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Kreisliga A

Nein, das sind nicht die drei von der Tankstelle, sondern die drei vom Autobahnkreuz: Lottes neuer U23-Chefcoach Dirk Sterthaus (m.), flankiert von Daniel Solbach (l.) sowie Dennis Paesler (r.). Foto: SF Lotte

"Können es nur als Team rocken"


Von Fabian Renger

(11.01.22) Joar. Die Nachricht kam dann doch etwas plötzlich. Dirk Sterthaus ist künftig Cheftrainer der U23 der SF Lotte. Der bisherige Chefcoach Daniel Solbach rückt ins zweite Glied und assistiert ihm, auch Dennis "Moepi" Paesler bleibt dem Trainerteam erhalten. Das wissen wir seit Montagabend. Und im Gespräch mit Solbach und Sterthaus wird rasch klar: Da haben sich zwei gefunden.

Drei Stunden lang habe man sich über Fußball unterhalten, berichtet beispielsweise Sterthaus. "Das war für mich mitentscheidend und mir ganz wichtig, dass Sole bleibt. Wir schwimmen in die gleiche Richtung, wir sind beide fußballverrückt", erklärt der neue starke Mann am Autobahnkreuz. Solbach und er hätten sich zuvor gar nicht gekannt.  Jetzt umso besser.  Auch Solbach bestätigt den positiven Eindruck. "Ich hab das Gefühl, ich kenne Dirk schon seit Jahren", erklärt er am Dienstagnachmittag im Gespräch mit uns.

Solbach: "Es geht ja nicht um mich"

Bleiben wir vielleicht zunächst bei ihm. Beruflich hat er Stress, auch die B-Lizenz strebt er an. Das gepaart mit der sportlichen Ausbeute führte nun zu dieser vom Verein angestrebten Veränderung bzw. Ergänzung im Trainerteam. Böses Blut möchte Solbach keinesfalls waschen. "Es geht ja nicht um mich", stellt er klar. "Wir müssen das Beste aus dieser neuen Situation machen. Dirk und ich haben uns ein gutes Konzept erarbeitet. Wir müssen gucken, dass wir die Jungs mit ins Boot kriegen. Talent ist bei jedem einzelnen da."

Es gelte, jetzt möglichst erfolgreich aus der Winterpause zu starten und dann schlicht und ergreifend so viele Punkte wie möglich zu holen. So banal und abgedroschen das auch klingt. Mit der möglichen Abstiegsrunde im Nacken - und potenziell sechs oder sieben Absteigern einer 10er-Runde - zählt wahrlich jeder Punkt. "Jetzt liegt's an den Jungs", sagt Solbach. Ob er jetzt selbst Chef- oder Co-Trainer ist, sei ihm dabei nicht wichtig. "Wir können es nur im Team rocken!" Dass die Truppe (Tabellen-15., 15 Punkte aus 15 Spielen) nicht da steht, wo sie stehen sollte, sei natürlich richtig, gibt er zu. Aber es sei auch anderereits erklärbar. Reihenweise musste Solbach in der Vorrunde Ausfälle kompensieren. Vier (!) Spieler fielen mit einem Kreuzbandriss aus, einer zog sich einen Muskelbündelriss zu. Auch seien viele Akteure krankheitsbedingt zwischenzeitlich teils wochenlang ausgefallen. Der Kader wurde immer dünner. Nicht nur einmal halfen Regionalliga-Profis notgedrungen 'unten' aus. 

Sterthaus: "Wir fangen neu an"

Dass sich die sportliche Situation bessert, daran muss Solbach nun mit Sterthaus arbeiten. "Langfristig" sei die Zusammenarbeit mit ihm ausgelegt, heißt es von Vereinsseite. Auch Sterthaus stellt klar: "Ich habe in Lotte zugesagt, weil ich perspektivisch etwas aufbauen will." Der 40-Jährige trainierte bis zum Sommer den Ligakonkurrenten SV Dickenberg. Anschließend wechselte er ins NLZ des VfL Osnabrück, wo er sich als Teammanager im Trainerteam der U16 engagierte. Viermal Training, dazu Spiele am Wochenende, die nicht gerade vor der Haustür stattfinden. "Ein Extremaufwand", so Sterthaus. "Schlussendlich war's jetzt so, dass ich mich Richtung Sommer umorientieren und wieder zurück an die Seitenlinie wollte." Plötzlich ging's dann viel schneller, plötzlich riefen die Sportfreunde aus Lotte an. Und plötzlich ist er nun schon dort Cheftrainer der Zweiten.

"Ich bin dem VfL dankbar für die Erfahrung", sagt Sterthaus. Blickt aber jetzt voraus. Gemeinsam mit Solbach und den Clubverantwortlichen gebe es eine Menge zu tun an der Autobahn. "Wir können so viel mehr Bereiche abdecken", findet er die Teamlösung absolut charmant. "Wir ziehen quasi einen Cut und fangen im Winter neu an." Ein kleiner Umbruch stehe bevor. Der Kader muss und wird auch wohl breiter werden. Mit Muhammad Juwara (SVG Haste) ist auch bereits der erste externe Neuling - ein dringend benötigter zweiter Keeper - dingfest. "Dem Verein ist die Mannschaft nicht egal", betont Sterthaus, der die B-Lizenz besitzt. "Wir haben die Umbruchaufgabe vor uns. Die Strukturen in Lotte dafür sind da." Was dabei nun herauskommt - wir werden sehen.

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