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Kreisliga A TE

Andreas Habben glaubt an seine Mannschaft.

Die Zeit der Ausreden ist vorbei


von Fabian Renger

(25.10.19) Beim VfL Ladbergen lief die Saison bislang nicht so, wie es sich die Verantwortlichen vorgestellt haben. Andreas Habben ist dort Trainer und mit seinem Team auf dem vorletzten Rang angekommen. Am Sonntag geht's nach Püsselbüren zum Schlusslicht SW Esch. Öffnet internen Link im aktuellen FensterDort fehlt das Personal. Ein Leid, das Habben bestens kennt.

Aber: Es ist Hoffnung in Sicht. "Sonntag fahre ich positiv gestimmt dahin mit einer richtig guten Truppe", ist Habben erwartungsfroh. Er fordert eine kämpfende Mannschaft, die sich zerreißt, falls es spielerisch mal nicht läuft. "Das habe ich nur zum Teil gesehen. Es gab auch schon den einen oder anderen Sonntag, da wollte meine Frau mich nicht mehr reinlassen in die Bude, weil ich so gefrustet nach Hause kam", berichtet Habben überspitzt. Immerhin hat er uns ans Telefon gelassen für ein ausführliches Interview.

Heimspiel: Andreas, bist du nervös vor Sonntag?
Habben: Nein, warum sollte ich nervös sein? Grundsätzlich ist es ein Spiel wie jedes andere und da gibt es auch nur drei Punkte zu vergeben. Mehr nicht.

Ist aber trotzdem kein unwichtiges Spiel - auch wenn's nur drei Punkte gibt. Es sind  ja drei Punkte mit hohem Wert...
Habben: Die Jungs haben nicht viel Selbstbewusstsein, woher auch? Ein Punkt gegen Mettingen, vorher haben wir wirklich schlecht gespielt und auch zurecht so hoch verloren. Wenn wir Sonntag einen Dreier einfahren, könnte es eine Reaktion geben für die nächsten Spiele. Aber jetzt gerade muss ich als Trainer den Druck von den Jungs nehmen. Ich brauche den Jungs allerdings auch nichts vormachen: Die wissen schon, mit drei Punkten setzen wir uns vom Tabellenletzten ab und halten den Anschluss zum Mittelfeld. Es ist ohnehin eine Zweiklassengesellschaft in der Liga. Es gibt keinen Mittelfeldplatz im Moment, es ist ein enges Ding.

Wenn man sich eure Ergebnisse gegen die direkte Konkurrenz anguckt, dann liest sich das dürftig. Gegen die ISV 1:4 auf den Deckel bekommen, gegen Dickenberg 2:4, gegen Hopsten 1:4. 
Habben: Das sind die Spiele, wo wir hingefahren sind und gesagt haben: Wir müssen. Da haben wir immer versagt. Ich will daher jetzt nicht sagen: Wir müssen. Tabellarisch waren wir auf Augenhöhe gegen Dickenberg oder die ISV, das haben die Spiele nicht widergespiegelt. Außer gegen Lienen beim 2:6. Da haben wir 60 Minuten guten Fußball mitgespielt. Aber alle anderen Spiele - Hopsten, Dickenberg, ISV - waren sehr, sehr ernüchternd.

Andersherum holt ihr einen Punkt gegen Mettingen und Dreierwalde und ihr schlagt Halen...
Habben: Das sind schon Ergebnisse, die ich hinterfragen muss. Woran liegen diese Schwankungen? Ich glaube, zu wissen, woran wir ansetzen müssen. Das haben wir letzte Woche gemacht. Da haben wir angesprochen, was wir verändern müssen.

Was war das speziell?
Habben: Ich spiele seit 1998 beim VfL Ladbergen. Ich hab mit dem VfL Ladbergen zwei Aufstiege in die Kreisliga A gemacht. Ich habe noch nie eine so technisch starke Mannschaft beim VfL Ladbergen gehabt wie jetzt. Wir haben so eine richtig, richtig gute Truppe und wir kriegen es nicht auf den Teppich. Das erschrickt mich als Trainer. Das hat Peter Melchers schon nicht geschafft mit dem Team. Alle haben es nicht geschafft, den Dreh zu kriegen. Und den Hebel versuchen wir zu regeln.

Das heißt?
Habben: Wir haben die Jungs mit ins Boot genommen. Alles, was wir angepackt haben, haben wir hinterfragt. Auch ich als Trainer meine Ideen. Aber auch die Spieler müssen sich Fragen stellen: Was hab ich für Ansprüche? Was bin ich bereit, zu bringen? Bereite ich mich gut vor für die Spiele sonntags?

Verletzungspech hattet ihr aber auch - wie beispielsweise die Kollegen in Esch...
Habben: Ja, aber es kommt jetzt mega gute Qualität dazu. Dann haben wir wieder ein anderes Auftreten.  Unser Kapitän Denis Quoraj war zehn Wochen raus und ist seit zwei Wochen wieder im Training. Wenn der wieder von Anfang auflaufen kann, dann ist es eine Qualität, da bin ich als Trainer froh zu wissen, was von der Bank nachkommen kann. Wir mussten die ganze Zeit den ganz jungen Sandro Telljohann spielen lassen. Der kommt aus der A-Jugend hoch. Der kann das gar nicht stemmen und uns den A**ch retten. Da ist es wichtig, dass ein Fabian Weikert - der war ein Dreivierteljahr verletzt - wieder eingestiegen ist. Ausreden suchen ist jetzt vorbei.

Am Anfang der Saison war es schlimmer mit den Ausfällen.
Habben: Nach dem ersten Spieltag hatte ich acht Verletzte aus dem Kader von 22 Leuten.

Das ist auch nicht wenig...
Habben: Ich musste im zweiten oder dritten Spiel schon mehrere A-Jugendliche nachziehen. Gegen Büren hatte ich sie mit an Bord. Jetzt ist es für uns umso schöner. Leider fehlen mir am Wochenende Steffen Weikert gelbgesperrt und Michel Reinker, der sich eine Bänderverletzung am Knöchel zugezogen hat. Hinzu kommen zwei, drei Spieler, die in der Zweiten kicken.

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