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Bezirksliga 7

Nicht mehr Coach der SG Telgte: Mario Zohlen. Foto: Teipel

"Ich hab das nicht mehr gefühlt"


Von Fabian Renger

(12.08.22) 0:2 hinten gelegen, das Spiel in der Schlussphase in ein 3:2 umgebogen und damit doch noch die nächste Pokalrunde erreicht: So eine Partie macht was aus einem Trainer. Doch Mario "Zetti" Zohlen merkte spätestens am Sonntag, dass es mit ihm nicht mehr so viel machte. Mit der SG Telgte war er beim SV Mauritz zu Gast. Da war Zohlen noch Coach der Telgter. Jetzt ist er - gerade frisch zurückgekehrt ins Amt  - aber schon wieder Geschichte. "Ich hab das nicht mehr gefühlt. Ich hab gemerkt, dass ich mit dem Kopf nicht mehr zu 100 Prozent da bin", erklärt Zohlen seinen ziemlich überraschenden Rücktritt.

Das Trainer-Feuer, wenn man es so nennen möchte, lodert nicht mehr im 50-Jährigen. Spaß, Freude, Enthusiasmus: Das habe er in der jüngeren Vergangenheit einfach nicht mehr gespürt. "Einen Abend vorher bereitet man normalerweise das Training vor", bringt Zohlen ein plumpes Beispiel. "Das fiel mir immer schwerer. Das ist leider so entstanden in den letzten Wochen." Vielleicht sei es auch schon ein stückweit so in Havixbeck gewesen, grübelt Zohlen. 

Lauhoff: "Nie ein guter Zeitpunkt"

Fakt ist: Den Trainer Mario Zohlen wird es künftig wohl nicht mehr geben. "Ich kann mir das beim besten Willen nicht vorstellen, dass es [das Trainer-Gefühl, d. Red.] nochmal wieder kommt", sagt "Zetti", der zudem auch familiäre Gründe für seinen Schritt anführt. Erst in diesem Sommer war Zohlen nach zweijähriger Abstinenz zurückgekehrt ins Takko-Stadion.

"Für sowas ist es nie ein guter Zeitpunkt", weiß Jan Lauhoff, 2. Vorsitzender der SGT. Zohlen hatte ihn am Dienstag über den Schritt unterrichtet. In der letzten Woche vorm Saisonstart ist es natürlich ein noch viel besch... Zeitpunkt. "Aber das ist so, man muss die Entscheidung akzeptieren und hoffen, dass es ihm damit besser geht", sagt Lauhoff. Kurzfristig hat er die Nachfolge bereits geregelt: Der neue Sportleiter Frank Plagge und dessen Sohn Jan, der sowieso als Zohlens Co-Trainer vorgesehen war, leiteten bereits am Donnerstagabend das erste Training. Das werden sie am heutigen Freitagabend (12. August) ebenfalls machen und das erste Saisonspiel gegen den VfL Wolbeck am Sonntag wird ebenfalls von Plagge sr. und jr. gecoacht.Beide sind eingespielt, arbeiteten bereits bei Preußen Münster etliche Zeit zusammen als Trainer. Man kennt sich nicht nur von der heimischen Fernsehcouch oder vom Esssenstisch.

Frank und Jan Plagge übernehmen vorerst

"Das war für alle keine so schöne Überraschung. Am meisten hat es Zetti Leid getan", so Frank Plagge. Wie geht's nach Sonntag weiter? Lauhoff erklärt: "Wir werden uns nächste Woche in Ruhe zusammensetzen, um zu schauen, welche Wege und Schritte wir für den weiteren Verlauf der Saison gehen." Sein Fokus und der aller Beteiligten liege jetzt erstmal aufs Wolbeck am Sontag. "Ich bin überzeugt davon, dass die Mannschaft gestärkt genug ist und alles abrufen wird, um einen hoffentlich erfolgreichen Saison hinzulegen", so Lauhoff.

Frank Plagge sieht's ähnlich. "Wir machen uns keinen Stress", sagt er, was die Zukunftsfrage angeht. Schließlich seien ja Leute da, die trainieren können. Man solle jetzt die beste Entscheidung für die Mannschaft und den Verein treffen. Ob er länger auf dem Trainerstuhl sitzen könnte? "Das ist ergebnisoffen. Die Lebensplanung hat nicht unbedingt den Trainerjob der ersten Mannschaft der SG Telgte vorgesehen, aber ich würde das auch nicht komplett von vornherein ausschließen", so Frank Plagge. Doch auch er will dann lieber aufs Wolbeck-Spiel schauen.

Zohlen: "Bin dem Verein echt dankbar"

Nach einer eher durchwachsenen Vorbereitung seien jegliche Urlauber wieder an Bord, verrät der Interimstrainer. Die Trainingsleistung am Donnerstagabend sei auch gut gewesen. Übers endgültige Lazarett und mögliche Ausfälle wollte und konnte Frank Plagge am Freitagmittag noch keine Auskunft geben.

Das letzte Wort gehört derweil dem scheidenden Coach. Zohlen war nämlich noch eines besonders wichtig: "Ich bin dem Verein - insbesondere Jan Lauhoff - sowie Frank und Jan Plagge echt dankbar, wie sie reagiert haben." Und damit lassen wir die ganze Geschichte so stehen. 



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