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Kreisliga A: Anschwitz History X

Dieses Meister-Jubelfoto von Teuto Riesenbeck stammt aus dem Jahr 2013. Zwei Jahre zuvor, als die Truppe erstmals den Titel holte, gab es unsere Berichterstattung im Fußballkreis Tecklenburg noch nicht.
Christoph Büscher stieg mit Teuto Riesenbeck gleich zweimal in die Bezirksliga auf.

Eine Nullnummer für die Ewigkeit


Von Christian Lehmann

(03.04.20) Die fußball- und anschwitzfreie Zeit geht euch doch ebenso auf den Zwirn wie uns. Deswegen blättern wir in unserer neuen wöchentlichen Rubrik "Anschwitz History X" zurück im Geschichtsbuch. Wir krallen uns Partien, die stattgefunden hätten und schauen, was eigentlich früher so los war zwischen den Vereinen.

Eintracht Mettingen und Teuto Riesenbeck haben in der Kreisliga A schon häufiger die Klingen gekreuzt, ein Spiel aus der Saison 2010/11 wird allerdings vor allem den Riesenbeckern auf ewig in Erinnerung bleiben. Es war der 29. Mai 2011, als die Teutonen dank eines torlosen Remis am letzten Spieltag vor rund 700 Zuschauern den Aufstieg in die Bezirksliga klar machten. "Da war richtig was los, das war der erste Aufstieg seit langer, langer Zeit", erinnert sich Niklas Plake. Der Spielertrainer der zweiten Mannschaft und frühere Kapitän der Ersten war damals noch ein ganz junger Spund. "Wir haben das gebührlich gefeiert."

Zwei Matchbälle vergeben

Gleich zwei Matchbälle hatten die Riesenbecker bis zum Showdown vergeben, bereits beim 2:2 gegen den SC Hörstel und beim 2:2 bei SW Esch hätten sie den Titel eintüten können. Weil das nicht gelang, wurde das Endspiel um den Titel ein Nervenkrimi. "Mettingen hätte gewinnen müssen, um ein Entscheidungsspiel zu erreichen. Sie lagen drei Punkte hinter uns", erinnert sich Christoph Büscher. Insgesamt sieben Jahre lang war dieser für die Erste verantwortlich, heute betreut er Teutos E-Junioren und schaut sich gemeinsam mit seinem Filius die Spiele der ersten Mannschaft an.

Wäre es zu einem Entscheidungsspiel gekommen, hätte das die Riesenbecker in Bedrängnis gebracht, denn ein Wochenende später stand die Hochzeit von Co-Trainer und Betreuer Rainer Kreuzkämper an. "Ich hatte mich aber schon vor dem Spiel mit meinem Trainerkollegen darauf geeinigt, dass wir einen anderen Termin finden", so Büscher. Auf Mettinger Seite hatte ein gewisser Ralf Scholz das Sagen, der heutige Trainer des SC Dörenthe. "Ich kann mich noch genau daran erinnern", verrät uns dieser. Noch am Morgen des Spiels war er auf der Kommunionsfeier seines Patenkinds gewesen, von der Kirche aus ging's fast direkt weiter zum Sportplatz. "Riesenbeck war eigentlich schon so gut wie Meister. Wir haben alles versucht, aber sie haben es sich verdient. Ich habe es Christoph absolut gegönnt, er ist einer der angenehmsten Trainerkollegen, die ich kennen lernen durfte", findet Scholz.

Libero Thomas Mersch verpasst den Lucky Punch

Die Mettinger waren mit großen Personalsorgen ins Spiel gegangen - weil den Mettingern zahlreiche Stammkräfte fehlten, hatten sie zwei alte Recken, Maik Gilhaus und Stefan Pasalic, reaktiviert. "Man merkte schon, dass Riesenbeck unbedingt die Null halten wollte", meint Scholz. Obwohl sein Team nach einem Foulspiel von Hendrik Niehüser an Henning Varelmann in der 69. Minute eine Rote Karte kassierte und in Unterzahl agierte, brannte es in den Schlussminuten des Öfteren im Teuto-Strafraum.

Hinten raus versuchte es die Eintracht mit der Brechstange: Der eingewechselte Tim Pohlmann, 1,98 Meter-Schlacks aus der Zweiten, scheiterte zweimal freistehend vor dem Tor, auch Konstantin Volk brachte die Kugel nicht im Tor unter. In der Nachspielzeit vergab Mettingens Libero Thomas Mersch, heutiger Coach von GW Steinbeck, dann nach einer Ecke die dicke Kopfballchance zum Lucky Punch. "Mettingen hatte ein paar Riesendinger, wir hatten auch das Glück auf unserer Seite", räumt Büscher ein.

Klatsche für Riesenbeck im Hinspiel

Scholz ist sich heute noch sicher: "Im Entscheidungsspiel hätten wir sie weg gehauen!" Dass das kein Ding der Unmöglichkeit war, hatte übrigens das Hinspiel beider Teams gezeigt, das Mettingen auf heimischem Kunstrasen mit 5:0 für sich entschieden hatte. "Das war an einem Freitagabend unter Flutlicht. Wir haben richtig schlecht gespielt, sie haben uns überrannt", rekapituliert Niklas Plake. "Unser Torwart Andi Huil, eigentlich ein richtig Guter, hat sich da zwei Bogenlampen gefangen und sich fürchterlich über das Flutlicht aufgeregt, das ihn geblendet hat." 

Die Saison 2011/12 wurde für den Aufsteiger dann allerdings zu einem mittelschweren Desaster. Als Vorletzter und mit 15 Punkten Rückstand auf die Nichtabstiegsplätze stieg das Team direkt wieder ab. Nicht jedoch ohne den "Betriebsunfall" direkt ein Jahr später wieder auszubügeln: Am 25. Mai 2013 feierte Teuto nach einer Saison ohne Niederlage drei Spieltage vor dem Ende der Saison die Rückkehr in den Überkreis - wo sich das Team bis 2019 ohne Unterbrechung hielt. Büscher, der nach dem erneuten Aufstieg seinen Hut nahm, sagt heute: "Beide Aufstiege waren schön, aber der erste war schon emotionaler." 

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