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Oberliga Westfalen/Westfalenliga 1 - Anschwitzen

"Keine Panik, Ramon, ich bin ja da." So oder so ähnlich dürfen wie die Szene hier wohl interpretieren. Tim Heger bewacht seinen Schnapper Ramon Büsken. Foto: Lehmann

Auf Anhieb gesetzt: Hegers stabile Debütsaison


von Fabian Renger

(01.03.24) Der Aufschwung des FC Eintracht Rheine trägt auch seinen Namen: Tim Heger. Im Sommer schaffte er den Sprung aus der U19 in den Herrenbereich. Wobei 'schaffen' das falsche Wort ist, 'meistern' wäre an dieser Stelle angebrachter. Schließlich ist der 19-Jährige direkt mittendrin, statt nur dabei. 14 Einsätze waren es in dieser Saison, zehn von Anfang an - siebenmal ging es für ihn über die volle Distanz. Für eine Debütsaison eine wahnsinnig stabile Bilanz. Heger geht da mit: "Ich hätte nicht erwartet, dass ich als Jugendlicher so viele Spiele spiele. Das hat aber auch viel mit den Trainern zu tun. Ich hatte Glück, dass die Trainer mit meinem Spielstil zufrieden sind."

Spielstil? Wie sieht der bei dem Innenverteidiger aus? "Ich probiere, so viel es geht, mit Auge zu machen, um Sprintduellen aus dem Weg zu gehen", sagt Heger und lacht. Was er meint: Man muss zu ihm aufschauen, er ist rund zwei Meter groß und damit nicht gerade prädestiniert für einen Speedtest. Da brauchst du andere Qualitäten. Die Kopfballstärke gehört logischerweise dazu und auch ein töftes Spielverständnis besitzt er. Kurzpassspiel hinten raus oder mal ein langer Ball in die Tiefe: Heger weiß, was er wann wie machen muss. Unter dem noch relativ frischen FCE-Coach Christian Hebbeler, der im November übernahm, stand Heger abgesehen von einer verletzungsbedingten Ausnahme immer im Aufgebot und stets in der Startelf. Ihm wird Vertrauen geschenkt - und er zahlt's zurück.

Die Fitness stimmt beim FCE

In der Jugend war er einst als Allrounder gefordert. "Mal auf der Sechs, mal im Sturm", erinnert er sich. Inzwischen ist das aber Geschichte. Der angehende Industriekaufmann ist fester Bestandteil des Abwehrzentrums. Natürlich gebe es noch Optimierungsbedarf, findet er selbstkritisch. "Es gibt genug Defizite, an denen ich noch arbeiten muss", sagt Heger und nennt ein Beispiel. "Ich muss meine Verletzungsanfälligkeit noch in den Griff kriegen. Mit 19 Jahren darf man nicht so anfällig an den Bändern sein." Probleme mit der Kapsel waren schonmal dabei, in der U19 verpasste er den Schlussspurt in der Vorsaison aufgrund einer Schultereckgelenksprengung. Ungünstig, die Sportabi-Prüfung stand kurz bevor - hat aber irgendwie dann doch hingehauen. Timing.

Die Fitness ist auch ein Punkt, der den FCE derzeit zu Höchstleistungen bringt. In allen fünf Ligaspielen dieses Kalenderjahres holten die Rheinenser was Zählbares. Zuletzt gab's den Überraschungsdreier gegen die SF Lotte. Was hat Hebbeler bloß mit dem FCE in der Wintervorbereitung angestellt? "Ich würde mal sagen, wir sind als Mannschaft nochmal ein Stück enger zusammengerückt, weil wir uns der Lage bewusst sind, in der wir sind", erklärt Heger. Hebbeler mutierte offensichtlich zu einer Art Quälix, die Vorbereitung sei ziemlich schweißtreibend und intensiv gewesen. "Wir haben an unserem Fitnesslevel gearbeitet - was uns gut tut, um dem Gegner 90 Minuten Paroli bieten zu können. Fußballspielen können wir alle, sonst würden wir nicht da spielen, wo wir spielen. Mit einem guten Fitnesszustand ist aber alles leichter." Ob Medizinbälle im Spiel waren? Man weiß es nicht.

"Super Teamleistung" beim FCE

Jedenfalls hat der FCE nun die Körner, die es braucht, um den Gegner zu bearbeiten. Gegen Lotte wirkte die Eintracht maximal unangenehm. "Das war eine super Teamleistung", schwärmt Heger. Bockstark war der FCE in den Zweikämpfen, er spielte unbefreit auf, zog Lotte auf dem heimischen Rasen so den Zahn. Selbst das bittere 2:2 aus Erkenschwick mit einem Gegentor in der Nachspielzeit spielte keine Rolle mehr im Kopd. "Wir waren uns bewusst, dass keiner mit dem Punktgewinn rechnen würde und wussten, dass wir sie ärgern können." 

Anschwitzen, Oberliga Westfalen, 21. Spieltag

SV Schermbeck - FCE Rheine (So., 15.30 Uhr)
Locker weg für den FCE. Schermbeck ist Zweiter und seit sieben Spielen ungeschlagen. Aber wenn du Lotte schlägst...? Die Brust ist jedenfalls breit am Delsen. "Wenn uns das einer gesagt hätte, dass wir kein einziges Spiel verlieren, dann hätten wir das alle so blind unterschrieben", schaut Heger auf die fünf Partien ohne Niederlage zum Jahresstart zurück. "Das Spiel in Erkenschwick hat uns nochmal gezeigt, dass wir bis zur letzten Sekunde gegen den Ball da sein müssen. Das war gegen Lotte der Fall." Also: Nochmal 90 Minuten plus x voller Fokus, Messer zwischen die Zähne - und Abfahrt. Einfache Gleichung.
Heger: 1:3. Torschützen: Luca Meyer, Luca Ehler macht wieder ein Tor und Fitim Fejza.
Heimspiel-Tipp: Der Hebbeler-Effekt wirkt weiter. Noch ein Punkt, der wichtig sein dürfte. 1:1

SF Lotte - Türkspor Dortmund (Sa.,17 Uhr)
Spitzenspiel am Samstag. Dritter gegen Vierter. Praktisch: Wer schnell nach Hause fährt, kann noch die zweite Halbzeit des Bundesliga-Krachers VfL Wolfsburg - VfB Stutgart gucken.
Heger: Lotte muss jetzt punkten. 2:1
Heimspiel-Tipp: 3:1. Lotte findet zurück in die Erfolgsspur. Rasantes Topspiel.

SF Siegen - SpVgg Vreden (So., 15 Uhr)
Öffnet externen Link in neuem FensterAnnika Kost aus Münster pfeift die Partie, ihr Verein ist "Holzpfosten Schwerte". Die 32-Jährige ist eine erfahrene Unparteiische und hat bereits Einsätze in der Frauen-Bundesliga auf dem Buckel. Da brennt so schnell nichts an. Rein sportlich betrachtet steht hier ein Mittelfelduell an: Der Elfte (24 Zähler) reist zum Zwölften (23). Hmm. Klingt irgendwie nach Schonkost. Vreden muss eine Serie brechen: Aus den vergangenen fünf Duellen mit den SF holte die SpVgg keinen Sieg.
Heger: Vreden macht das. 1:2
Heimspiel-Tipp: 2:2. Vreden gleicht zwei Rückstände aus.

Preußen Münster II - 1. FC Gievenbeck (So., 15 Uhr)
Jetzt sind's sechs (!) U19-Spieler, die der 1. FC Gievenbeck zur kommenden Saison oben integrieren wird. So gehört sich das. In dieser Woche präsentierte der FCG neuen zweifachen Zuwachs aus dem eigenen Stall mit Max Büscher und Timon Tenambergen. Büscher könnte noch ein A-Jugend spielen. Wie sieht eigentlich der Altersschnitt in 2024/25 aus? Carsten Becker oder Torsten Maas, könnt ihr das bitte mal für mich ausrechnen?
Heger: 1:0 für Preußen.
Heimspiel-Tipp: Da halte ich dagegen. 1:2. Die Gievenbecker schlagen den Preußen im Derby ein Schnippchen. Damit trennen die beiden Teams vier Punkte in der Tabelle.

Westfalenliga 1

RW Maaslingen -TuS Hiltrup (Sa., 15 Uhr)
So. Wir haben nochmal näher nachgeschaut. Seit der Saison 2021/22 spielt Öffnet externen Link in neuem FensterAlex Gockel für den TuS Hiltrup. Zwölf Tore schoss er seitdem für die Hiltruper in der Liga, jeweils war's eine Bude. Und tatsächlich: Keines dieser zwölf Spiele verlor der TuS. (sieben Siege, fünf Remis) Ich finde: Das ist bezeichnend und eine ganz starke Statistik.
Heger: Da gehe ich auf Hiltrup und gönne das meinem Kumpel Oskar Wameling. 0:1
Heimspiel-Tipp: No Gockel-Tor, no Party und Hiltrups erste Niederlage nach zehn Spielen ohne. 1:0

TuS Haltern - Westfalia Kinderhaus (So., 15 Uhr)
In der Saison 2019/20 spielte der TuS Haltern noch in der Regionalliga. Anschließend zog sich der Verein freiwillig nach nur einer Saison wieder zurück. Unfreiwillig rutschte die Truppe in die Westfalenliga ab. Und dort ist sie inzwischen ganz unten angekommen. Nur einen Sieg holte der TuS aus den vergangenen neun Partien. Hmm.  Alex Zerche (früher FCE II, Borussia Emsdetten Jugend) holte einen Zähler aus den ersten drei Ligaspielen im Amt.
Heger: 0:3
Heimspiel-Tipp: 1:4. Dreierpack Semih Daglar, weil er einfach es mal verdient hat, dass der Knoten mal so richtig bei ihm platzt. Ein geiler Typ isser sowieso.

Hammer SpVg - SV Mesum (So., 15 Uhr)
Schlotternde Knie braucht keiner in Mesum zu haben. Ganze zwei Tore (!) schossen die Hammer in den vergangenen sechs Partien. Nicht zuletzt deshalb steht Hamm auf dem vorletzten Rang. Zwölf Tore waren es insgesamt in 17 Auftritten. Macht 0,71 Tore pro Spiel. Also damit steigst du zumindest nicht auf...
Heger: 1:2
Heimspiel-Tipp: 1:1. Mesum führt früh, verpasst das zweite Tor, verschießt einen Elfmeter, kassiert einen unnötigen Platzverweis - und dann, in der Nachspielzeit, kassieren die Gäste ein Gegentor nach einem Eckball.

Borussia Emsdetten - GW Nottuln (So., 15 Uhr)
Nennt man das eigentlich Derby? Immerhin beträgt die Anfahrtszeit knapp unter einer Stunde. Das ist noch human. Die Nottulner mühten sich am Donnerstagabend im Kreispokal-Viertelfinale beim A-Ligisten VfL Billerbeck. Nottuln lag lange Zeit 0:1 hinten, Billerbeck verschoss gar einen Elfer - GWN-Ersatzkeeper Noah Glodek hielt - und hinten raus drehte Nottuln die Partie in einen 2:1-Erfolg. Deutlich positivere Schlagzeilen schrieb da Borussia Emsdetten in dieser Woche. Die Borussen verpflichteten Julius Hölscher. Und damit einen meiner absoluten Lieblingsspieler. (ja, das darf ich mal so sagen, oder?)  Also nach Henrik Laumann natürlich - der soll wie ich nämlich Wolfsburg-Fan sein. Was für seinen Fußballsachverstand spricht.
Heger: 1:1.
Heimspiel-Tipp: 1:0



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Kreisliga A Münsterland

Pl. MannschaftSp. TorePkt.
1    SV Mauritz 06 30    129:28 83  
2    FC Nordwalde 30    92:27 77  
3    SG Sendenhorst 31    91:28 77  
4    Germ. Hauenhorst 30    87:30 76  
5    VfL Billerbeck 30    88:28 71  

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