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Kreisliga A TE

Nick Gumenschaimer ist eigentlich Keeper beim SV Büren. In den vergangenen beiden Testspielen war vorne im Angriff zu finden. Eigentlich

(Gar nicht so) Plötzlich Stürmer!


Von Fabian Renger

(03.08.21) Das hatte er nun davon. Als der SV Büren neulich gegen den SV Bad Laer testete, wechselte Coach Marcel Czichowski nach 77 Minuten aus. Goalgetter Marco Schneider machte Platz für einen gewissen Nick Gumenschaimer. Moment einmal. Gumenschaimer ist doch Keeper? Ganz genau. Ist er auch. Doch gegen Bad Laer durfte er als Stürmer ran und vergab eine 100-prozentige Chance. "Da konnte ich mir schön was anhören von den Jungs", berichtet der Goalie. "Eine Stürmerkarriere wartet nicht mehr auf mich..."

Immerhin: Beim nächsten Test am vorigen Sonntag gegen den SC Türkgücü Osnabrück machte er es besser und glänzte, wieder in der Schlussphase eingewechselt, mit einer uneigennützigen Torvorlage. Gerade nochmal die Haut gerettet. "Marco muss sich warm anziehen, wenn Nick so weiter macht", flachst Czichowski.

Notgedrungene Versetzung

Aber was soll das? Ist der Trainer völlig verrückt geworden? Ein Offensivproblem hat man beim SVB ja eigentlich ganz und gar nicht. Der Grund liegt in diesen Wochen jedoch auf der Hand: Dem Übungsleiter gehen schlicht und ergreifend die Spieler aus. Da muss er schon zu solchen Versetzungen greifen. "Wir haben in der Kabine noch geflachst, dass wir Nick so weit wie möglich von unserem Tor weghalten wollen", erzählt Czichowski. Allerdings eine unbegründete Angst.

Bis zur C-Jugend, damals noch im Dress der SF Lotte, war Gumenschaimer nämlich noch Feldspieler. Die unterschiedlichsten Positionen waren dabei. Meistens in der Offensive. Plötzlich herrschte Torwartmangel. Eines kam zum anderen, Gumenschaimer zog sich die Handschuhe an - und überzeugte. In der B-Jugend ging er rüber nach Büren, blieb dort bis heute - und im Kasten. Mit Ausnahmen. Unterm damaligen Trainer Carsten Collatz war er als A-Junior bereits mal wieder auf dem Feld unterwegs, selbst in den Senioren erinnert sich der Schnapper an manche Einsätze außerhalb der beiden Pfosten. "Normalerweise hatte ich eine gute Quote bei Toren und Vorlagen, wenn ich im Feld gespielt habe", sagt Gumenschaimer.

"Fußballspielen kann er"

Nötig war das in den vergangenen Jahren allerdings nicht mehr. Meistens wurden diese Ausflüge auf die vorderen Positionen schließlich eher aus der Not heraus geboren. Der 22-Jährige war geplagt von der einen oder anderen Verletzung an der Hand, am Finger oder der Schulter. Damit hechtet es sich nicht gut hinter Bällen her. Seit etwa zwei Jahren ist er aber topfit. "Er ist für einen Torhüter sehr schnell", lobt Czichowski. "Fußballspielen kann er. Er hat das wirklich sehr, sehr gut gemacht." Was nicht von ungefähr kommt: Beim SVB legt man großen Wert auf fußballerisch gute Torhüter, sie werden im Training oft eingebunden. Nicht nur beim obligatorischen Kreisspiel.

Eine komplette Neuorientierung ist allerdings nicht angedacht. Gumenschaimers Tätigkeitsbereich bleibt der hinten drin. Auch wenn der BWL-Student sich nicht dagegen sträuben würde, nochmal auszuhelfen: "Mir macht's Spaß, hin und wieder im Feld zu spielen - ich bin für sowas immer zu haben, wenn ich den Jungs irgendwie helfen kann." Auch beim Elfmeterschießen würde er wohl antreten, wenn's nötig wäre.

Am Mittwoch zurück zwischen den Pfosten

Am Mittwochabend empfangen die Bürener den Osnabrücker SC. Gumenschaimer wandert wieder auf seine angestammte Position. Aber weiß, ob es nicht noch zur Fortsetzung kommt. Wir schreiben den letzten Spieltag der Saison, 93. Minute, Büren braucht den Dreier, es steht Remis. Eckball, abgeblockt, aus dem Hintergrund müsste der aufgerückte Gumenschaimer schießen, er schießt - Tooor, Aufstieg. Na, wie wär's? Der Torwart lacht und sagt: "Das würde ich so unterschreiben, dann würde ich meine Karriere beenden - besser wird's wohl nicht mehr." Wir sprechen uns nochmal...

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