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Ausgelassene Freude bei den Handballern des SC Münster 08. Nach dem 9:8 Mitte der ersten Halbzeit gaben die Hausherren die Führung bis zum Schluss nicht mehr ab.
Große Enttäuschung nach der Schlusssirene bei den diesmal stärksten Hiltrupern Torben Düffel, Ryk Spaedtke und Phillipp Keilmann (v.r.)
Kam immer wieder frei zum Wurf: Nullachts Domenik Keller (M.). Patrick Pohlmann (r.) und Jörn Kunze können nicht mehr eingreifen.
Stieg in der vergangenen Saison mit der HSG Gremmendorf / Angelmodde in die Landesliga auf und macht sich hier breit gegen Daniel Hartelt: Nullacht-Keeper Jonas Igelmann.

Düffel-Knacks im Derby


Von Nicolas Hendricks

(25.01.15) In der Anfangsphase lief das Bezirksliga-Derby zwischen Tabellenführer SC Münster 08 und Verfolger Eintracht Hiltrup für die Gäste wie erhofft: Vorne machte Ryk Spaedtke für die Eintracht das 1:0, hinten brachte Keeper Torben Düffel die Nullachter Offensive mit seinen Reflexen zur Verzweiflung. Lediglich zweimal musste der Keeper in den ersten zehn Minuten den Ball aus dem Netz holen, parierte starke sechsmal gegen die Schützen des Gegners.

Doch dann der Schock: Düffel verletzte sich bei einer seiner Paraden am hinteren Oberschenkel und humpelte früh vom Platz. „Sicherlich eine mitentscheidende Szene“, sagte Hiltrups Trainer Martin Halfmann später. Düffels Vertreter Felix Kuhlenkamp machte anschließend kein schlechtes Spiel, beim letztlich glasklaren 36:29 (17:13)-Erfolg der Hausherren flogen ihm die Bälle trotzdem nur so um die Ohren. Seine Statistik wies später lediglich fünf parierte Bälle auf – bei etwa fünfmal so langer Spielzeit im Vergleich zu seinem Torwartkollegen aus dem eigenen Team.

Neben der Verletzung Düffels machte Halfmann einen zweiten entscheidenden Knackpunkt aus: „Wir haben selbst unsere Chancen nicht konsequent genug genutzt.“ Ungewohnt wenige Treffer fielen aus dem eigenen Rückraum, Tim Rickling traf nur drei von neun Versuchen, bei Stephan Limke war die Quote (zwei von acht) an diesem Tage sogar noch schwächer. Kreisläufer Phillip Keilmann war mit sieben Treffern, vor dem gewohnt gefährlichen Linksaußen Spaedtke mit deren sechs, bester Werfer der Eintracht.

Vorfreude aufs Familienduell

Aufseiten der Nullachter war nach dem Sieg, der übrigens in der Höhe punktgenau so deutlich ausfiel, dass der SCM nun sogar den direkten Vergleich gegenüber Hiltrup mit einem Tor gewonnen hat, die Stimmung enorm gelöst. „Jetzt kann das Bruderduell nächste Saison kommen“, sagte der starke SC-Keeper Jonas Igelmann nach dem Spiel in der Kabine, nachdem die Nachricht der Gremmendorfer-Führung im Landesliga-Derby zu ihm durchdrang. Zur Erklärung: Jonas Bruder Malte ist mit der HSG Gremmendorf/Angelmodde nach dem Sieg über Kinderhaus auf dem besten Wege, die Landesliga zu halten.

Nullacht hat mit vier Zählern Vorsprung und dem gewonnenen direkten Vergleich nun allerbeste Karten auf den Aufstieg in selbige. Denn neben Hiltrup unterlagen überraschenderweise auch die anderen Verfolger aus Vreden und Neuenkirchen an diesem Wochenende. Mehr Big-Point geht nicht. „Wir haben noch so viele schwere Aufgaben. Heute wurde noch nichts entschieden und ich glaube auch nicht, dass der direkte Vergleich am Saisonende den Ausschlag geben wird“, sagt Nullacht-Trainer Björn Hartwig nach der Partie. Klar ist: Mit dem aktuellen Polster haben Hartwig, Igelmann und Co. ab sofort alle Trümpfe selbst in der Hand.

SC Münster 08 - Eintracht Hiltrup     36:29 (17:13)
Eintracht: Düffel, Kuhlenkamp - Keilmann (7), Spaedtke (6), Kunze (4), Reevermann, Rickling (je 3), Hartelt (3/2), Limke (2), Pohlmann (1)

Die Siegerfäuste von Taktik-Fuchs Björn Hartwig. Ein Aufstieg in die Landesliga wäre, nach dem großen personellen Umbruch beim SCM vor anderthalb Jahren, in erster Linie sein Verdienst.


Top-Klicker der letzten 7 Tage

Kreisliga A Münsterland

Pl. MannschaftSp. TorePkt.
1    W. Kinderhaus II 8    37:7 22  
2    Teuto Riesenbeck 8    21:4 22  
3    Osterwick 7    22:4 21  
4    Brukt. Dreierwalde 8    21:6 20  
5    Schöppingen 8    20:6 20  

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