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Landesliga 4

Der BSV Roxel hatte in der bisherigen Spielzeit allen Grund zur guten Laune. Foto: Renger

Umbruch geht auch schmerzfrei


Von Jakob Schulze Pals

(11.12.20) Trainer Sebastian Hänsel? Weg. Torjäger Daniel Seidel? Weg. Leader Nico Haverkamp? Weg. Flügelflitzer Sandro Pietsch? Weg. Dem Landesligisten BSV Roxel brach im Vorfeld dieser Saison die Achse der vergangenen Jahre weg. Der sportliche Leiter der Kleeblätter, Aljoscha Groß, hatte im vergangenen Sommer also alle Hände voll zu tun – und darf sich einige Monate später durchaus selbst auf die Schulter klopfen.

Die freigewordene Trainerstelle besetzte Groß mit Tobias Tumbrink von Bezirksligist Union Lüdinghausen,  Co-Trainer wurde Manuel Andrick. Zusätzlich wurde der Kader durch erfahrene Landesliga-Kicker wie Florian Kaling und Dennis Bäumer vom VfL Senden sowie Adenis Krasniqi und Jonas Goßling aus Nottuln verstärkt. Außerdem durch interessante Talente wie Torben Schäfer, der aus Havixbeck an die Tilbecker Straße kam, ergänzt.

Im Soll

Aus den ersten sieben Ligapartien sprangen so 13 Punkte für den BSV heraus und für Groß die Erkenntnis: „Mit der Trainerwahl bin ich sehr zufrieden.“ Vor der Saison wurde das obere Tabellendrittel als Saisonziel anvisiert. Und genau dort hatte man sich vor der erneuten Zwangspause auf Tabellenplatz sechs eingenistet. „Wir sind natürlich, auch angesichts der Umstände, sehr zufrieden mit den ersten Partien“, erzählt Tumbrink, der allerdings trotzdem mit der derzeitigen Situation hadert: „Es ist halt so schade, dass man diese besondere Facette dieses Vereins, dieses familiäre Umfeld, nicht erleben kann. Von daher ist die sportliche Entwicklung natürlich gut, alles drumherum kam bisher leider zu kurz.“

Umso höher ist der Saisonstart wohl zu bewerten. Tumbrink und Andrick konnten nicht auf ein bestehendes Korsett zurückgreifen, sondern trafen auf eine veränderte Truppe, die auch noch nicht wusste, wo sie steht. Allerdings gibt es auf der Koppel in einer Sache noch Verbesserungsbedarf, die das Fußballspiel eigentlich ausmacht: dem Toreschießen. Erst sieben Hütten kann der BSV verbuchen. Das wissen sie in Roxel, können sich das Problem allerdings auch nicht so recht erklären. „Wir hatten in den Partien eigentlich immer recht viele Möglichkeiten, uns fehlt vielleicht noch die entscheidende Kaltschnäuzigkeit“, rätselt Kapitän Patrick Gockel.

Trauert man nicht speziell in diesen Bereichen einem ausgewiesenen Torjäger wie Seidel nach? Eher nicht, denn: „Natürlich sind Leute wie Seidel oder auch ein Nico Haverkamp echte Führungsspieler und deren Abgang tat weh. Aber bei uns in der Truppe haben sich bereits neue Leader herausgebildet, die die Mannschaft führen“, so Gockel. Man denke da neben Gockel beispielsweise an einen Maximilian Mümken, der die komplette vergangene Saison wegen einer kaputten Achillessehne passen musste. Und überdies tummeln sich ja auch noch einige routinierte Flemmer wie Christoph Hunnewinkel oder Aljoscha Kottenstedde in Roxel.

In Roxel steht ein Bollwerk

Spaß haben sie an der Tilbecker Straße vor allem an ihrer Defensive. Acht Gegentore musste Torwart Hunnewinkel bislang erst hinnehmen. Nur bei der 0:3-Auswärtsniederlage beim SV Herbern am fünften Spieltag wurde die Roxeler Defensive so richtig in Verlegenheit gebracht. Die Gründe für das rot-schwarze Bollwerk liegen für Tumbrink auf der Hand: „Mit Christoph Hunnwinkel steht eben der beste Schnapper der Liga im Tor. Dazu kommen Torben Schäfer, Endrit Sojeva und Maximilian Mümken in der Dreierkette. Das ist bockstark.“ Gockel ergänzt: „Wir verteidigen als Kollektiv. Auch die Offensivmänner machen viel mit.“ Zudem liege der Fokus auch im eigenen Ballbesitz immer auf einer guten Restverteidigung, also einer soliden Absicherung. Bei einem möglichen Re-Start im kommenden Jahr wolle man natürlich an den bisherigen Leistungen anknüpfen. Auch wenn man sich dann erneut aneinander gewöhnen wird müssen, so Tumbrink. Viel Zeit dafür bleibt auch dann nicht. Gehen doch alle Beteiligten davon aus, dass 2021 nur die noch ausstehenden Spiele der Hinrunde absolviert werden.

Aljoscha Groß plant derweil natürlich schon für die kommende Spielzeit. Mit dem Trainerteam um Tumbrink und Andrick habe er schon gesprochen – eine Entscheidung steht noch aus. Die Gespräche mit den Spielern werden erst ins Rollen gebracht, wenn die Trainerfrage beantwortet ist. In Roxel führen sie den Laden mit ruhiger Hand. Dass sie das können, haben sie schließlich oft genug bewiesen.

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