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Landesliga 4

Benjamin Siegert hätte sich vorstellen können, noch viele Jahre beim SV Herbern zu verbringen. Manchmal kommt es dann aber eben doch anders. Foto: Teipel

Eigentlich gerade erst angekommen...


Von Malte Greshake

(07.01.22) "Eigentlich hat es gerade erst richtig angefangen und jetzt hört es schon wieder auf", meint ein hörbar enttäuschter Benjamin Siegert. Nach dieser Saison wird es nämlich keine weitere mehr für den Coach beim SV Herbern geben. Zwei Jahre lange war der 40-Jährige dann bei seiner ersten Station als Cheftrainer tätig, inklusive der vorherigen kurzen Corona-Saison. Der Verein hätte gerne mit ihm verlängert, daran gab es keine Zweifel. Doch private Gründe zwingen Siegert nun dazu, den Fußball hintenanzustellen. 

"Meinetwegen hätte ich noch sechs, sieben, acht Jahre in Herbern bleiben können, um der Mannschaft meine Philosophie mitzugeben", erklärt der Übungsleiter seine Beweggründe. Mit drei Kindern zuhause, einem zeitintensiven Job und der zusätzlichen Arbeit als Landesligatrainer bleibe für ihn allerdings nicht viel Luft zum Atmen. "Das reicht leider nicht. Ich kann nicht auf allen Hochzeiten gleichzeitig tanzen." Gemeinsam habe er dann mit seiner Frau die Entscheidung getroffen, die Prioritäten fürs Erste zu verschieben.

Nie die Ruhe verloren

Ludger Staar, Sportlicher Leiter beim SV Herbern, bedauert indes Siegerts Entscheidung, kann seinen Coach aber auch verstehen. "Das ist echt schade, wir hätten gerne mit ihm weitergemacht." Obwohl es sportlich gesehen in der bisherigen Saison ein wenig holprig verlief und Herbern lange im Tabellenkeller feststeckte, hätte der Verein nie die Ruhe verloren. Drei von vier Spielen konnte Herbern dann ja auch vor der Winterpause gewinnen und landete mit 17 Punkten im unteren Drittel knapp über dem Strich.

Nun muss der Landesligist sich eben auf die Suche nach einem Nachfolger machen. "Wir haben uns schon zusammengesetzt und eine Liste mit möglichen Kandidaten erstellt", berichtet Staar. "Im besten Fall kommt er aus dem Raum Münster, ist gut vernetzt und bringt schon Erfahrung als Jugendtrainer mit, weil wir Herbern ja vermehrt auf unseren Nachwuchsspieler setzen." Würde derjenige Kandidat dann auch noch die Liga kennen, gäbe es für Staar nichts zu meckern: "Grundsätzlich bleiben wir aber offen." Zudem muss sich dann noch entscheiden, ob der Neue mit Jens Kalpein als Co-Trainer weitermacht oder andere Vorstellung hat. Ob Kalpein überhaupt in Herbern bleiben will, soll sowieso nun erstmal in weiteren Gesprächen ermittelt werden. 

"Das war hochachtungsvoll und aller Ehren wert"

Siegert verliert unterdessen nur warme Worte über seinen jetzigen Verein und versichert seinem Nachfolger, in Herbern beste Bedingungen vorzufinden, um als Trainer zu arbeiten. "Der Zuspruch vom Verein war bei mir immer da und auch in den schlechten Phasen hat niemand die Geduld verloren", erklärt er. "Das war hochachtungsvoll und aller Ehren wert." Das Ziel für seine restlichen Monate beim Landesligist ist jetzt eindeutig: "Es würde mich mein Leben lang verfolgen, wenn ich mit dem Abstieg gehen müsste. Aber ich bin mir sicher, dass wir das Feuer nach der Pause wieder entfachen können, um dann das bestmögliche Ergebnis zu erzielen."

Ob Siegert in ferner Zukunft wieder ins Trainergeschäft einsteigen will, lässt er sich offen. Na klar - ganz ohne Fußball geht's auch nicht allzu lange: "Das schließe ich nicht aus, gerade klappt das aber auf jeden Fall nicht." Sein Sportlicher Leiter wird übrigens ab dem Sommer im Verein selbst kürzertreten müssen. "Das hat bei mir vor allem private Gründe, ich bleibe dem Verein aber auch weiterhin erhalten", versichert Staar und will nun in der Rückrunde insbesondere dafür sorgen, dass alle gemeinsam beim SVH die gesteckten Ziele erreichen.

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2    Germ. Hauenhorst 24    78:25 63  
3    SG Sendenhorst 24    72:20 62  
4    VfB Alstätte 24    64:19 62  
5    FC Nordwalde 23    72:22 58  

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