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Yannik Lunow übernimmt bei SW Lienen künftig noch mehr Verantwortung. Foto: Renger

Keine One-Man-Show bei SW Lienen


Von Ina Krüer

(26.08.21) Ein paar Tage noch bis zum Saisonstart, aber wer ist denn nun Trainer bei der Ersten von SW Lienen? Ralf Krons und Hendrik Gerseker wurden als neues Trainerduo vor dieser Saison 2021/22 verpflichtet. Doch der Verein beendete Ende Juli ziemlich plötzlich die Zusammenarbeit. Seither managte sich das Team mehr oder minder selbst.

Yannik Lunow, 28 Jahre jung und Führungsspieler der Mannschaft, macht's nun erstmal interimsweise. "Er hat ein gutes Standing in der Mannschaft, das ist für uns ein guter Übergang. Wenn Yannik spielt, bin ich der verlängerte Arm. Aber er trifft die Entscheidungen in puncto Aufstellungen und Co., da mische ich mich nicht ein. Das ist klar abgesprochen", erläutert der Fußball-Abteilungsleiter Joachim Lunow. Junior Yannik Lunow ist ganz zufrieden mit der Entscheidung: "Uns war klar, dass es zu Beginn der Saison schwer sein wird, einen neuen Trainer zu finden. Ich mache das gerne und erhalte Unterstützung von drei weiteren Spielern", erklärt der neue Coach. Es ist also keine One-Man-Show. Julian Lunow, Louis Hawerkamp und Maximilian Matlik vervollständigen das Trainerquartett.

Ins Trainerdasein reinschnuppern

Ein erstes Mal ist es für Lunow indes gar nicht. In der Vergangenheit trainierte er schon die C- und B-Jugend des Vereins. "Ich war gerne Trainer und es lief gut, doch selber zu kicken stand im Vordergrund. Für beides fehlte die Zeit", so Lienens Führungsspieler. Langsam läuft sein Studium aus, sodass er sich wieder mehr der Traineraufgabe widmen kann. "Der Posten ist eine gute Chance für mich, Erfahrungen zu sammeln und in das Trainerdasein reinzuschnuppern", so Lunow. Ein weiterer Pluspunkt für den Trainer: "Ich spiele und trainiere auch weiterhin. Da hat sich nichts geändert."

Aber ist es nicht komisch, seine eigenen Mitspieler zu coachen? Der Trainer sieht das ganz locker: "Das klappt gut. Wir haben unsere Vorstellungen klar kommuniziert, dadurch ist es kaum anders als einen externen Trainer da zu haben." Fakt ist: Die Trainingsbeteiligung ist super. Beim jüngsten Training standen 19 Spieler auf den Platz. So schlecht kann das neue Trainergespann also gar nicht sein. "Die Mannschaft zieht super mit und akzeptiert die Lösung", stellt der Coach klar.

Kein frühzeitiger Schnellschuss

Im Hintergrund führt der Verein schon Gespräche mit möglichen neuen Trainern. Wer der Nachfolger werden wird, steht noch in den Sternen. "Wir wollten keinen Schnellschuss machen und nichts überstürzen, lieber uns in Ruhe ein Bild von einem neuen Trainer machen, als einfach einen zu verpflichten, nur um einen Coach zu haben", so Abteilungsleiter Lunow senior.

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