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Landesliga 2

Seine Botschaften sind klar und für alle Spieler verständlich. Auch deshalb legte sich die Mannschaft für die Verlängerung mit ihrem Trainer mächtig ins Zeug. Foto: Teipel

Ömmes und der SuS - eine Liebesliebe


Von Andreas Teipel

(14.01.20) Der SuS Neuenkirchen und Manuel Öhmann trennen sich nach der Saison? Nie im Leben! Und doch stand diese Option im Raum. Das Schicksal aber sorgte dafür, dass Öhmann im Sommer gemeinsam mit dem SuS in seine sechste Saison geht. "Vor fünf Jahren habe ich hier einen Huddel-Haufen übernommen", so der Trainer, "heute aber stehen alle zusammen. Und egal ob wir gewinnen oder verlieren: Es macht immer Spaß." Auch Abteilungsleiterin Dagmar Deupmann schwärmt für Öhmann: "Von mir aus könnte er noch 20 Jahre weitermachen." Das gleicht schon fast einem gegenseitigen sportlichen Liebenbekenntnis.

Warum also der Trennungsgedanke? "Manuel hatte vor der Saison schon angekündigt, dass es sein letztes Jahr werden soll", so Deupmann. Beruflich sei er zu eingespannt und würde deshalb Mannschaft, Verein und Familie so nicht mehr unter einen Hut bringen. Es gab sogar schon einen Wunschkandidaten, den Verein und Trainer unabhängig voneinander als Nachfolger favoritierten. Doch dann kam alles doch ganz anders:

Der Kandidat lehnte ab, Öhmann wechselte durch einen Zufall die Arbeitsstelle, und dann rückte auch noch ein Kommitee der Mannschaft an, um ihr Veto gegen einen Trainerwechsel vorzutragen. "Wir haben uns als Mannschaft eindeutig für ihn ausgesprochen", steht auch Rückraumspieler Manuel Kösters voll hinter Öhmann, "im Kader gibt es einfach niemanden, der mit ihm nicht klar kommt. Er lebt vor, was er der ganzen Mannschaft eingetrichtert hat: Gib' niemals auf."

Angesichts der aktuellen sportlichen Lage sicher nicht der schlechteste aller Ratschläge. Aktuell belegt der SuS nur den vorletzten Platz der Landesliga-Tabelle und hat schon vier Zähler Rückstand aufs rettende Ufer. Das ist man in Neuenkirchen zuletzt nicht gewohnt gewesen. In den beiden vergangenen Spielzeiten wurde die Mannschaft Kreismeister, wurde Bezirksliga-Vierter 2018; dann Meister 2019, stieg auf in die Landesliga und kam aus dem Feiern gar nicht mehr raus. Jetzt sind die Lernziele andere: Nicht mehr runterfahren damit einem Erfolge nicht zu Kopf steigen, sondern eine ordentlich Schippe drauflegen und beißen, um den Abstieg doch noch zu verhindern. In jedem Fall haben wir ja jetzt gelernt: Gib' niemals auf. Und wenn Du schon absteigst, hab' wenigstens Spaß dabei.



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