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DFB-Pokal

Die Frauen von Germania Hauenhorst scheiterten im DFB-Pokal am Bundesligisten Turbine Potsdam. Das Ausscheiden wurde Germania aber immerhin mit einem Gruppenfoto versüßt. Fotos: Piccin
Jennifer Krude (Foto oben, l.) hatte gegen Potsdams Rachel Mercik das Nachsehen. Vor dem Tor von Andrea Brümmer (Foto unten, verdeckt) gab es reichlich Betrieb.

Germania feiert trotz Niederlage


von Alex Piccin

(27.09.14) Die 0:8 (0:4)-Pokalniederlage tat der hervorragenden Stimmung im Waldparkstadion keinen Abbruch. Über 1300 Zuschauer sahen eine kämpferisch agierende Germania aus Hauenhorst, die spielerisch dem ehemaligen Champions League-Sieger Turbine Potsdam aber nicht viel Paroli bieten konnte. Statistisch gesehen waren die Gastgeber sogar besser als Bundesligist Herforder SV, denn dieser hatte gegen Turbine keinen einzigen Torschuss verzeichnet. Dazu muss aber auch erwähnt werden, dass Gästetrainer Dirk Heinrichs vielen Kickerinnen aus der zweiten Reihe die Chance gegeben hat, über 90 Minuten Wettkampfpraxis zu sammeln. Dennoch standen mit fünf A-Nationalspielerinnen und drei U20-Weltmeisterinnen durchaus Hochkaräter auf dem Rasen. 

Das Team von Anja Siegers war in der 76. Minute sogar ganz nah an dem Ehrentreffer dran. Nicole Schampera hatte nach einer Energieleistung den Ball auf dem linken Flügel erobert. Melanie Reinhold war mitgelaufen und vollendete den Doppelpass. Schampera visierte die lange Ecke an, Turbines Torhüterin Vanessa Fischer reagierte jedoch glänzend und hielt die Null fest. Ansonsten bekam die erst 16-Jährige nicht viel zu tun.

Turbine ließ keine Zweifel aufkommen

Der Favorit diktierte ansonsten das Spiel. Nach zehn Minuten standen bereits vier Großchancen auf dem Zettel, wovon zwei durch Felicitas Rauch (5.) und Pauline Bremer (10.) verwandelt wurden. Bei den anderen beiden hielt einmal Keeperin Andrea Brümmer ihre kurze Ecke sauber (4.) und einmal sprang der Ball von der Unterkante der Latte zurück ins Feld (8.). Der Bundesligist blieb feldüberlegen und legte mit Bremer (21.) und Genoveva Anomna (40.) zwei Treffer zur 4:0-Halbzeitführung nach.

Von den Germaniaverantwortlichen war in der Pause die Mission Ehrentor ausgegeben worden, was die Mannschaft auch prompt umzusetzen versuchte. Schampera hatte einen weiten Ball erlaufen und legte auf die mitaufgerückte Kim Wolters ab. Ihr Schuss vom rechten Strafraumeck rauschte jedoch knapp am linken Pfosten vorbei (47.). Im Anschluss ließ Turbine, bis auf die oben genannte Großchance, nichts mehr anbrennen und spielte sich in einen Rausch. Ingrid Wells, mit einem abgefälschten Torschuss (52.), und Bremer, mit ihrem dritten Treffer des Tages, erhöhten auf 6:0 (62.). Magdalena Szaj (76.) und Inka Wesely (82.) beendeten den Turbine-Torreigen.

Stimmen zum Spiel

Anja Siegers: "Alles andere als ein Sieg Potsdams wäre unrealistisch gewesen. Das soll aber nicht heißen, dass ich Spiele bereits vor dem Anpfiff verloren gebe, im Gegenteil. Ich kann Antifußball überhaupt nicht leiden. Meine Teams sollen immer einen spielerischen Ansatz suchen. Das haben die Mädels auch heute getan und sie haben kleine Akzente gesetzt. Ich habe ihnen gesagt, sie können nicht verlieren, denn die Möglichkeit zu haben, ein solches Spiel auszutragen, ist schon ein Erfolg. Der Auftritt macht mich unheimlich stolz."

Kerstin Stegemann: "Die Mannschaft hat sich stark verkauft. Vor dem Anpfiff waren viele nervös, aber Anja hat die richtigen Worte gefunden, da musste ich nichts mehr ergänzen. Ich habe versucht, auf dem Platz für Ruhe zu sorgen." Auf mögliche weitere Einsätze im Germaniadress angesprochen, winkte die Routinierin ab: "Das war vermutlich mein letzter Saisoneinsatz. Wenn ich am Samstagabend auf dem Handydisplay Siegers oder Stefanie Willmann (Trainerassistentin, Anm. d. Red.) lese, muss ich überlegen, ob ich dran gehe. Spaß beiseite, wenn wirklich Personalnot herrscht, helfe ich gerne aus. Aber es ist so abgesprochen, dass erstmal die Jüngeren die Lücke füllen sollen. Ich konzentriere mich lieber auf meine Pferde, Fußball spiele ich eigentlich nur noch nebenbei. Hauenhorst bleibt aber eine Herzensangelegenheit, da kann ich nicht nein sagen."

Spielführerin Mona Schmidt: "Klar, der Name ist beeindruckend. Die Truppe auf unserem Platz begrüßen zu dürfen, ist natürlich etwas Einmaliges, ein richtiges Highlight. Dementsprechend aufgeregt waren wir vor dem Spiel, aber die Vorfreude hat überwogen. Der individuellen Klasse und dem hohen Tempo hatten wir jedoch nicht viel entgegenzusetzen. Wir hatten uns vorgenommen, nicht zweistellig zu verlieren und möglichst einen Ehrentreffer zu erzielen. Dafür haben wir uns gut geschlagen. Jetzt geht es ans feiern!"

Potsdam-Coach Heinrichs: "Unser Ziel ist das Finale und wir wollen jedem Gegner mit Respekt begegnen. Den haben sich die Hauenhorsterinnen auch verdient. Ich möchte ein Kompliment an Nicole Schampera und Melanie Reinhold aussprechen, die haben ein echt starkes Spiel gemacht und Qualität gezeigt."


Germania Hauenhorst - Turbine Potsdam     0:8 (0:4)
0:1 Rauch (5.), 0:2 Bremer (10.),
0:3 Bremer (21.), 0:4 Anomna (40.),
0:5 Wells (52.), 0:6 Bremer (61.),
0:7 Szaj (76.), 0:8 Wesely (82.)

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