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Kreisliga A

Michael Pötter hört nach nur einer Saison bei Eintracht Mettingen auf. Foto: Renger

Es knirschte zu oft: Pötter hört in Mettingen auf


Von Fabian Renger

(28.04.22) Eigentlich wäre alles im Lot bei Eintracht Mettingen. Die erste Mannschaft steht auf dem zweiten Tabellenrang. Sechs Punkte fehlen zum Tabellenführer Teuto Riesenbeck. Wenn am Sonntag das Topspiel gegen den Dritten vom SV Büren zumindest nicht verloren wird, behält die Truppe allerbeste Möglichkeiten auf den ganz großen Wurf. Wie gesagt: Eigentlich wäre alles im Lot. Uneigentlich jedoch wird nach dieser Saison der Trainer gewechselt. Chefcoach Michael Pötter hört nach nur einem Jahr im Amt nämlich schon wieder auf.

Ursprünglich gab es eine schriftlich fixierte Vereinbarung, die auf zwei Jahre ausgelegt war. Diesen Vertrag kündigte Pötter in dieser Woche. "Letztlich ist es so, dass der Vorstand und ich immer mal wieder unterschiedliche Auffassungen hatten", erklärt der Trainer diesen doch nach außen hin etwas überraschenden Schritt. Er hatte nämlich sogar bereits mit der Planung der neuen Spielzeit begonnen. Selbst ein Nachfolger für den als Co-Trainer ausscheidenden Achim Quindt hatte Pötter mit Manuel Wallenhorst (zuletzt BSV Leeden-Ledde) bereits gefunden. Umso erstaunlicher, dass er nun die Segel streicht.

"Mit der Mannschaft ist alles tiptop"

Es habe bis zuletzt immer mal wieder Unstimmigkeiten gegeben, berichtet Pötter. Meist waren diese kleinerer Natur. Aber das beschäftigte ihn. Natürlich ist der Trainerjob ein mitunter anstrengendes Hobby, wenn aber die Anstrengung überwiegt, dann ist es keine runde Sache mehr. "Wenn man viele Steine zusammensammelt, dann hat man irgendwann ein Haus", umschreibt Pötter seine Gedankengänge. Es knirschte schlussendlich teilweise zu sehr, als dass er doch hätte weitermachen können. Im Groll oder mit bösem Blut trennen sich die Wege der beiden Partien aber nicht, betont der Coach.

Eines stellt der Übungsleiter sowieso nochmal klar: "Mit der Mannschaft ist alles tiptop." Anders wäre die sportliche Entwicklung sowieso nicht zu erklären. Der Coach implementierte eine neue Spielidee. Die Kommunikation innerhalb der Mannschaft funktionierte, Führungsspieler kristallisierten sich heraus. Ehemalige A-Junioren wie Jan-Niklas Misch oder Levin Damer, um mal nur zwei  von vielen Beispielen zu nennen, fassten rasend schnell unter ihrem ehemaligen U19-Coach Pötter im Seniorenbereich Fuß. Auch "externe" Neuzugänge wie Jannik und Dennish Skriskandarajah oder Frieder Schröder wurden schnell integriert.

"Das macht Spaß. Die Jungs sind lern- und leistungsbereit. Sie bringen eine gute Energie und Leidenschaft auf den Platz", findet Pötter ausschließlich lobende Worte für sein Team. "Sie sind auch noch nicht ansatzweise am Ende der Entwicklung angekommen." Der Zuschauerzuspruch in Mettingen stieg zudem ebenfalls spürbar an.

"Da geht's am Ende auch um Willen"

So gesehen war dieses eine Jahr definitiv ein Erfolg. Keine Frage. Nicht jeder - uns eingeschlossen, das geben wir mal einfach zu...nichts für Ungut, liebe Mettinger :-) - hätte dieser Mannschaft ohne Weiteres diesen tabellarischen Höhenflug zugetraut. Die Truppe sei nicht aus allen Wolken gefallen, aber durchaus überrascht gewesen, erklärt Pötter, der einen frommen Wunsch hat: "Ich hoffe nicht, dass einer durch die Gegend geht und sagt, ich bin blöd." Davon gehen wir mal nicht aus. Und, klappt's zum Abschied dann mit dem Aufstieg? "Das wird hart", sagt Pötter. "Wenn man da steht, dann muss man sagen: Da stehen drei Mannschaften mit vergleichbarer Qualität. Da geht's am Ende auch um Willen."

Pötter "hat dem Verein sehr gut getan"

Auch Martin Schulte Laggenbeck, 1. Vorsitzender der Fußballabteilung der Eintracht, spricht am Donnerstagnachmittag von "Nuancen, die dazu geführt, die erfolgreiche Zusammenarbeit zu beenden. Es waren dann ein, zwei Punkte, wo wir nicht zusammengekommen sind."  Auch er möchte keine bösen Wörter verlieren - ganz im Gegenteil. "Er [Pötter, d. Red.] hat dem Verein sehr gut getan mit all seinem Wirken. Klar ärgert es uns daher, dass es so gekommen ist", sagt der Abteilungs-Boss. Besser sei ein Ende nach dem Saisonende aber, bevor man etwaige Differenzen in die neue Saison mit reintrage. 

Bleibt die Frage nach dem Nachfolger. "Wir haben heute Abend eine Sitzung. Da werden wir die Namen und Gedanken erstmal kreisen lasse. Es kommt jetzt ja jetzt doch holterdipolter. Welche Möglichkeiten da bestehen und in welche Richtung es geht, weiß ich wahrlich noch nicht", so Schulte Laggenbeck. 

Naheliegend wäre natürlich eine Beförderung des aktuellen Reserve-Trainers Pascal Heemann, der am Samstag mit der Zweiten den B-Liga-Meistertitel eintüten könnte und entsprechende Traineerfahrungen mitbringt. Wie wäre es mit ihm? "Das ist auch noch ein Thema, mit dem wir uns befassen. Aber wir besprechen das jetzt alles erstmal in Ruhe. Jetzt ist es ein Faktum, dass Michael nicht weiter macht." Dass die Mannschaft sportlich einbricht, glaubt Schulte Laggenbeck derweil nicht. Das Training am Dienstag nach der Trennungsverkündigung sei trotzdem mit viel Elan geführt worden. "Die Jungs haben Blut geleckt und sind heiß", hat Schulte Laggenbeck hier keine Bauchschmerzen. Der komplette Fokus liege auf dem erfolgreichen Saisonendspurt

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