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Genau! In seine zweite Saison bei Westfalia Kinderhaus wird Marcel Pielage (M.) im nächsten Sommer gehen. Auch Gerrit Göcking (r.) ist weiterhin dabei.

Pielage erwartet keinen Spaziergang


Von Christian Lehmann

(14.12.17) Dass der Meister der Bezirksliga 12 im Mai 2018 nicht Westfalia Kinderhaus heißen wird, scheint schwer vorstellbar. Mit satten zwölf Punkten Vorsprung vor dem SC Altenrheine thront der Herbstmeister an der Spitze. Die Verlängerung der Zusammenarbeit mit Trainer Marcel Pielage und seinem Co Gerrit Göcking über die Saison hinaus war entsprechend logisch. "Wir sind mit seiner Arbeit hochzufrieden, Marcel hat alle Hoffnungen erfüllt", sagte der Sportliche Leiter der Westfalia, Dieter Hanebuth, den Westfälischen Nachrichten. Im Interview macht Pielage jedoch deutlich, dass der Weg in die Landeslige keineswegs ein Spaziergang wird.


Marcel, Sie haben in Kinderhaus verlängert. Wieso?
Pielage (35):
Da gab's nicht viel, was dagegen sprach. Ich hatte das Gefühl, nie weg gewesen zu sein. Mit Alfred Fislage oder Ingo Hennemann war ich früher schon eng verbunden. Es ist so, als ob man wieder zuhause ist. Unabhängig von den Ergebnissen fühle ich mich pudelwohl. Dass wir so erfolgreich waren, ist ein schönes Zubrot.

Sind Sie froh, dass auch Gerrit Göcking als Co-Trainer weitermacht?
Gerrit und ich sind noch immer gut befreundet. Wir haben die Zeit bei Westfalia gemeinsam geprägt. Wenn er dabei ist, fühle ich mich wohler. Er hat viel Ahnung von Fußball, wir können uns toll austauschen.

Glauben Sie ernsthaft, dass Ihr Team noch abgefangen werden kann?
Man muss gucken, wie wir aus der Winterpause kommen. Wir haben ein Spiel mehr, theoretisch sind es also neun Punkte Vorsprung. Neun Punkte, das hört sich nach viel an. Das sind aber im Endeffekt nur drei Siege. Wenn wir die Vorbereitung zu locker angehen, dann werden wir unser blaues Wunder erleben. Der Vorsprung bringt nichts, wenn wir am Ende nicht Erster werden. Natürlich wollen wir oben bleiben, aber dafür müssen wir eine Menge tun. Ich bin aber überzeugt davon, dass unser Leichtathletik-Trainer Daniel Timmerbrink die Jungs im Winter richtig fit machen wird. Uns wird nichts geschenkt, gegen den Tabellenführer will jeder gewinnen. Die Gegner haben Qualität, wir müssen in jedem Spiel ackern.

Westfalia war in den vergangenen Jahren immer oben mit dabei, hat aber meist in der Rückrunde einen möglichen Landesliga-Aufstieg verspielt. Was ist in dieser Saison anders?
Was in den letzten Jahren war, interessiert mich nicht. Darüber sprechen wir auch nicht. Sobald wir mit der Vorbereitung starten, sind wir zu 100 Prozent konzentriert und bereit für die Rückrunde. Zurückblicken bringt eh nichts, wir leben im Hier und Jetzt.

In der Offensive ist Ihr Team ligaweit das Maß aller Dinge, wenn überhaupt, dann hapert es defensiv. Sind im Winter oder zur nächsten Saison Verstärkungen vorgesehen?
Ideen haben wir immer, aber die werde ich noch nicht kundtun. Wenn man mit Spielern spricht, merkt man schon, dass die von mehreren Vereinen angesprochen werden. Wir müssen natürlich auch mit der Landesliga planen. Dementsprechend müssten wir uns dann verstärken. Dass das primär in der Abwehr geschehen muss, heißt das nicht. Ich habe schon mal gesagt, wer viele Tore schießen will, der muss zwangsläufig offensiv spielen. Wir laufen oft Gefahr, in Konter zu laufen, aber das nehme ich gerne in Kauf. Ich will offensiv Fußball spielen lassen. Wenn wir mal drei, vier Gegentore kriegen, ist das natürlich nicht super. Aber damit kann ich leben, wenn wir selber sechs schießen. Nichtsdestotrotz müssen wir in der Defensive arbeiten, da sind wir zu anfällig. Da werden wir in der Vorbereitung ansetzen.

Sie haben viel rotiert, jungen Spielern eine Chance gegeben und etablierte Kräfte wie Dominic Tomasso, Mike Liszka, Thommy Eichler, Fidan Zeqiri oder Jonas Kreutzer auch mal für ein Spiel auf die Bank gesetzt. Wie moderieren Sie das?

Wir hatten immer wieder Spieler dabei, die aus Verletzungen kamen. Als Trainer hast Du auch ein Gefühl dafür, wer eine Pause braucht. Ich halte viel davon, mit den Spielern vorab zu sprechen. Mit denjenigen, die damit nicht unbedingt rechnen, besprechen Gerrit und ich das in der Regel im Vorfeld. Wenn Du jemandem direkt vor dem Spiel sagst, 'Du spielst nicht', ist die Unruhe größer. Wir haben vor der Saison gesagt, dass wir jeden Spieler brauchen. Jeder bekommt seine Chance, jeder ist wichtig.

Wie lange hat die bisher einzige Niederlage gegen den SC Altenrheine an Ihnen genagt?
Gar nicht so lange. Ich hatte das eigentlich am nächsten Tag schon verdaut. Wir hatten nicht unseren besten Tag. Altenrheine hat es gut gemacht und verdient gewonnen. Damit muss man leben, zumal wir uns direkt wieder auf den nächsten Gegner vorbereiten mussten. Es ist keine Schande, mal so ein Spiel zu verlieren.

Welchem Spieler stellen Sie das beste Zeugnis aus?
Das ist schwer zu sagen. Es war einfach eine top Mannschaftsleistung in der Hinrunde. Unsere Führungsspieler sind vorangegangen, die jungen Spieler haben gut mitgezogen. Ich kann da keinen rausheben.

Müssen Sie sich Sorgen machen, dass Schlüsselspieler wie Moritz Knemeyer von höherklassigen Vereinen angesprochen werden?
Das sind ja zwei Fragen. Dass er angesprochen wird, ist mit Sicherheit möglich. Sorgen, dass er nicht bleibt, mache ich mir nicht.

Ab morgen geht's beim LEG Cup in der Halle los. Wollt ihr nicht endlich mal Stadtmeister werden?
Na klar, die Stadtmeisterschaft hat viel Prestige. Aber ich kann da nichts mit anfangen, Stadtmeister zu werden, wenn sich dabei zwei Spieler verletzen. Da würde ich durchdrehen. Unser Fokus liegt draußen. Wir spielen mit vielen jungen Leuten. Die, die Spaß daran haben, sollen auch spielen.

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