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Futsal

Wendelin Kemper brachte den UFC mit 2:1 in Führung, am Ende jubelte aber der Gegner.

Hamburg mal wieder kein gutes Pflaster


von Mario Witthake

(23.03.15) Wie schon 2012 und 2013 war Hamburg kein gutes Pflaster für den UFC Münster. Die Futsaler um Spielertrainer Christoph Rüschenpöhler schieden per 3:4 (2:2; 3:3) nach Verlängerung gegen die Hamburg Panthers aus dem Viertelfinale der Deutschen Meisterschaft aus.

Da die Münsteraner im Halbfinale 2014 an Stuttgart scheiterten, ist nun ein klarer Trend beim erfolgsverwöhnten UFC erkennbar. "Wir gehen in engen Spielen oft als Verlierer hervor", gibt Rüschenpöhler ohne Umschweife zu. Auch mit der unglücklichen Auslosung, die für den Westdeutschen Meister ein Auswärtsspiel im K.O.-Modus vorsah, wollte der Spielertrainer nicht hadern. "Wenn man Deutscher Meister werden will, muss man Hamburg schlagen."

"Das darf so nicht passieren"

Und das tat der UFC eben nicht. Nach ausgeglichener erster Halbzeit, in der die Panthers nach einem Missverständnis zwischen UFC-Keeper Michael Szymanski und Alex Kenkel in Führung gegangen waren (16.), glich Frank Uhle zum 1:1 aus (23.). Wendelin Kemper, den Rüschenpöhler im ersten Durchgang auf der Bank schmoren ließ, brachte den nun aktiveren UFC gar in Führung (33.). Zweieinhalb Minuten vor dem Ende der regulären Spielzeit war das Halbfinale zum Greifen nahe, doch nach einem unnötigen Ballverlust erzielte Hamburgs Mazoud via Gegenangriff das 2:2. "Das darf so nicht passieren", monierte Rüschenpöhler.

Die Over-Time musste her, die Stimmung in Wandsbek war da schon längst prickelnd. Erst recht, als Hamburgs Ulusoy die Gastgeber wieder in Führung schoss (44.). In der Pause der Verlängerung stellte der UFC dann mit Henrique Mota auf Flying Goalkeeper um, womit Hamburg kaum zurechtkam. Nach dem 3:3 durch Bartosz Mazurkiewicz (47.) und anschließender Druckphase des Gastgebers beließen es die Münsteraner deshalb bei dieser Taktik, um mehr Ballbesitz zu haben. Der erneute Gegentreffer, letztlich der siegbringende zum 4:3, erfolgte dann nach einem klugen Gegenangriff der Hamburger. "Das lag aber nicht am Flying Goalkeeper, den Ball hätte auch ein Torwart nur schwer halten können", befand Rüschenpöhler. Taktik hin oder her - es reichte einfach nicht mehr zum erneuten Gegenschlag.

Hamburg Panthers - UFC Münster     4:3 (2:2; 3:3)
1:0 Labiadh (16.), 1:1 Uhle (23.),
1:2 Kemper (33.), 2:2 Mazoud (38.),
3:2 Ulusoy (44.), 3:3 Mazurkiewicz (47.),
4:3 Winkel (48.)

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