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Bezirksliga 7

Enno und die Rasselbande


von Christian Lehmann

(30.01.20) Schon bevor ich mich näher mit Westfalia Soest befasst habe, wusste ich: Das muss eine hochinteressante Truppe sein. Extrem jung, dynamisch, frech - und wahnsinnig schnell unterwegs - so wurde mir das Team des Tabellenfünften häufig beschrieben. Um mehr über das Team von Ibrahima "Ibou" Mbaye (40) herauszufinden, habe ich mich im ersten Schritt mit Enno Stemmerich unterhalten. 

Der frühere Leader von Blau-Weiß Aasee musste im vergangenen Sommer seinem Herzensverein und Münster den Rücken kehren, weil er als Lehrer in Arnsberg arbeitet. Der Einstieg bei Westfalia Soest wurde ihm jedoch leicht gemacht. "Ich bin hier super aufgenommen worden. Wir haben eine tolle, kollegiale Mannschaft", betont der Mittelfeldspieler, der mit 28 Lenzen der "Opa" im Team ist. Und das hat einen Grund: Schon in den vergangenen Jahren hat die U19 des Vereins immer wieder gute Spieler hervorgebracht, im Sommer rückten dann gleich sieben (!!!) Spieler hoch in die Erste, von denen es fünf auf Anhieb zum Stammspieler geschafft haben.

Zwei Aufstiege in Serie

Die Entwicklung im Jugendbereich ist sensationell: Binnen zwei Jahren hat die A-Jugend den Durchmarsch von der Bezirks- in die Westfalenliga geschafft. Die Erfolge sind eng mit dem Namen Ibou Mbaye verknüpft, denn es war der heutige Trainer der Ersten, der den Nachwuchs auf seinem Weg begleitete. "Es hat einfach alles gepasst, wir hatten in dem einen oder anderen Spiel auch ein wenig Glück. Und wenn Du solche Spieler hast, ist es als Trainer einfach", sagt der gebürtige Senegalese, der als Stürmer für Union Solingen, den FC Oberneuland, Germania Gladbeck und den SV Zweckel spielte - unter anderem in der Oberliga. Was mit "ein wenig Glück" meint: Erst durch einen Treffer in der letzten Minute machten die Soester im Herzschlag-Finale der Vorsaison den Aufstieg klar.

70 bis 80 Prozent der Mannschaft, die er im Sommer übernahm, hatte der A-Lizenz-Inhaber zuvor schon mal trainiert. Eine gewichtige Rolle am Soester Aufschwung schreibt Mbaye auch seinem Co-Trainer Jannick Schürhoff zu, der früher ebenfalls in der ersten Mannschaft der Westfalia kickte. 

Taktische Flexibilität

Nicht zuletzt, weil viele Spieler die Jugendabteilung des SV Lippstadt durchliefen, bevor sie (zurück) nach Soest kamen, ist die Mannschaft taktisch exzellent ausgebildet. Zwar verrät uns der in der Hinrunde oft von Verletzungen geplagte Stemmerich, dass die Truppe gerade zuhause gerne in den Anfangsminuten extremes Offensivpressing betreibt, um ihre Gegner zu zermürben. Doch Mbaye weiß, dass seine Jungs noch mehr drauf haben: "Wir sind sehr flexibel, können auch mal tief stehen und den Gegner kommen lassen. 4-3-3, 4-2-3-1, Dreierkette - die Truppe beherrscht verschiedenste Varianten. Mbaye: "Ich möchte nicht berechenbar sein."

Nachdem die Westfalia in der Vorbereitung exzellente Ergebnisse abgeliefert hat, träumten im Soester Umfeld die ersten sogar schon vom Aufstieg. Doch der Trainer bremst die Euphorie. "Die Jungs sind sehr gut, das wissen wir. Aber sie brauchen auch Zeit und werden ihre Erfahrungen machen müssen." Stemmerich sieht das genauso: "Es ist verständlich, dass dem einen oder anderen noch die Kaltschnäuzigkeit fehlt. Einige Jungs sind noch etwas zu ruhig auf dem Platz." Gegen ausgebuffte, erfahrene Mannschaften wie etwa den SV Drensteinfurt zahlte die Rasselbande Lehrgeld. "Ich bin absolut zufrieden mit dem Tabellenplatz. Mittel- bis langfristig wollen wir uns aber schon andere Ziele setzen", so Mbaye.

Starker Teamgeist durch gemeinsames Bruzzeln

Sportlicher Erfolg ist aber auch nicht alles. "Ibou ist ein richtig toller Typ. Er legt sehr viel Wert auf das Miteinander, hat immer ein offenes Ohr, begründet seine Entscheidungen", sagt Enno Stemmerich. Der Trainer, der als Lehrer an einer Berufsschule tätig ist, lud seine Jungs im Sommer auch schon zum gemeinsamen Kochen ein - das Teambuilding kam richtig gut an. 

Individuell haben die Soester richtig viel Klasse in ihrem Team. Als "herausragend" charakterisiert Stemmerich Torhüter Lukas "Kasper" Kasparek. "Der hat Abschläge drauf, die habe ich noch nie gesehen!" Technisch exzellent und eine Augenweide am Ball ist Lukas Brenk (26), neben dem Ex-Münsteraner einer der erfahrensten im Team. Ein Mega-Talent ist Luke Neitzner. Acht Saisontore hat der flinke, technisch extrem starke Stürmer, der auch das Kopfballspiel exzellent beherrscht, schon erzielt.



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2    FC Nordwalde 30    92:27 77  
3    SG Sendenhorst 31    91:28 77  
4    Germ. Hauenhorst 30    87:30 76  
5    VfL Billerbeck 30    88:28 71  

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