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Westfalenpokal

Einmal spielte Milli Brüwer (r.) mit dem FCG in dieser Saison gegen ein höherklassiges Team: Beim Libapokal gegen Oberligist RW Ahlen. Am Samstag kommt Lotte aus der 3. Liga.

"Wollen nicht auf Rugby umstellen"


Von Mario Lacroix

(01.09.17) Im Kreispokal ist der 1. FC Gievenbeck immer Favorit. Auch in der Westfalenliga sind die Ansprüche hoch. Am Samstag darf der FCG ausnahmsweise in die Rolle des Außenseiters schlüpfen und tut dies mit einer riesigen Portion Vorfreude. Alles ist bereitet für den Westfalenpokal-Kracher gegen die Sportfreunde Lotte (Anstoß 15.30 Uhr).

Gievenbecks Trainer Benjamin Heeke genießt es sagen zu dürfen, dass "wir die Nummer eins der Stadt sind" und fügt an: "in diesem Wettbewerb". Stimmt, der SC Preußen ist bereits gegen Paderborn in Runde eins ausgeschieden. Die 49ers dagegen haben sich gegen Landesligist TuS Altenberge behauptet und erwarten nun den Drittligisten aus Lotte.

Erinnerung an 2012

Und das vor einer Kulisse, die gerne an das letzte vergleichbare Highlight erinnern soll. Im Jahr 2012 spielte Heekes U19 im Westfalenpokal-Viertelfinale gegen den BVB-Nachwuchs. "Die Hütte war richtig voll. Ich hoffe, dass auch diesmal viele Zuschauer kommen."

Die Chancen stehen gut, weil keine vergleichbaren Partien zu dieser Anstoßzeit in der Region anstehen. Und wer in den Gievenbecker Sportpark kommt, dem wird Fußball versprochen. Kurzfristig Löcher in den eigenen Platz zu kloppen, kommt für die Gastgeber nicht in Frage. "Natürlich müssen wir mit einer Taktik spielen, mit der wir sonst nichts zu tun haben", sagt Heeke. "Aber wenn wir in Ballbesitz sind, dann wollen wir Fußball spielen und nicht auf Rugby umstellen." 

Laurettas Extra-Motivation

Hochmotiviert sind Heekes Spieler, von denen "zwei bis drei, die es verdient hätten, in die Röhre gucken müssen". Sicher dabei ist David Lauretta. Der Ex-Profi könnte noch eine Rechnung offen haben mit Sportfreunde-Coach Marc Fascher. Der ließ ihn als Nachfolger von Roger Schmidt beim SC Preußen links liegen. Dass Lauretta überdreht, glaubt Heeke indes nicht: "Er weiß genau, dass es um das Team und nicht um ihn geht."

Dieses Team hat die Generalprobe gemeistert, "wahnsinnig zufrieden" war Heeke nach dem 8:0 im Kreispokal gegen A-Ligist Bösensell. In dieser Partie war der FCG mal wieder haushoher Favorit. Die Umstellung soll gelingen in einem Spiel, "wo wir nichts zu verlieren haben". Der Trainer gönnt seinen Spielern den Freiraum, zu "träumen, wie es sich anfühlt, Lotte zu schlagen". Heeke will das in 90 Minuten schaffen: "Lotte wird sich niemals in den Modus bringen können, in dem wir antreten", kündigt er an. "Wenn sie dann aber den Profi-Modus einschalten, haben wir keine Chance. Sollten wir sie aber bekommen, dann habe ich ein gutes Gefühl, dass wir sie nutzen."

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