigen drei Ligaspiele hielt Kinderhaus die Null. Das war im Endspurt der Vorsaison ganz anders...
Heimspiel-Tipp: 3:0! Endlich die Null. Perfekter Sonntag. Nick Rensing, Luis Haverland und einer der Witts butzen.
Kurk: 3:1

SV Mesum - Hammer SpVg (So., 15 Uhr)
Nein, ich schreibe heute nicht über Christian Biermann. Schauen wir besser mal nach Hamm. Die Hammer sind noch sieglos, haben erst einen Zähler eingefahren. Trainer Ferhat Cerci vermisste gegen Nottuln beispielsweise die "Geilheit. Man muss auch mal antizipieren, auch mal lauern. Der Gegner hat Fehler gemacht, die haben wir nicht genutzt." So steht's Öffnet externen Link in neuem Fensterbeim WA geschrieben,der sich ausführlich mit dem Fehlstart beschäftigt.
Heimspiel-Tipp: 2:0. Wer mindestens einmal das Tornetz testet, sollte ja klar sein.
Kurk: 2:1

GW Nottuln - Borussia Emsdetten (So., 15 Uhr)
Irgendwas mit Roland Westers trifft auf seine Ex-Mannschaft.
Heimspiel-Tipp: 1:1. Borussia zeigt sich stark formverbessert, was jetzt aber auch nicht so schwer ist. Das reicht aber nicht für einen Sieg.
Kurk: 3:1



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Kreisliga A Münsterland

Pl. MannschaftSp. TorePkt.
1    SV Mauritz 06 30    129:28 83  
2    FC Nordwalde 30    92:27 77  
3    SG Sendenhorst 31    91:28 77  
4    Germ. Hauenhorst 30    87:30 76  
5    VfL Billerbeck 30    88:28 71  

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