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Landesliga 4

Daniel Ziegner und der SV Drensteinfurt beginnen schon mit dem Rechnen.

Unglücklich, aber konkurrenzfähig


Von Jakob Schulze Pals

(19.11.2020) Die Premierensaison in der Landesliga hat sich der SV Drensteinfurt wahrlich anders vorgestellt. Die Auswirkungen der Corona-Pandemie betrafen alle Mannschaften der Liga mehr oder weniger stark. Der SVD gehörte zu den Klubs, die besonders darunter leiden mussten. Schließlich war, nach einer ohnehin schon deftigen 2:6-Heimschlappe am dritten Spieltag gegen die IG Bönen, für einige Spieler 14-tätige Quarantäne angesagt. Da ein Bönener im Anschluss der Partie positiv getestet wurde.

Zwar absolvierte die Mannschaft von Trainer Oliver Logermann trotzdem bisher immerhin sieben Ligaspiele. Erfolgreich verliefen diese allerdings überhaupt nicht: Ein Punkt steht zu Buche. Mit sechs erzielten Treffern stellen die Stewwerter die zweitschwächste Offensive, mit 18 Gegentoren die schwächste Defensive der Liga. Nüchtern betrachtet die Zahlen eines Absteigers. Ist die Landesliga also zu stark für den SV Drensteinfurt?

Knackpunkt Spielglück

Trainer Oliver Logermann hatte nach der bitteren 0:1-Niederlage gegen Borussia Münster, dem letzten Spiel vor dieser erneuten Pause, schließlich höchst selbst die Qualitätsfrage gestellt. Rudert einige Wochen später aber zurück. „Fakt ist, dass wir abgesehen von der 0:3-Niederlage gegen Herbern in keiner Partie chancenlos waren. Die Spiele verliefen oft sehr unglücklich.“ Auch sein Kapitän Daniel Ziegner pflichtet ihm bei: „Wir haben uns durchaus Chancen erarbeitet, waren aber vor dem Tor nicht kaltschnäuzig genug und haben im Umkehrschluss oft die entscheidenden Fehler gemacht, die dann zu Gegentoren geführt haben.“ Drensteinfurts Senioren-Obmann Jan Wiebusch ist sich derweil sicher: „Die Punkteausbeute spiegelt nicht das wieder, was die Mannschaft kann.“

Dazu gehört sicherlich auch, dass der SVD bisher hauptsächlich gegen Teams aus der oberen Tabellenhälfte im Einsatz war. Trotzdem gibt auch Logermann zu: „Hier und da fehlt’s vielleicht dann doch auch an Qualität.“ Man sei zumindest auf der Suche nach Neuverpflichtungen. Ein Unterfangen, das im Winter allerdings nicht so einfach ist.

Hiobsbotschaften reißen nicht ab

Die Hiobsbotschaften reißen derweil nicht ab. Denn der ohnehin schon schmale Kader verliert noch mehr an Substanz. Mit Maximilian Schulze-Geisthövel und Raphael Northoff werden die Stewwerter zwei Stammspieler gen USA verlassen. Beide wollten eigentlich schon im vergangenen Sommer wieder ihr Studium in den Staaten aufnehmen, blieben dem Land der unbegrenzten Möglichkeiten jedoch aufgrund der dortigen unbegrenzten Virenausbreitung vorerst fern. Die Abgänge standen also schon monatelang fest, tuen deshalb aber nicht weniger weh.

Zweite Hiobsbotschaft: Der Fußball- und Leichtathletikverband Westfalen (FLVW) bestätigte kürzlich, dass in diesem Jahr kein Fußball mehr gespielt wird. Bedeutet, dass im nächsten Jahr theoretisch noch 27 Spiele anstünden. Vielleicht aber auch, dass die Entscheidungsträger sich darauf festlegen, nur die restlichen Hinrundenspiele auszutragen. Dann hätte Drensteinfurt noch zehn Spiele - Endspiele. „Olli hat schon mal vorgerechnet, dass wir dann im Schnitt 1,8 Punkte holen müssten. Das wäre schon richtig knackig. Allerdings spielen wir noch gegen alle Teams von unten“, zeigt sich Ziegner nicht ganz ohne Zuversicht.

Ohnehin hat Logermann trotz der fehlenden Erfolgserlebnisse keinen Spannungsabfall bei seiner Mannschaft vernommen: „Wir waren hier schon immer eine gute Gemeinschaft. Keiner hat bisher aufgesteckt. Der Verein spielt die erste Landesliga-Saison seiner Geschichte, das darf man nicht vergessen. Ein Abstieg wäre kein Beinbruch.“

Blick wird nach vorn gerichtet

„Unsere gute Moral und das immer noch große Selbstbewusstsein werden uns auch in den restlichen Partien helfen“, ist sich Ziegner derweil sicher. Trotzdem braucht die Mannschaft endlich Erfolgserlebnisse, um auch mal zu punkten. Bis zum rettenden Ufer hat der SVD sieben Punkte Rückstand. Aussichtslos ist die Lage nicht.

Ob die Pause dem Team vielleicht auch zugute kommt, wird jedoch bezweifelt. „Es ist schon schwierig, jetzt die Spannung hochzuhalten. Außerdem ist es jetzt auch kein geiles Gefühl, sich drei bis vier Monate auf dem letzten Tabellenplatz stehen zu sehen“, so Ziegner. Aber natürlich könne man nach sieben sieglosen Spielen im kommenden Jahr, zumindest im Kopf, bei 0 anfangen, weiß auch Logermann. Wichtig sei es vor allem, dann von größeren coronabedingten Ausfällen verschont zu bleiben und nicht gleich zu Beginn wieder in eine Negativspirale zu verfallen.

Logermanns Zukunft über das Saisonende hinaus steht übrigens noch in den Sternen. „Im Dezember wollen wir uns mit Olli zusammensetzen und ausführlich darüber sprechen, ob und wie es weitergehen soll“, so Obmann Jan Wiebusch. 

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